Ribbit Capital FinTech sucht Geldgeber für 350-Millionen-US-Dollar „Blankoscheck“

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Rabbit Capital ist eine äußerst Krypta-affine Investmentgesellschaft. Nun startet sie den nächsten Coup mit einem 350 Millionen Dollar schweren IPO-Offering. Doch es gibt Risiken.

Die Wagniskapitalgesellschaft Ribbit hat eine Initial Public Offering (IPO)-Kampagne gestartet, um insgesamt 350 Millionen US-Dollar einzusammeln. Dies geht aus einem Antrag hervor, den Ribbit bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Mehrere Nachrichtendienste wie Yahoo Finance und The Block haben die Meldung ebenfalls aufgegriffen. Als Akquisitionszweckunternehmen (SPAC) betreibt Ribbit Leap Inc. selbst kein operatives Geschäft. Stattdessen möchte man ein anderes finden und kaufen. „Wir haben noch keinen Partner für einen Unternehmenszusammenschluss ausgewählt und wir haben noch keine substanziellen Gespräche mit Kandidaten aufgenommen“, heißt es im Prospekt.

Im Gegensatz zu traditionellen börsennotierten Unternehmen, bei denen größere Übernahmen von der Zustimmung der Aktionäre abhängig sind, verlangt eine SPAC einen großen Spielraum für Käufe. Manchmal ist im Vorfeld noch nicht einmal klar, um welchen Kauf es sich überhaupt handelt. Daher taucht manchmal auch der der Begriff „blank check company“ auf. Aus den damit verbundenen Risiken macht das bei der Börsenaufsicht SEC eingereichte Papier auch keinen Hehl. 

Ribbit erwähnt die möglichen Risiken explizit

Unsere Aktionäre erhalten möglicherweise keine Gelegenheit, über unseren vorgeschlagenen ursprünglichen Unternehmenszusammenschluss abzustimmen. Das bedeutet, dass wir unseren ursprünglichen Unternehmenszusammenschluss abschließen können, auch wenn eine Mehrheit unserer Aktionäre einen solchen nicht befürwortet,

so die Warnung des Prospektes.


Laut The Block steht noch nicht einmal fest, ob die Übernahme überhaupt auf eine Kryptofirma zielt. Aber im Fokus soll ein Unternehmen stehen, das „sich auf die Schnittmenge von Finanzdienstleistungen und Technologie konzentriert“, sprich: ein FinTech. Wie dem auch sei, jedenfalls kommt die IPO-Ankündigung zu einer Zeit, in der die Krypto-Giganten Coinbase und BlockFi Pläne schmieden, um an die Börse zu gehen. Immerhin kann Ribbit Leap mit der Bank JPMorgan Chase auf einen namhaften Bookrunner für den Börsengang zurückgreifen. Als alleiniger Bookrunner hat dieser die Option, 15 Prozent mehr Aktien auszugeben. Das angestrebte Kapital würde dann auf insgesamt 402,5 Millionen US-Dollar ansteigen. Übrigens ist Ribbit Capital auch Mitglied der Libra Association

Der Zusammenschluss diverser Unternehmen wurde im letzten Jahr von Facebook ins Leben gerufen, um eine globale digitale Währung zu entwickeln. Vom ursprünglichen Plan, Stable Coins auszugeben, die an Fiatwährungen gebunden sind, ist man dort mittlerweile etwas abgerückt. Im Blockchain-Bereich führte die Ribbit Capital eine Seed-Runde für Bobby Lees Ballett-Krypto-Wallet an, die es seit 2019 gibt. Sie hat auch in Coinbase, Chainalysis und diverse andere investiert.


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