CTFC-Vorsitzender Giancarlo: „Liegen bei Blockchain vier Jahre zurück“

CTFC-Vorsitzender Giancarlo: „Liegen bei Blockchain vier Jahre zurück“

Der Vorsitzende der US-Börsenaufsicht CTFC Christopher Giancarlo pocht weiter auf die Dringlichkeit, die Blockchain-Technologie für die Zwecke seiner Behörde zu erproben. Im Vergleich beispielsweise zur britischen Zentralbank sei man weit abgeschlagen. Dies unterstrich CTFC-Chef in dieser Woche im Rahmen einer Anhörung des US-Kongresses zur Modernisierung der Börsenaufsicht.

Während die Bank of England in dieser Woche vorprescht und ihr System zwischenbanklicher Zahlungen für Blockchain-Technologie und damit Fintech-Unternehmen zugänglich machen will, fühlt man sich auf der anderen Seite des Atlantiks weit abgeschlagen. Dies unterstrich Christopher Giancarlo, Chef der US-Börsenaufsicht CTFC, in dieser Woche.

Im Zuge einer Kongressanhörung zur zukünftigen Agenda der Behörde pochte er auf mehr Möglichkeiten, die Blockchain-Technologie zu erproben und einzusetzen.

„Wir fallen zurück. Noch vor zwei Tagen hat die Bank of England angekündigt, ein neues blockchainfreundliches Bank-to-Bank-Zahlungssystem einzurichten. Für all dies Blockchain-Betatests, an denen wir nicht teilnehmen konnten, hatten sie die letzten vier Jahre Zeit. Deshalb denke ich, dass wir vier Jahre zurückliegen“,

so der 59-Jährige.

„Denn auch wir müssen es [die Technologie] testen […], wir müssen proben, wie sie uns in unserer Tätigkeit als Steuerungsbehörde helfen kann.“

Dabei betonte er, die CTFC brauche gesetzlich wasserdichte und gleichzeitig schnelle Prozesse für den Austausch von Daten mit Fintech-Unternehmen.

Dies vereinfachen soll der im Juni vom US-Kongress auf den Weg gebrachte CFTC Research and Development Modernization Act. Das Gesetz soll seiner Behörde mehr Freiheiten verschaffen und damit den Weg in die Zukunft ebnen, indem es der Börsenaufsicht unter anderem erlaubt, sich ohne direkte Bezahlung an Fintech-Projekten zu beteiligen.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Nach Ansicht von CTFC-Chef Giancarlo sei dieser Schritt dringend notwendig, denn geltende gesetzliche Hürden hätten bislang verhindert, dass sich die Behörde an Blockchain-Piloten beteiligte oder Start-up-Unternehmen für die Informationsgewinnung beschäftigte.

Giancarlo: Blockchain ist Amerikas „nationales Interesse“

Abseits seiner Forderungen nach mehr Engagement im Bereich Blockchain, kündigte Giancarlo höhere Ausgaben für die Überwachung im Bereich Kryptowährungen an. Hier gelte es vor allem, Cyberkriminellen entschieden das Handwerk zu legen.

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) mit Sitz in Washington beaufsichtigt die Future- und Optionsmärkte in den USA. Kryptowährungen und deren Derivate bewertet die Behörde als Handelsware, also als sogenannte Commodities und beansprucht somit deren Aufsicht.

Während der CTFC-Chef Kryptowährungen mit Skepsis beäugt, gilt er als lauter Advokat der Blockchain-Technologie. Im Rahmen einer Senatsanhörung zur möglichen Regulierung von Kryptowährungen im vergangenen Februar zeigte sich Giancarlo überzeugt von den Potentialen der Blockchain für den öffentlichen Dienst. Vergangenen September wiederum hatte er gegenüber Regierungsbeamten von den Möglichkeiten von Distributed-Ledger-Technologien für Finanzsysteme geschwärmt. Sich der Technologie zu widmen, sei im „nationalen Interesse“ der USA.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.

Blockchain Voting: US-Landkreise setzen auf dApp
Blockchain Voting: US-Landkreise setzen auf dApp
Blockchain

Zwei weitere US-Landkreise bieten auswärtigen Wählerinnen und Wählern die Abstimmung per App an. Die Plattform mit dem Namen Voatz basiert auf der Blockchain und findet in nunmehr fünf US-amerikanischen Landkreisen und Städten Verwendung.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

Angesagt

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.

China, Nike und die NBA: Sneaker Token im politischen Eklat
Politik

Nike Sneaker, Token und ein Tweet. Der schwelende Konflikt zwischen der NBA und der chinesischen Regierung hat auch in der Krypto-Sphäre seine Spuren hinterlassen.

USA und Kanada erwägen digitales Zentralbankengeld
Politik

Die Zentralbanken Kanadas und der USA planen die Einführung eigener digitaler Währungen. Sie reagieren damit auf ein wachsendes Interesse an digitalen Währungen und wollen den Aufsprung bei dieser Entwicklung nicht verpassen. Dabei verfolgen beide Nationen unterschiedliche Interessen.

Ripple arbeitet an Software für Ledger und Trezor
Kommentar

Das kalifornische Unternehmen Ripple hat über sinen Investmentarm Xpring erneut in Towo Labs investiert. Das schwedische Unternehmen soll eine robuste und praktikable Software schreiben.