Marktupdate Die Koffer sind gepackt: Wohin geht die Bitcoin-Reise?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

Koffer stehen gepackt

Quelle: Shutterstock

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Trotz einer turbulenten Handelswoche zeigen die Indikatoren weiter gen Norden. Übernehmen die Bullen wieder den Markt oder haben die Bären noch mehr Pfeile im Köcher?

Mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent in den letzten 24 Stunden löst sich der Bitcoin-Kurs (BTC) allmählich aus seiner Schockstarre. Konnte die Krypto-Leitwährung noch zu Monatsbeginn auf 12.000 US-Dollar aufschließen, ist sie bis gestern zeitweise unter 10.000 US-Dollar gerutscht. Auf Monatssicht knickt der Bitcoin-Kurs somit um über 13 Prozent ein.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart
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Der jüngste Kurssturz mag Neuinvestoren aufgeschreckt haben, doch alteingesessene Hodler wissen: Eine hohe Volatilität gehört zur Bitcoin-DNA. Auch wenn man sich durch ein Bitcoin-Investment rasche Gewinnzuwächse erhofft, braucht es vor allem zwei Dinge für langfristige Anlagestrategien: starke Nerven und Sitzfleich.

Wichtiger als kurzzeitige Trends, sind daher langfristige Marktentwicklungen. Und die Indikatoren stehen weiterhin mehr als günstig.

Kompassnadel zeigt auf Bullenmarkt

Laut des aktuellen Week-On-.Chain-Berichts von Glassnode bewegt sich Bitcoin immer noch im Bullenmarkt. Mit 60 Zählern bleibt der Global GNI (Glassnode Network Index) im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Der Wert setzt sich aus drei Kategorien zusammen: Netzwerkgesundheit, Liquidität und Anlegerstimmung.

Die Netzwerkgesundheit blieb bei 74 Punkten. Während der Index um einen Zähler in der Subkategorie Netzwerkaktivität einknickte, legte das Netzwerkwachstum um einen Punkt zu.

Die Liquidität stieg hingegen deutlich und legte um 14 Punkte auf einen Gesamtwert von 62 Punkten zu. Sowohl die Handelsliquidität an den Bitcoin-Börsen verzeichnete einen starken Anstieg durch den Ausverkauf als auch die Transaktionsliquidität. Einzig die Anlegerstimmung ist in der Woche deutlich eingebrochen und fiel von 52 Punkten in der Vorwoche auf aktuell 27 Punkte.

Somit rangiert der Glassnode Kompass für den Bitcoin-Kurs die 15. Woche in Folge im bullishen Regime 1.

Quelle Glassnode

Der Kurssturz lässt Bitcoin jedoch leicht in Richtung Übergangsregime 3 abrutschen, einer Zone, die durch starke Fundamentaldaten im Netzwerk aber negative Kursentwicklungen gekennzeichnet ist. Weitere Verwerfungen in den kommenden Woche könnten den Kompass somit zum ersten Mal seit knapp 4 Monaten aus der grünen „Bullen-Zone“ manövrieren.

Bitcoin-Kurs und die Aktienmärkte

Laut Glassnode ist die Korrelation zu den traditionellen Finanzmärkten ein Faktor, der einen möglichen Abwärtstrend begünstigt:

Während es als Vermögenswert reift hat Bitcoin durchweg eine Korrelation mit den traditionellen Finanzmärkten gezeigt, doch die Abwärtsentwicklung des S&P – und des Aktienmarktes im Allgemeinen – droht BTC und andere Krypto-Assets zu Fall zu bringen, da die Investoren das Risiko verringern und ihre Krypto-Beständen zur Liquiditätsbeschaffung abwerfen.

Seit Mai ist die Korellation mit dem marktbreiten US-Index S&P 500 auf einem konstant steigenden Niveau. Zeitgleich zum jüngsten Kursrutsch sind auch die Aktienmärkte eingeknickt. Allen voran der technologielastige Nasdaq, an dem sich die letzten Wochen über eine Tech-Rallye auf FAANG-Aktien gebildet hat, musste deutlich Federn lassen.

Bitcoin-Investoren sollten daher in den kommenden Wochen ein Auge auf die Aktienmärkte haben und ihre Strategien ergänzend zu den Netzwerk-Fundamentaldaten an den Dynamiken der traditionellen Finanzmärkte ausrichten.

Kassenschlager Bitcoin Derivate

Trotz der jüngsten Aberkaufswelle hat der Bitcoin-Kurs seit dem Marktcrash Mitte März eine insgesamt starke Performance hingelegt. Im August konnte die Kryptowährung Nr. 1 schließlich nach über einem Jahr wieder bis auf 12.000 US-Dollar aufholen. Dass Anleger ihre Gewinne abgeführt haben, wundert daher nicht.

Einen nicht geringen Anteil an der Erfolgswelle hatte der Derivatehandel. Wie der aktuellen Exchange Review von Cryptocompare zu entnehmen ist, stieg das Derivatevolumen im August um 53,6 Prozent auf knapp 717,7 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber ist das Gesamtvolumen am Spot- bzw. Kassamarkt um 49,6 Prozent auf 944,9 Milliarden US-Dollar gestiegen. Derivate machen demnach etwas mehr als 40 Prozent des Gesamtmarktanteils aus.

Vor allem die Schwergewichte unter den Bitcoin-Börsen verzeichneten zuletzt einen sprunghaften Anstieg des Handelsvolumens mit Bitcoin-Derivaten. Den größten Anteil übernimmt Huobi mit einem Handelsvolumen von 208,5 Milliarden US-Dollar und einem Anstieg von über 44 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Danach folgen mit 190,8 Milliarden US-Dollar und einem Steigerung von 69,1 Prozent OKEx und Binance mit einem Zuwachs von 74 Prozent und einem Gesamtvolumen von 184,6 Mrd. US-Dollar. Bei BitMEX wurden im August Derivate für 72,5 Mrd. US-Dollar gehandelt, ein Plus von 43,6 Prozent.

Nach einer Dürrephase zwischen Juni und Juli blieb die Handelsaktivität im August auf einem hohen Niveau. Auf die vier wichtigsten Börsen Huobi, OKEx, Binance und BitMEX entfielen demnach 90 Prozent des Gesamtvolumens.

Die Handelsaktivitäten beim Derivatehandel stehen in Wechselwirkung zur Entwicklung des Bitcoin-Kurs. Rund um den Martcrash Mitte März stieg das Derivate-Handelsvolumen stark an, flachte zunächst ab und erlebte einen weiteren Boom im Mai, rund um den Halving-Termin. Die geringe Volatilität des Bitcoin-Kurs im Juni und Juli hat den Markt erneut abflachen lassen, bevor die starke Performance im August die Termingeschäfte wieder wachgerüttelt hat.

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