Krypto-Kriminalität Ermittlern in der Schweiz und USA gelingt Schlag gegen Krypto-Betrüger

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Quelle: Shutterstock

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Betrügerische Bitcoin-Fonds und Kryptowährungen, die sich als Pyramidensysteme entpuppen – derartige Begebenheiten sind auch im Jahr 2020 noch traurige Realität. Dass die Behörden ihren Kampf gegen solche Scams nicht aufgegeben haben, beweisen indessen Erfolgsmeldungen aus der Schweiz und den USA.

Bis heute konnten Bitcoin & Co. einen zweifelhaften Ruf nicht gänzlich abstreifen. Der Blick auf die Faktenlage zeigt jedoch, dass die Assoziation von Kryptowährungen mit kriminellen Machenschaften zunehmend an Berechtigung verliert. Denn eine diesbezügliche Studie der Krypto-Analysten von Chainalysis stellte fest, dass im Jahr 2019 lediglich 1,1 Prozent aller Krypto-Aktivitäten von illegaler Art waren. Besonders interessant: Ein Großteil dieser Gesetzesbrüche entfiel nicht etwa auf die berühmt-berüchtigten Darknet-Schwarzmärkte. Stattdessen stellten Bitcoin-Scams und vergleichbare Betrügereien mit einem Umsatz von 8,6 Milliarden US-Dollar den „überwältigenden Anteil“ aller Krypto-Vergehen.

Von staatlicher Seite besteht folglich insbesondere an dieser Front dringender Handlungsbedarf. Dass die Behörden weltweit tatsächlich nicht untätig sind, bewiesen jüngst zwei Meldungen aus der Schweiz und den USA. Denn Staatsanwälte beider Länder eröffneten in den vergangenen Tagen neue Verfahren wegen Geldwäsche und Anlagebetrug unter Rückgriff auf Kryptowährungen.

Zürcher Polizei unterbindet Geldwäsche in Millionenhöhe

Widmen wir uns zunächst der Erfolgsmeldung aus der Alpenregion. Dort berichtete die Kantonspolizei Zürich am 4. Februar von einer koordinierten „interkantonalen“ Aktion gegen Geldwäsche. Den Schweizer Behörden ging dabei in Zürich ein Mann ins Netz, der Verbindungen zu Online-Handelsplattformen für binäre Optionen und Kryptowährungen unterhielt. Die Pressemeldung geht an dieser Stelle zwar nicht ins Detail, allem Anschein nach wurden diese Plattformen jedoch für Online-Anlagenbetrug genutzt. Der Mann soll auf diese Weise illegal erlangte Geldbeträge von den Online-Plattformen über die Konten diverser Firmen weitergeleitet haben, deren Besitzer er war. Hierdurch wollte er wohl die Herkunft der Gelder verschleiern.


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Im Verlauf der Ermittlungen durchsuchten Schweizer Polizisten weiterhin Grundstücke in mehreren Kantonen. Dort verhafteten sie zwei weitere Männer aus dem Umfeld des Zürchers. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten ferner acht Luxusfahrzeuge sowie Konten mit mehreren Millionen Franken. Der Aktion waren Hinweise aus dem In- und Ausland vorausgegangen. Der Schlag gegen die Krypto-Kriminalität gelang der Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Zürcher Staatsanwaltschaft.

Staatsanwaltschaft in Arizona eröffnet Verfahren gegen Krypto-Investmentfonds

Wie bereits erwähnt, waren derweil auch die Behörden auf der anderen Seite des Atlantiks nicht untätig. Laut einer Pressemeldung vom 5. Februar verhafteten Ermittler aus dem US-Bundesstaat Arizona bereits am 30. Januar zwei Männer. Ähnlich wie im Schweizer Fall lautet auch hier die Anklage auf krypto-basierten Anlagenbetrug und Geldwäsche.

Die 27- und 28-jährigen Angeklagten betrieben gemeinsam einen Krypto-Investmentfonds. Nach Meinung der Staatsanwaltschaft in Arizona, könnte es sich bei diesem jedoch um einen Schwindel handeln. Zur Klärung bitten die Behörden etwaige Investoren um eine Kontaktaufnahme.


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