Bank of England plant Einsatz der Blockchain in Zahlungssystem

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: Bank of England with motion blur of passing double decker red bus London, England. via Shutterstock

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Die Bank of England (BoE) plant ihr Zahlungssystem dahingehend zu überarbeiten, dass sich Fintech-Firmen mittels Blockchain-Technologie mit ihm verbinden können. Damit soll die Blockchain in Großbritannien einen Entwicklungsschub erfahren und Innovationen im Fintech-Bereich vorantreiben.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tobias Schmidt

Nachdem die Bank of England (BoE) noch vor zwei Jahren eine eigene Kryptowährung ins Auge gefasst hatte, ist sie Anfang dieses Jahres von diesem Vorhaben wieder abgekommen. Zu hoch wäre das Risiko einer Destabilisierung des Finanzsystems. Nach wie vor forsche man aber in dem Bereich Kryptowährungen. Die Blockchain-Technologie hingegen scheint in der BoE bereits einen Anhänger gefunden zu haben. So will die englische Zentralbank die Technologie dazu nutzen, um Großbritannien als führendes Zentrum für Fintech-Innovationen zu erhalten.

Mehr Sicherheit dank Blockchain

Wie das Nachrichtenportal Reuters am 23. Juli berichtete, versuchen Berlin, Paris und andere EU-Städte im Zuge des Brexits Fintech-Unternehmen aus Großbritannien abzuwerben. Umso mehr scheint sich die britische Regierung daher um neue Innovationen im Fintech-Bereich zu bemühen.


So will sie bis 2020 ihr Echtzeit-Bruttoabrechnungssystem (RTGS) umgestalten. Dieses System wird für die britischen Banken- und Handelsgeschäfte in der Londoner City eingesetzt. Dabei wickelt es Transaktionen im Wert von rund 500 Milliarden Pfund ab. Das entspricht fast einem Drittel der jährlichen Wirtschaftsleistung Großbritanniens.

Die BoE kündigte bereits im März dieses Jahres einen Proof of Concept mit mehreren Firmen an, um zu prüfen, wie die Änderungen des RTGS konkret aussehen müssen. So habe man auch diskutiert, wie man die Abwicklung von Transaktionen mit Kryptowährungen unterstützen könnte. Zunächst verspricht man sich viel von der Implementierung der Blockchain-Technologie.

Die Technologie soll dabei helfen die Ziele der Umgestaltung zu erreichen. Dazu gehören vor allem die Stärkung der Abwehr von Cyber-Angriffen und die Erhöhung der Reichweite des Systems. So sollen künftig mehr Unternehmen dieses Zahlungssystem nutzen können. Zudem will man größere Ausfälle wie zuletzt im Oktober 2014 verhindern können. Auch hat es sich der BoE-Gouverneur Mark Carney zum Ziel gesetzt, es kleineren Unternehmen zu erleichtern, das System direkt und nicht über große etablierte Banken zu nutzen. Auf diesem Wege will er den Wettbewerb und die Innovation ankurbeln. In erster Linie scheint der Einsatz der Blockchain-Technologie jedoch der Erhöhung der Sicherheit zu dienen. Der Ausfall von 2014 wäre damit nämlich zu verhindern gewesen.

BTC-ECHO


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