Bitcoin in Grün: Spanische Krypto-Miner setzen auf Solarenergie

Roman Maas

von Roman Maas

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Roman Maas

Roman Maas hat in Düsseldorf seinen Magister in Anglistik und Geschichte gemacht und danach in verschiedenen Redaktionen, Verlagen und Agenturen gearbeitet. Seit 2015 ist er als freier Autor beruflich und lokal unabhängig. Kryptowährungen und Blockchain bedeuten für ihn in erster Linie eine aufregende Entwicklung mit gewaltigen Möglichkeiten für eine dezentralisierte Zukunft.

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In Sevilla entsteht eine 300-Megawatt-Solarfarm, die dafür sorgen wird, dass Bitcoin mit sauberer Energie geschürft wird. Können Projekte wie dieses das Problem des hohen Energieverbrauchs bei Bitcoin & Co. lösen?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Phillip Horch

Grüne Bitcoin: Das spanische Krypto-Mining-Unternehmen Cryptosolartech hat ein Statement veröffentlicht, in dem es die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Solarzellenhersteller Risen Energy, beziehungsweise dessen spanischen Ableger Risen Energy Spain, bekannt gibt. In Sevilla soll jetzt der Startschuss für den Bau einer Photovoltaikanlage fallen, die Green Mining von Bitcoin ermöglichen soll. Die dort installierten Solarzellen sollen nach Abschluss mehrerer Aufbauphasen 300 Megawatt an Solarenergie liefern und damit Cryptosolartechs ASICs befeuern.

„Die erste Phase ist der Bau von drei Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtkapazität von 45 MW in der Provinz Sevilla. Diese werden die Kryptowährungsfarmen mit Elektrizität in Kapazitäten von 5 MW und 9 MW versorgen. Die Mining-Farmen sind derzeit noch im Bau und werden in Malaga stehen.“

Risen Energy Spain ist verantwortlich für Detail-Planung und Kontrolle, Beschaffungswesen sowie Ausführung der Bau- und Montagearbeiten (EPC) der Solaranlagen. Darüber hinaus gibt Cryptosolartech bekannt, dass die Zusammenarbeit mit dem Solarunternehmen nicht darauf beschränkt ist. Stattdessen wird es eine weiterführende Kooperation geben, was Forschung und Entwicklung bei Blockchain und IoT-Technologie angeht.

Das Blockchain-Energieproblem


Das Problem der Energieversorgung für Blockchain-Technologien wie Bitcoin und andere Kryptowährungen ist im letzten Jahr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Für das Schürfen von neuen Bitcoin errichten professionelle Kryptowährungsminer ganze Rechnerfarmen, die mit Strom versorgt werden müssen. Wie viel Energie genau das Farming verbraucht, ist schwer zu ermitteln. Pessimistische Analysen, wie die von Alex de Vries, gehen davon aus, dass der Krypto-Energieverbrauch schon bald den Stromverbrauch von Ländern wie Österreich übertreffen könnte. Krypto-Enthusiasten halten unter anderem dagegen, dass der Erhalt von Fiatwährungen ein Vielfaches mehr an Energie verbraucht, da Währungs- und Finanzinstitute unterhalten werden müssen, die für Kryptowährungen nicht mehr nötig sind.

Ist Green Mining die Lösung?

Fakt ist auch, dass das Problem nicht der Energieverbrauch ist, sondern der globale CO2-Ausstoß, der durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas entsteht. Wenn Krypto-Miner verstärkt auf erneuerbare Energien wie Solar und Wind setzen, wäre mehr als nur der Blockchain geholfen. Vom Bau neuer Solaranlagen in Ländern, in denen nur Kohle, Gas und Öl vorherrschen, könnten auch die Menschen vor Ort von sauberen Energien profitieren. Gleichzeitig könnten diese neuartigen Energieverbraucher mehr Anreize schaffen, den Ausbau von entsprechenden Infrastrukturen nach vorne zu treiben. Derzeit ist es in vielen Gebieten noch zu aufwändig, auf Solarkraft zu wechseln, durch das Green Mining in Sevilla könnte sich dies jedoch bald ändern.

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