Handelsplattform Einstein Exchange kämpft gegen Drogen

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Einstein Exchange, ein kanadischer Online-Handelsplatz für Kryptowährungen, kündigte an, aktiv gegen den unerlaubten Verkauf von Betäubungsmittel und Drogen vorgehen zu wollen. Sie wollen Wallets, die bereits mit dem Handel verbotener Substanzen in Verbindung standen, künftig blockieren. Dies gab die für das Unternehmen tätige Rechtsanwältin Christine Duhaime auf einem Kongress in Toronto vor wenigen Tagen bekannt.

Die kanadische Anwältin Christine Duhaime ist bei Einstein Exchange primär mit der Bekämpfung von Geldwäsche betraut. Duhaime gab bekannt, man arbeite nun mit anderen Online-Handelsplätzen zusammen, um eine Liste verdächtiger Wallets zusammenzutragen. Das endgültige Ziel der gemeinsamen Bestrebungen ist es, dass Kryptowährungen für Drogendealer als Zahlungsmittel auf Dauer ausfallen. Das Timing kommt nicht von ungefähr. Ein leitender Mitarbeiter der US-Heimatschutzbehörde übergab dem Senat Ende Januar ein Papier über die möglichen Maßnahmen im Kampf gegen illegale Drogen. Den Verkauf von verbotenen Substanzen könne man am besten eindämmen, indem man die Zahlungssysteme der Verkäufer austrocknet, schrieb der ICE-Agent. Eine vergleichbare Blacklist gab es bei Einstein Exchange schon im Zusammenhang mit Erpressungs-Trojanern, mit denen unzählige PCs infiziert wurden. Diese Liste wurde mithilfe der Nutzer dieses Online-Handelsplatzes zusammengetragen. Wahrscheinlich wird man auf die Mithilfe der User erneut zurückgreifen, um die Liste im Kampf gegen Fentanyl & Co. zeitnah zu optimieren.

USA verhängte Gesundheitsnotstand


Am Dienstag gab die US-amerikanische Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zudem bekannt, dass die Anzahl an Krankenhaus-Einlieferungen wegen einer Überdosis zwischen Juli und September 2017 um 30 % angestiegen ist. Die Leiterin der CDC spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer „Epidemie“. 2016 gab es innerhalb der USA mehr als 42.000 Todesfälle in Folge einer Überdosis. In mehr als 40 % der nachgewiesenen Todesfälle gab es laut CDC einen Zusammenhang mit verschreibungspflichtigen Opioiden (wie Fentanyl u. v. m.). Deshalb verhängte die US-Regierung im Oktober 2017 bis auf Weiteres den nationalen Gesundheitsnotstand.

Letztlich ist die Aktion für den kanadischen Anbieter eine nette PR-Aktion, die viel Aufsehen bringen, aber wenig kosten dürfte.

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