Curv: Sichere Krypto-Verwahrmethoden ohne Private Key

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Das New Yorker Start-up Curv sammelte in einer kürzlich abgeschlossenen Kapitalrunde 6,5 Millionen US-Dollar ein. Mit dem Funding will das FinTech seine Forschung zu sogenannten Multi-Party Computation Protocols vorantreiben. Diese Technologie könnte Private Keys als Single Point of Failure entschärfen und so für sichere Verwahrmethoden für institutionelle Investoren sorgen.

Sollten sich die Trends hin zu einer Institutionalisierung des Krypto-Marktes fortsetzen, braucht es sichere Verwahrmethoden für digitale Vermögenswerte. Schließlich ist die mathematische Sicherheit von Kryptowährungen einerseits ihr großes Wertversprechen, andererseits erfordert die Verwaltung des Private Keys eine gewisse Verantwortung. Es gilt der Merksatz: Not your key, not your coins, zu Deutsch: Wer den Private Key nicht kontrolliert, besitzt seine Coins nicht im engeren Sinne.

Wer es mit dem Bitcoin-Narrativ des unkonfiszierbaren Geldes wirklich ernst meint, der muss seine privaten Schlüssel selbst verwalten.

Dies, man ahnt es, trifft allerdings nicht auf die Mehrheitsgesellschaft zu. Das eigene Vermögen in die vermeintlich sicheren Hände von Dienstleistern wie Banken zu geben, erscheint bequem. Das sich daraus ergebende Spannungsfeld zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit ließ sich in der Vergangenheit bisher nicht recht lösen. Die Verwaltung des Private Keys ist nach wie vor der Single Point of Failure.


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Doch es scheint sich eine Lösung am Horizont aufzutun: Das New Yorker Start-up Curv arbeitet einer Pressemitteilung zufolge an der Entwicklung eines sogenannten Multi-Party Computational Protocol, kurz MPC. Dahinter verbirgt sich eine Technologie, die kryptographische Transaktionen autorisieren kann, ohne dass die Private Keys zum Einsatz kommen. Die Curv Wallet soll demnach Cloud-basiert – und allen Bedenken zum Trotz – sicher sein. Wer mehr über MPC erfahren möchte, kann hier (Achtung: englisch) einsteigen.

Funding-Runde spült 6,5 Millionen US-Dollar in die Kasse

Die Forschung an der neuen Verwahrmethode ermöglicht eine kürzlich abgeschlossene Kapitalrunde. Dabei konnte das US-FinTech 6,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Das eingesammelte Funding möchte Curv sodann in den Ausbau ihrer Custodial Wallet, also einer Krypto-Brieftasche, die in erster Linie institutionelle Kunden wie Banken im Blick hat, investieren.

„Curv löst den ewigen Kompromiss zwischen Sicherheit und Verfügbarkeit [von Krypto-Assets]“, sagt Nadav Zafrir, Mitbegründer und CEO von Team8, einer der Investoren in Curv. „Unternehmen müssen nicht mehr physische Sicherheit gewährleisten, die nicht skaliert oder Hot Wallets, die schwer zu integrieren und zu sichern, sind. Curv gibt ihnen eine einzige Lösung, die alles kann“, heißt es weiter.

Produkt noch nicht marktreif

Der Technologie steht die Reifeprüfung allerdings noch bevor. Bisher experimentieren Finanzunternehmen wie die Trading-Plattform eToro mit Curvs MPC-Lösung:

eToro ist davon überzeugt, dass in Zukunft alle Vermögenswerte tokenisiert sein werden. Im Zuge der Erweiterung unseres Portfolios an Digital Assets suchen wir die Kooperation mit Innovatoren wie Curv […],

heißt es seitens eToro-Produktchef Ronen Assia.

Sichere Verwahrmethoden für digitale Vermögensanlagen wie Kryptowährungen dürften in Zukunft immer wichtiger werden. Schließlich verkünden mehr und mehr Finanzinstitute ihren Einstieg in den Krypto-Markt. Berichte über Innovationen wie die von Curv dürften diesen Trend noch weiter beschleunigen.


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