DTPK und Zollgebühren: Russische Behörden ermitteln gegen Bitcoin Miner

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DTPK und Zollgebühren: Russische Behörden ermitteln gegen Bitcoin Miner

Ein Unternehmen namens Far-East Trading and Industrial Company, kurz DTPK, vermied es offenbar über Monate, Zollgebühren in Millionenhöhe für die Einfuhr von Mining-Ausrüstung nach Russland zu zahlen. Russische Zollbeamte verfolgen nun aktiv die Einfuhr von Bitmains Mining-Equipment. Grund ist vermutlich die vermeintliche Unterschlagung von Zollgebühren beim Import der Produkte. Der Schaden beläuft sich auf bis zu 1,2 Millionen US-Dollar. Er wirft aber auch wichtige Fragen nach unautorisiertem Mining-Equipment auf.

Die Far-East Trading and Industrial Company, kurz DTPK, muss sich wegen des Verdachts auf Unterschlagung von Zollgebühren verantworten. Recherchen der Krypto-Newsseite Coindesk vom 31. Juli zufolge hat das Unternehmen möglicherweise die Zahlung von etwa 1,2 Millionen US-Dollar Zollgebühren bei der Einfuhr in die Russische Föderation versäumt. Die Meldung von Coindesk basiert indes auf einem Durchsuchungsbefehl, der auf den 17. Juli 2019 datiert ist.

Die Zahlungen betreffen dem Report zufolge vor allem Mining-Ausrüstung. So sind demnach etwa 6.012 Bitmain-produzierte ASIC-Miner zwischen August 2017 und Februar 2018 importiert worden. Auf diese hat DTPK offenbar keine Zollgebühren an den russischen Staat gezahlt.

DTPK legte gefälschte Dokumente vor

Überdies soll die in Moskau ansässige Firma den Behörden gefälschte Dokumente vorgelegt haben. Auf diesen waren anscheinend inkorrekte Preise für das Equipment aufgeführt. Unter den fälschlich dokumentierten Geräten befand sich auch Bitmains Antminer S9-13.5. Produkte wie das Model L3+ und D3 waren ebenfalls dabei, genauso wie Energieversorgungselemente.

Hinsichtlich der Frage, woher die Mining-Geräte kamen, nannte DTPK eine koreanische Firma namens MSR Co., die wiederum in Zusammenhang mit einem Unternehmen aus Hongkong steht, das den Namen Manli trägt. MSR hat den untersuchten Dokumenten zufolge allerdings angegeben, seit 2012 keine vertraglichen Beziehungen zu DTPK zu unterhalten. Für eine Stellungnahme waren Verantwortliche des Unternehmens bislang nicht zu sprechen.

Woher kommt das Equipment?


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Auf der Suche nach den Ursprüngen von DTPKs Mining-Equipment durchsuchten Zollbeamte bereits zahlreiche Räume von aktiven Mitgliedern der russischen Krypto-Szene. Auch Akteure, die nicht mit DTPKs Handlungen in Verbindung stehen, mussten ihre ASICs abgeben. So beschlagnahmten die Autoritäten beispielsweise 2.500 ASICs der Firma Intelion Mining, wie dessen Gründer Alexander Shashkov CoinDesk mitteilte. Deren Besitzer konnten nämlich nicht glaubhaft die rechtmäßige Authentifizierung der Geräte nachweisen.

Insgesamt vermuten Experten, dass die meiste Mining-Hardware aus Russland, die aus China kommt, keine ausreichende Dokumentation hat. Krypto-Entrepreneure und -Entwickler äußern indes das Bedürfnis, dieses „graue Mining“ durch schärfere Kontrollen zu unterbinden.

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