Das Meinungs-ECHO: „Bitcoin ist freies Geld“ – Edward Snowden über Hartgeld auf der Bitcoin 2019 Conference

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Quelle: Shutterstock

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Das Meinungs-ECHO in dieser Woche mit Bitcoin-Fokus: Edward Snowden outet sich als Bitcoiner, Max Keiser sieht Gold im Schlepptau der Kryptowährung Nr. 1 und Andreas Antonopoulos räumt auf mit dem FUD rund um die „Terrorwährung Bitcoin“.

Snowden hält flammendes Plädoyer für Privatheit

Einer der Headliner auf der Bitcoin 2019 Conference war niemand Geringeres als Edward Snowden. Der berühmte Whistleblower, der mittlerweile im russischen Exil lebt, war per Video zugeschaltet. Sein Aufruf für mehr Privatheit, auch in finanziellen Angelegenheiten, kann man als flammendes Plädoyer für Bitcoin verstehen.


Wir haben die besten Zitate des Ex-CIA-Mitarbeiters zusammengefasst.

Bitcoin ist freies Geld.

In Analogie zur Meinungsfreiheit ermöglicht Bitcoin den Eintritt in ein unabhängiges und vor allem genehmigungsloses Geldsystem. Bitcoin funktioniert peer-to-peer, keine zentrale Instanz, etwa eine Regierung, kann Transaktionen unterbinden. Für Snowden ist das der Bitcoin Use Case Nr. 1, denn Freiheit, so der 36-Jährige, sei „Freiheit von Zustimmung.“

Über die letzten zehn Jahre haben technologische Neuerungen die Überwachung von Menschen großflächig möglich gemacht […]. Mittlerweile ist der Status quo nicht mehr Privatheit, sondern Überwachung. Wer Anonymität will, muss Vorkehrungen treffen.

Gerade technologische Entwicklungen wie Smartphones und das Internet machen eine großflächige Überwachung durch Behörden erst möglich. Wer Privatheit will, muss sich selbst darum kümmern.  Denn anders als noch vor 20 Jahren sei Privatheit nicht mehr Status quo, so Snowden.

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Es spielt keine Rolle, ob du nichts zu verbergen hast. Denn bei Privatheit geht es nicht ums Verbergen. Bei Privatheit geht es um Schutz. Es geht darum, eine freie und offene Gesellschaft zu schützen. Es geht darum, das Recht zu schützen, frei, unabhängig, anders und individuell zu sein.

„Natürlich“, fährt Snowden fort, „gibt es auch Kriminelle, die Bitcoin nutzen. Es gibt allerdings eine große Menge mehr Krimineller, die den US-Dollar nutzen.“

Die gesamte Aufzeichnung von Edward Snowdens Beitrag auf der Bitcoin 2019 Conference findet ihr im Video.

Max Keiser: Niedrigzinspolitik pusht Bitcoin und Hartgeld

In Bezug auf einen Tweet von Welt-Redakteur Holger Zschaepitz, kommentiert Max Keiser den Anstieg des Goldpreises im letzten Quartal.

Gold, so der bekennende Bitcoiner, folge dieser Tage auf den Spuren von BTC – nicht umgekehrt. Denn: „Bitcoin hat Hartgeld wieder attraktiv gemacht. Wenn es Bitcoin nicht geben würde, hätten wir aktuell keine Gold-Rallye.“

Antonopoulos entkräftet Terrorismusfinanzierungs-FUD

Bitcoin-Prediger Andreas Antonopoulos war in dieser Woche Gast bei London RealDie Show lädt seit 2011 regelmäßig inspirierende Gäste mit ungewöhnlichen Ideen und einzigartigen Perspektiven auf die Welt ein. Wer wäre für einen thematischen Fokus besser geeignet als Bitcoin-Urgestein und -Autor Andreas Antonopoulos?

Neben Zensur im internationalen Finanzsystem, Bitcoin als Blase, der griechischen Finanzkrise kamen auch die Gefahren einer sogenannten Cashless Society zur Sprache – und wie BTC diese abmildern kann. Auf die Frage hin, ob BTC nicht zur Terrorismusfinanzierung geeignet sei, antwortete Antonopoulos in gewohnt rhetorischer Manier:

Wer finanziert denn Terrorismus im großen Stil? Regierungen! Indem sie Waffen an Regime wie Saudi-Arabien liefern, sorgen sie für mehr Terrorismusfinanzierung, als es Bitcoin je könnte.

Antonopoulos weiter:

„Den Menschen wurde die Freiheit der Transaktion und die Fähigkeit gegeben, ihr eigenes Geld zu kontrollieren, so hat die Welt seit Jahrtausenden funktioniert. Das hat nicht zu einer enormen Zunahme des Terrorismus geführt. Was Terrorismus wirklich fördert, ist die asymmetrische Kriegsführung von Nationalstaaten.“

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