DTPK und Zollgebühren: Russische Behörden ermitteln gegen Bitcoin Miner

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

Quelle: Shutterstock

Teilen
BTC36,302.00 $ 0.44%

Ein Unternehmen namens Far-East Trading and Industrial Company, kurz DTPK, vermied es offenbar über Monate, Zollgebühren in Millionenhöhe für die Einfuhr von Mining-Ausrüstung nach Russland zu zahlen. Russische Zollbeamte verfolgen nun aktiv die Einfuhr von Bitmains Mining-Equipment. Grund ist vermutlich die vermeintliche Unterschlagung von Zollgebühren beim Import der Produkte. Der Schaden beläuft sich auf bis zu 1,2 Millionen US-Dollar. Er wirft aber auch wichtige Fragen nach unautorisiertem Mining-Equipment auf.

Die Far-East Trading and Industrial Company, kurz DTPK, muss sich wegen des Verdachts auf Unterschlagung von Zollgebühren verantworten. Recherchen der Krypto-Newsseite Coindesk vom 31. Juli zufolge hat das Unternehmen möglicherweise die Zahlung von etwa 1,2 Millionen US-Dollar Zollgebühren bei der Einfuhr in die Russische Föderation versäumt. Die Meldung von Coindesk basiert indes auf einem Durchsuchungsbefehl, der auf den 17. Juli 2019 datiert ist.


Die Zahlungen betreffen dem Report zufolge vor allem Mining-Ausrüstung. So sind demnach etwa 6.012 Bitmain-produzierte ASIC-Miner zwischen August 2017 und Februar 2018 importiert worden. Auf diese hat DTPK offenbar keine Zollgebühren an den russischen Staat gezahlt.

DTPK legte gefälschte Dokumente vor

Überdies soll die in Moskau ansässige Firma den Behörden gefälschte Dokumente vorgelegt haben. Auf diesen waren anscheinend inkorrekte Preise für das Equipment aufgeführt. Unter den fälschlich dokumentierten Geräten befand sich auch Bitmains Antminer S9-13.5. Produkte wie das Model L3+ und D3 waren ebenfalls dabei, genauso wie Energieversorgungselemente.

Hinsichtlich der Frage, woher die Mining-Geräte kamen, nannte DTPK eine koreanische Firma namens MSR Co., die wiederum in Zusammenhang mit einem Unternehmen aus Hongkong steht, das den Namen Manli trägt. MSR hat den untersuchten Dokumenten zufolge allerdings angegeben, seit 2012 keine vertraglichen Beziehungen zu DTPK zu unterhalten. Für eine Stellungnahme waren Verantwortliche des Unternehmens bislang nicht zu sprechen.

Anzeige

Bitcoin, Aktien und Co unschlagbar günstig handeln - Made in Germany

Top 5 Kryptowährungen | 7.300 Aktien | 1.000 ETFs | 0 € Orderentgelt

Als erster deutscher Anbieter bietet justTRADE eine All-in-One Lösung für den Handel mit Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Ripple, …) Aktien, ETFs und Zertifikaten. Website und App sind intuitiv gestaltet, bieten viele nützliche Features und sind sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Trader geeignet. Das Beste: es fallen keinerlei Transaktionskosten oder Netzwerk-Gebühren an.

Mehr erfahren >>


Woher kommt das Equipment?

Auf der Suche nach den Ursprüngen von DTPKs Mining-Equipment durchsuchten Zollbeamte bereits zahlreiche Räume von aktiven Mitgliedern der russischen Krypto-Szene. Auch Akteure, die nicht mit DTPKs Handlungen in Verbindung stehen, mussten ihre ASICs abgeben. So beschlagnahmten die Autoritäten beispielsweise 2.500 ASICs der Firma Intelion Mining, wie dessen Gründer Alexander Shashkov CoinDesk mitteilte. Deren Besitzer konnten nämlich nicht glaubhaft die rechtmäßige Authentifizierung der Geräte nachweisen.

Insgesamt vermuten Experten, dass die meiste Mining-Hardware aus Russland, die aus China kommt, keine ausreichende Dokumentation hat. Krypto-Entrepreneure und -Entwickler äußern indes das Bedürfnis, dieses „graue Mining“ durch schärfere Kontrollen zu unterbinden.


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

1. Ausgabe kostenlos testen

Das Bitcoin & Blockchain Magazin

1. Ausgabe kostenlos testen

Das Bitcoin & Blockchain Magazin

Das führende Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 60 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert

Kostenlose Ausgabe testen oder gratis Prämie sichern

BTC-ACADEMY