Gibraltar: Klare Regulierung von ICOs?

Quelle: A wild macaque or Gibraltar monkey via Shutterstock

Gibraltar: Klare Regulierung von ICOs?

Das britische Protektorat Gibraltar macht sich auf, als eines der ersten Länder eine umfassende Regulierung von Initial Coin Offerings einzuführen. Damit soll dem starken Anstieg dieser Funding-Methode, speziell in kleineren Standorten wie Gibraltar, Rechnung getragen werden. Durch rechtliche Rahmenbedingungen sollen Investoren und Kunden geschützt werden.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will die Regierung Gibraltars gemeinsam mit der Gibraltar Financial Services Commission (GFSC), der Finanzmarktregulierungsbehörde des Halbinselstaats, in den kommenden Wochen einen Gesetzesentwurf zur Regulierung von Initial Coin Offerings darlegen. Durch das Setzen eines regulatorischen Rahmens sollen die Investoren und Konsumenten vor möglichem Betrug geschützt werden.

Mit dem neuen Gesetz sollen die Bewerbung, der Verkauf und die Verteilung von neu auszugebenden Coins geregelt werden. Wie die Regierung Gibraltars selbst behauptet, handelt es sich bei dem Ansatz um die ersten Regulierungsbemühen, die ausschließlich auf Initial Coin Offerings als Einnahmequelle für Blockchain-Projekte abzielen.

Damit reagiert das britische Protektorat auf die Entwicklung des letzten Jahres, in dem die eingenommene Geldmenge durch ICOs extrem angestiegen war. Speziell die Halbinsel Gibraltar war aufgrund sehr investorenfreundlicher äußerer Bedingungen zuletzt ein beliebter Firmenstandort, um einen ICO durchzuführen.

Über ICOs wurden laut dem Reuters-Bericht im vergangenen Jahr mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar eingenommen, im Jahr 2016 waren es lediglich 82 Millionen.

“Einer der Hauptaspekte der Token-Regulierung ist, dass wir das Konzept der Regulierung von autorisierten Sponsoren einführen werden, die für die Einhaltung von Offenlegungs- und Finanzkriminalitätsregeln verantwortlich sein werden”,

sagte Sian Jones, Senior Advisor bei der GFSC.

Die Regulierung von Initial Coin Offerings kann als ein weiterer Schritt Gibraltars in Richtung Blockchain-Hotspot gesehen werden. Bereits im vergangenen September waren diese Schritte angekündigt worden.

Lies auch:  Brexit und Krypto: Warum es mehr um Blockchain-Unternehmen als um Bitcoin geht

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