Stable Coin Deloitte-Bericht zeigt ein halbes Dutzend Herausfordeungen für Libra auf

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Deloitte-Bericht zeigt Herausfordeungen für Libra auf

Quelle: Shutterstock

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Facebooks Libra-Projekt schlägt weiterhin hohe Wellen. Nachdem der Coin schon das Licht der Finanzwelt hätte erblicken wollen, haben Regulierungsbehörden dies zu verhindern gewusst. Wie es um die Chancen des scheinbar in Scherben liegenden Projekts bestellt ist, diskutiert ein aktueller Bericht von Deloitte.

Das Libra-Projekt hat für viel Wirbel gesorgt. Ganze Zentralbanken sind aufgeschreckt bei dem Gedanken, dass ein globales Zahlungsnetzwerk eines privaten Unternehmens das ganze Währungssystem in Frage stellt. Deloitte, eines der vier großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen weltweit, hat am 22. Januar einen Bericht zum Status Quo des Projekts veröffentlicht. Darin werden Möglichkeiten und Chancen ebenso wie Probleme und Risiken verhandelt. 

Eine Brücke zwischen alter und neuer Welt

Projekt Libra hat einen Nerv getroffen. Libra ist herangetreten mit dem Versprechen, ein globales Zahlungsnetzwerk aufzubauen, dass dem verkrusteten Zahlungssystem ins digitale Zeitalter verhilft. Darin liegt auch nach wie vor die große Chance des Libra-Projekts, denn

Trotz aller Fortschritte, scheint die bestehende Finanzinfrastruktur ein Hindernis in einem immer schneller werdenden globalen Ökosystem zu bleiben, in dem Informationen schneller reisen, die Arbeit zunehmend virtuell ist und geographische Grenzen verschwinden.

So ein Auszug aus dem Bericht. Doch das Projekt scheint trotzdem zu implodieren, da das Herzstück von Libra, die Libra Association, sich zusehends auflöst. Die Seilschaft der Association hat in Vergangenheit die Abgänge prominenter Teilnehmer wie Visa, Paypal, Mastercard, ebay und jüngst Vodafone verkraften müssen und steht aktuell auf wackligen Beinen. Um von dem Projekt zu retten, was zu retten ist, müsse sich die Association daher zunächst gestärkt formieren:

Die Libra-Association sollte mit kohärenter und dringender Entschlossenheit handeln, um dringende Probleme zu lösen, um die derzeitige Mitgliedschaft aufrechtzuerhalten und sie in Zukunft zu erweitern.

Ein regulatorisches Wespennest


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Laut Deloitte besteht aber die größte Herausforderung für das Projekt darin, regulatorische Hürden zu beseitigen. Offene Fragen stellen sich insbesondere im Bereich Regulierung, Kriminalität, Gebühren, Verbraucherschutz und technologischer Umsetzung:

Wenn das Libra-Projekt das volle Ausmaß dessen erreichen soll, was seine Gründer sich erhoffen, dann könnte es einen potenziell transformierenden Einfluss auf das Bankwesen und die Ausgaben haben. All diese regulatorischen Risiken werden durch den globalen Charakter des Libra-Netzwerks und die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen im Allgemeinen noch verschärft,

heißt es in dem Bericht. Libra sei in ein regulatorisches Vakuum gestoßen und müsse Antworten auf sich aufdrängende Fragen zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beantworten:

Ein Mangel an standardisierten Richtlinien oder Durchsetzungsmöglichkeiten seitens der Libra Association zu AML/KYC oder anderen Vorschriften kann die Herausforderung nur noch verstärken.

Facebooks Achillesferse: Verbraucherschutz

Zudem muss sich die Association dem unliebsamen Thema des Verbraucherschutzes widmen, das insbesondere bei Mutterkonzern Facebook stiefmütterlich behandelt wird:

Damit das Libra-Projekt erfolgreich sein kann, müsste es die Akzeptanz der Verbraucher gewinnen und halten. Jegliche Risiken, die diese Verbraucherakzeptanz untergraben, können die langfristige Rentabilität des digitalen Libra-Projekts untergraben.

Eine weiteres Problem besteht in der unterschiedlichen Gesetzgebung des Steuerrechts der einzelnen Länder:

Ein Aspekt der regulatorischen Unsicherheit dreht sich um die Steuerpolitik. Insbesondere die Unsicherheit bezüglich der steuerlichen Auswirkungen auf die Endnutzer ist aufgrund der geographischen Lage und der Anwendungsfälle sehr unterschiedlich.

Die Libra Association steht sich zudem selbst im Wege. Da sich das Netzwerk aus Teilnehmern zusammensetzt, die verschiedene Interessen verfolgen, „können sie niemals wirklich als eine zentrale, von der Regierung kontrollierte Währungsbehörde fungieren“.

Abschließend hat der Deloitte-Bericht noch Sicherheitslücken in der technologischen Infrastruktur bemängelt. Fasst man die Ergebnisse schlussendlich zusammen, ergibt sich ein ganzer Korb an Herausforderungen für Libra. Obwohl die Association den Start des Libra-Coins ursprünglich für Anfang dieses Jahres datiert hat, „ist die Libra-Idee immer noch mehr abstrakt als greifbar“.



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