Dann eben nach Malta – Binance zieht nach Warnung um

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: puzzle with the national flag of japan and malta on a world map background. 3D illustration via Shutterstock

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Die japanische Finanzaufsichtsbehörde hat der Krypto-Börse Binance mit Ausweisung gedroht. Grund dafür ist eine fehlende, aber notwendige Lizenz. Zunächst bestritt der CEO diese Meldung, verkündet nun aber eine weitreichende Gegenmaßnahme. 

Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei soll die FSA Binance wegen nicht-lizenzierter Tätigkeit mit der Ausweisung gedroht haben. BTC-ECHO berichtete über die Vorwürfe. Die Behörde sehe durch die Nichtregistrierung eine Gefahr für japanische Investoren. Nach dem Angriff auf Coincheck hat die FSA die Kontrollen der in Japan tätigen Krypto-Börsen verschärft. Im Januar sind NEM im Wert von 58 Billiarden Yen abhanden gekommen. Die Krypo-Börse sei aber bereits mit der Behörde im Gespräch über eine mögliche Lizenzierung. Sowohl eine offizielle Stellungnahme der FSA als auch eine direkte Warnung an die Binance-Mitarbeiter fehlten dagegen bislang. Entsprechend kritisierte der Binance-CEO Changpeng Zhao die Berichterstattung Nikkeis. Diese basiere auf keiner Grundlage:

„Es macht keinen Sinn, dass die japanische FSA einer Zeitung davon erzählt, bevor sie es uns erzählt, während wir einen aktiven Dialog mit ihnen führen.“

Wenig später verkündete Zhao jedoch via Twitter, dass Binance nun die Warnung der FSA erhalten habe. Die Anwälte seien bemüht, eine Lösung zu finden. Der Schutz der Nutzerinteressen stünden dabei an erster Stelle.

Unklar ist, ob Nikkei die Informationen über die FSA-Warnung tatsächlich bereits vor Binance erhalten hatte. Eventuell gibt die Krypto-Börse erst jetzt zu, gewarnt worden zu sein.

Binance-Büro in Malta


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Laut Bloomberg geht die Krypto-Börse nun noch einen Schritt weiter – einen gut 10.000 km langen Schritt. Anstatt weiter mit der japanischen FSA zu diskutieren, will die Krypto-Börse ein Büro in Malta eröffnen. Dort empfängt man sie mit offenen Armen. So twitterte der maltesische Premierminister Joseph Muscat einen anerkennenden Willkommensgruß:

Zwar führe Zhao auch weiterhin Gespräche mit den Behörden in Hongkong, wo die Exchange ihren Hauptsitz hat. Aber wie diese ausgehen werden, sei noch ungewiss. Malta hingegen freut sich über den leistungsstarken Krypto-Zuwachs. Binance ist gemäß Handelsvolumen derzeit eine der größten Krypto-Börsen weltweit. Der südeuropäische Inselstaat ist ambitioniert, ein bedeutender Anlaufpunkt für Investitionen in digitale Assets zu werden. Die geplanten Regulierungen Maltas für Blockchain-Unternehmen und ICOs will man dabei entsprechend einladend gestalten.

BTC-ECHO

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