Donald Trump wird Kryptowährungen kaufen – Das Meinungs-ECHO

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Donald Trump wird Kryptowährungen kaufen – Das Meinungs-ECHO

Diese Woche in der Meinungs-ECHO-Kammer: Ein bullisher Changpeng Zhao, anhaltender Shitstorm um Justin Sun und ein angefressener Ex-Kollege von Craig Wright.

Wird Trump im Ruhestand zum Bitcoin-Fan?

Der US-Präsident Donald Trump sorgte mit Bitcoin-kritischen Tweets für heftige Reaktionen im Krypto-Space. Relativ schnell hat sich dabei ein Konsens herausgebildet, dass er damit Bitcoin einen Ritterschlag erteilt. Changpeng Zhao geht indes noch weiter: Der Chef der Bitcoin-Börse Binance hat auf einer Veranstaltung in London prophezeit, dass auch Trump sich langfristig nicht dem Bann der Kryptowährung entziehen kann – und erklärt „Nr. 45“ kurzerhand zum Hodler in spe:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Trump, nachdem er in den Ruhestand getreten ist, in Krypto einsteigen wird. Im Moment […] befindet er sich in einer Position, in der er Krypto nicht über den US-Dollar heben sollte,

so Zhang am 2. August auf einem von Binance veranstalteten Meetup in London. Wenn da mal nicht der Wunsch Vater der Prognose war. Denn wie sagt man im angelsächsischen Raum so schön: „You can’t teach an old dog new tricks“.

Justin Sun für Ethereum-Post im Kreuzfeuer

Auch der Tron-Gründer und Haupt-Marketingorgan Justin Sun hatte das Vorhaben, Hans beizubringen, was Hänschen nicht gelernt hat. Die Rede ist freilich von dem Charity Lunch mit Warren Buffett, das sich der Tron-Chef für teueres Geld (will sagen: eine äußert großzügige Spende) ersteigert hat. Ob dieses überhaupt stattfinden wird, ist nach einer kurzfristigen Absage Suns fraglich. Auf einen plötzlichen Fall von Nierensteinen folgte ein nicht minder plötzlicher Anfall von Demut: Sun entschuldigte sich für das „Hyper-Marketing“, mit dem er auch das Buffett-Lunch beworben hat.

Wer den Twitter-Account des Jungunternehmers verfolgt, wird indes feststellen, dass sich die Reue bislang noch nicht wirklich in einer Verhaltensänderung niedergeschlagen hat. Ein Tweet stieß der Krypto-Gemeinde dabei besonders sauer auf. So machte Sun auf den Umstand aufmerksam, dass sein Geburtstag mit dem von Ethereum, dem Hauptkonkurrenten von Tron, zusammenfällt – und forderte Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin auf, ihm gefälligst zu gratulieren:

Krypto-Twitter reagierte auf seine Art: mit Hohn, Spott und (im Fall von TRX und BTT Inhabern:) FUD:

Die Wahrheit ist, dass du nur an dich selbst und [nicht an] den Schaden denkst, den du durch Lügen verursachst. […] Kümmere dich um das Projekt,

heißt es da etwa, oder:

Warum so verzweifelt, Mann? Ich glaube nicht, dass jemand gefragt hat, wann dein Geburtstag ist & es ist niemandem wirklich wichtig.

Der Kater, er lässt das Mausen einfach nicht. Immerhin: Zwischen den Pöbeleien lassen sich auch Glückwünsche finden. Vitalik Buterin gehört freilich nicht zu den Gratulanten.

Ist Craig Wright lediglich eine Marionette von Calvin Ayre?

Auch der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright musste sich vergangene Woche einiges anhören. Ein Ex-Angestellter von nChain – dem Unternehmen, bei dem Wright als Chief Scientist tätig sein soll, sieht in Wright lediglich eine Marionette des Glücksspiel-Unternehmers Calvin Ayre. Demnach sei es Ayre, der bei nChain und der Bitcoin-Cash-Fork Bitcoin Satoshi Vision die Fäden in der Hand hält. Wright habe weder Anteile an nChain noch an Coingeek, einem von Ayre aufgekauften BSV-Propagandaorgan. Mehr noch, Wright habe durch sein Gebaren im Zuge des Hash Wars weite Teile der Bitcoin-(Cash)-Community verärgert, sagt der Ex-nChain-Mitarbeiter gegenüber dem Krypto-Blog Cryptoslate – und schreckt dabei selbst vor einem Nazi-Vergleich nicht zurück:

[Craig Wright hat] einige sehr extreme Behauptungen gemacht, die die BCH-Gemeinschaft nicht akzeptieren konnte, und dann einige Community-Mitglieder durch extremistische Behauptungen angestachelt, genau wie die Nazis extreme Propaganda und Anstiftung [fabrizierten], um sich von der BCH zu trennen.

Bei aller Liebe: Craig Wright mag ein Großmaul und potenzieller Lügner sein, aber für einen Nazi-Vergleich hat er noch nicht genug angestellt. Ergänzt man indes einige Buchstaben, wird ein Schuh daraus. Um es im Google-Sprech zu sagen:

„Stattdessen suchen nach: Narzisst“.

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