Number, go up! (Please) Goldpreis tänzelt Richtung Allzeithoch – Bei Bitcoin (BTC) ist noch Luft

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Zwei Bitcoin Münzen, eine von vorne, die andere von hinten, inmitten von einigen Goldnuggets, symbol für potential des Bitcoin-Kurs

Quelle: Shutterstock

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) hat, gemessen an seinem Allzeithoch, noch Luft nach oben. Vor allem im Vergleich zu Gold.

Der Goldpreis hat vor gut einer Woche sein Allzeithoch erreicht. Beim Bitcoin-Kurs (BTC) ist hingegen noch Luft nach oben. Lohnt sich eine Investition noch?

Bitcoin-Kurs (BTC): Weit entfernt vom Allzeithoch

Der Bitcoin-Kurs erreichte sein letztes Allzeithoch im Dezember 2017. Damals notierte die Kryptowährung bei knapp 20.000 US-Dollar. Seitdem hat Bitcoin seinem berühmt-berüchtigten Ruf als hochvolatiles Asset alle Ehre gemacht. Der Bitcoin-Kurs crashte innerhalb eines Jahres von diesem Höchstwert auf knapp 3.000 US-Dollar im Dezember 2018, nur um dann im Sommer 2019 wieder über 13.000 US-Dollar zu klettern.

Doch auch von dort aus gab es wieder Rückschläge – bis Ende 2019 war die 7.000 US-Dollar-Marke wieder erreicht. Eine wilde Fahrt, nichts für schwache Nerven. Zu Beginn des Jahres 2020 erlebte die Kryptowährung dann einige vielversprechende Wochen – die 10.000 US-Dollar-Marke wurde immer wieder angerissen.


Doch dann – man mag es mitbekommen haben – der „Schwarze Donnerstag“. Im Zuge des Corona Crashs der internationalen Wirtschaft fiel der Bitcoin-Kurs wieder unter 4.000 US-Dollar. Seitdem konnte sich die digitale Währung aber wieder erholen. So konnte der Bitcoin-Kurs die 7.000 US-Dollar bisher halten.

Doch nach oben ist noch Platz – sollte die Kryptowährung ihr Allzeithoch jemals wieder erreichen, wäre es bis dorthin ein Zuwachs von knapp 185 Prozent.

Bitcoin-Kurs seit Dezember 2017 inklusive Allzeithoch im Jahr 2017.

Mehrjähriger Chart auf Basis des Bravenewcoin Liquid Index erstellt.

Und es gibt den ein oder anderen Grund, der dafür spricht, dass sich der Bitcoin-Kurs wieder langfristig nach oben bewegen könnte. Hoch im Kurs wird hier das Halving gehandelt. Denn das Event, das alle 210.000 Blöcke stattfindet, verknappt den Angebotsnachschub der Kryptowährung um die Hälfte. Ganz optimistische Investoren sehen hier sogar einen Bitcoin-Kurs von über 100.000 US–Dollar als denkbar. Grundlage dieser Berechnung ist die Stock-to-Flow-Ratio, mit der man die Seltenheit eines Gutes berechnet. (Dazu hier mehr).

Bitcoin – ein sicherer Hafen?

Dann wäre da noch das „Sichere Hafen“-Narrativ. Nach dieser Annahme hat Bitcoin, ähnlich dem Edelmetall Gold, das Potential dazu, Anlegern als Aushilfsasset in Zeiten der Krise zu dienen. Wenn Aktien versagen, könnte Bitcoin glänzen. Zwar hatte die Kryptowährung bisher nicht die Gelegenheit, ihr volles Potential zu entfalten. Doch was nicht ist, kann bekanntlich noch werden.

Das digitale Gold

Denn bisweilen wird die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung unter Anhängern als bessere, weil digitale und dezentrale, Version von Gold gefeiert. Im Gegensatz zum Edelmetall besitzt das Krypto–Asset kein Gewicht und kann schnell gehandelt werden. Ähnlich wie Gold ist die maximale Menge begrenzt und es gibt keine zentrale Stelle, die die Herausgabe der Kryptowährung regelt. Um genauer zu sein, ist Bitcoin sogar etwas freier: Miner werden kann im Prinzip jeder, der das nötige Equipment und einen Internetzugang hat. Zum „Schürfen“ muss man nicht zum nächsten Fluss oder in den nächsten Schacht wandern – die Mine kommt zum Nutzer.

Und ganz im Gegensatz zu Gold, das jüngst sein eigenes Rekordhoch geknackt hat, hat der Bitcoin-Kurs, wir erinnern uns, noch Luft nach oben.

Bitcoin-Kurs: Nichts für schwache Nerven

Was man bei alldem jedoch nicht außer Acht lassen darf: Der Krypto-Markt ist hochvolatil. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Bitcoin-Kurs neue Höchststände erreichen kann. Aber es ist ebenso wenig ausgeschlossen, dass er wieder zusammenbricht. Um am Krypto–Markt nicht als „weak hand“ zu enden und sein eingesetztes Kapital zu schrumpfen oder gar zu pulverisieren, braucht man das nötige Know How und vor allem starke Nerven.

Auch das Halving darf keinesfalls als Kursgarant missverstanden werden. Es gibt stichhaltige Argumente, die den Träumen der Bitcoin-Kurs-Explosion widersprechen.

Einige Tipps zum sicheren Trading geben wir auf unserer Academy.

Diese Zeilen stellen keine Kaufsempfehlungen dar, sie sind lediglich die optimistische Einschätzung des Analysten.

Die Charts wurden am 20.04.2020 mithilfe von TradingView erstellt.


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