Financial Instrument Test: Malta wird zur Blockchain-Insel

Financial Instrument Test: Malta wird zur Blockchain-Insel

Die Finanzaufsichtsbehörde in Malta hat ein Dokument veröffentlicht, das sich mit der Regulierung von Kryptowährungen befasst. Die maltesische Regierung bietet einen „Financial Instrument Test“, um zu entscheiden, wie sie etwaige Token oder Kryptowährungen einordnen.



Malta hat sich in den letzten Monaten auf den Weg gemacht, der Blockchain-Standort in Europa zu werden. Nachdem sie die Kryptobörse Binance mit offenen Armen empfingen, überlegte sich auch OKEx, ins kryptofreundliche Malta zu ziehen. Eine steuerfreundliche und transparente Regulierung machen die Insel für beide Seiten interessant. Die Börsen müssen künftig keine weiteren Umzüge, Verbote oder Warnungen befürchten, während die Regierung sich sicher sein kann, die Wirtschaft anzukurbeln. Doch damit das funktioniert, müssen Regularien her – und zwar vernünftige. Dahingehend entwickelte die Finanzaufsichtsbehörde in Malta nun einen Test für Kryptowährungen und Token von ICOs.

Der sogenannte Financial Instrument Test ist somit darauf ausgelegt, die jeweiligen Token besser einordnen zu können. Nachdem man den Test durchgeführt hat, soll man künftig wissen, ob ein auf einer Distributed-Ledger-Technologie basiertes Asset unter die EU-Regularien und damit traditionelle Finanzrichtlinien oder unter den maltesischen „Virtual Financial Assets Act“ fällt. Laut einem Statement vom 13. April denkt man in Malta nun darüber nach, den Test als Grundvoraussetzung für ICOs einzuführen.

Malta will Feedback zum Financial Instrument Test

Aus einem veröffentlichten Dokument geht ferner hervor, dass sich die Aufsichtsbehörde aus Malta Feedback aus der Industrie wünscht. Bevor sie ihr weiteres Vorgehen plant, will sie sowohl die Unternehmen als auch die Anwender in den Prozess involvieren. Bis zum 4. Mai 2018 können Tester daher in einer öffentlichen Umfrage Feedback zum Test geben.

Die „Blockchain-Insel“ festigt mit diesem Schritt ihre Position im Ökosystem der Blockchain und der Kryptowährungen. Indem sie verbindliche Tests und Standards einführt, ermöglicht sie eine sichere Umgebung für ICOs und Blockchain-Unternehmen, die sich dann letztlich auf die Entwicklung der Technologie konzentrieren können.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen. Bereits während des Studiums arbeitete er bei diversen Redaktionen und ist nun Redakteur bei BTC-ECHO. Im Fokus seiner Arbeit steht das disruptive sozio-ökonomische Potenzial der Blockchain-Technologie.

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