Facebook entwickelt Stable Coin für WhatsApp

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Facebook arbeitet offenbar an einer eigenen Kryptowährung. Mit einem den US-Dollar abbildenden Stable Coin sollen Transaktionen über den Messenger WhatsApp abgewickelt werden können. Das Feature soll zuerst in Indien freigeschaltet werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Bereits seit dem Frühjahr kursieren Gerüchte, dass der Social-Media-Riese Facebook im Hinterzimmer an einer eigenen Kryptowährung tüftelt. Offenbar hatten diese Gerüchte einen wahren Kern. Wie Insider der US-Nachrichtenagentur Bloomberg verrieten, arbeitet man im Silicon Valley gerade an einer hauseigenen Kryptowährung. Facebook möchte dem Vernehmen nach Transaktionen über den Nachrichtendienst WhatsApp ermöglichen. Wie Bloombergs Quellen weiter berichten, soll es sich bei dem Token in spe um einen Stable Coin handeln, der den Wert von einem US-Dollar abbildet.

Projekt noch in der Frühphase

Das Projekt befinde sich indes noch in einem frühen Entwicklungsstadium, so die anonymen Quellen weiter. Auch gelte es unter anderem noch, die Frage zur physischen Deckung des Coins durch Fiat-Einlagen zu klären. Wenn alle Fragen geklärt sind, sollen zuerst die WhatsApp-User in Indien das Feature nutzen können.


Facebook hat um den Ex-PayPal-Chef David Marcus eine Blockchain-Task-Force aufgebaut. Marcus war zuvor für den Facebook Messenger verantwortlich, dessen Nutzerzahlen er drastisch erhöhen konnte. Zudem war Marcus acht Monate lang Mitglied im Verwaltungsrat der Krypto-Börse Coinbase – eine Position, die er aufgrund seiner neuen Tätigkeit für Facebooks Blockchain-Abteilung am 10. August aufgab. Möglicherweise wollte er damit dem Eindruck eines Interessenkonflikts, der mit dem neuen Stable Coin einhergehen könnte, vorbeugen.

Die Konkurrenz hat vorgelegt: Telegram Open Network

Unterdessen schläft die Konkurrenz nicht, im Gegenteil: Messaging-Konkurrent Telegram arbeitet schon seit Längerem an einer eigenen Blockchain-Plattform für Überweisungen. Das Telegram Open Network (TON) sammelte im Mai bereits im Pre-Sale des Initial Coin Offerings die rekordverdächtige Summe von 1,7 Milliarden US-Dollar – eine halbe Milliarde mehr als Telegram ursprünglich einsammeln wollte. TON hat es zwar noch nicht zur Marktreife geschafft; einem im November veröffentlichten Leak zufolge fehlt dazu jedoch nicht mehr viel. Demnach war das TON-Netzwerk im September zu 70 Prozent fertiggestellt.

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