IPO Gerüchte Coinbase plant offenbar den Börsengang

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die US-amerikanische Bitcoin-Exchange Coinbase plant offenbar den Börsengang. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf interne Quellen.

Glaubt man den Coinbase Insidern, die gegenüber Reuters aus dem Nähkästchen geplaudert haben, dann könnte die US-amerikanische Bitcoin-Börse noch in diesem Jahr auf das Börsenparkett drängen.


Reuters beruft sich in dem Bericht auf die Aussagen von drei Personen, die mit den Vorbereitungen des Börsengangs von Coinbase vertraut seien. Danach habe die Krypto-Exchange ihr Vorhaben bislang zwar noch nicht an die US-Wertpapieraufsicht, die Securities and Exchange Commission (SEC) kommuniziert; man befände sich jedoch bereits in Gesprächen mit Investmentbanken und Anwaltskanzleien, um den Börsengang vorzubereiten. Wann genau Coinbase sein Börsen-Listing bei der SEC beantragen will, sei noch nicht abschließend geklärt. Es wird jedoch damit gerechnet, dass es Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres so weit sein könnte.

Ein weiteres Detail aus dem Nähkästchen der Bitcoin-Börse betrifft die Form des Börsengangs. Laut der Insider erwägt Coinbase, diesen nicht als klassisches IPO (Initial Public Offering) durchzuführen, sondern stattdessen ein sogenanntes direct Listing (auch: Direct Public Offering, DPO) vorzunehmen. Im Gegensatz zu einem IPO, bei dem neue Unternehmensanteile erschaffen und öffentlich angeboten werden, bietet ein Unternehmen bei einem DPO seine bereits bestehenden Anteile an.

Coinbase: Unternehmenswert auf 8 Milliarden US-Dollar geschätzt

Nach einer Investitionsrunde im Jahr 2018 schätzte Coinbase den eigenen Firmenwert auf acht Milliarden US-Dollar. Der Aufwertung war eine Finanzierung von 300 Millionen US-Dollar vorausgegangen. Das Geld wollte Coinbase nicht nur in die internationale Expansion stecken, sondern auch das Geschäft mit dem institutionellen Sektor ausbauen.

Mit Coinbase Custody hat die Bitcoin-Börse bereits seit längerem ein Angebot, dass sich vor allem an akkreditierte Investoren richtet. So bietet Coinbase Custody Lösungen für die Verwahrung von Kryptowährungen an, die für viele institutionelle Investoren eine Herausforderung darstellt.

Mittlerweile expandiert Coinbase mit seiner Kryptoverwahrlösung international – auch hierzulande. So hat die Krypto-Exchange erst Anfang Juli verkündet, als Custodian bei einem neuen börsengehandelten Bitcoin-Produkt zu fungieren.

Zudem gehört auch das Staking von Kryptowährungen zum Angebot von Coinbase Custody. Als letztere das Staking von Cardano (ADA) für Ende 2020 ankündigte, befeuerte das den ADA-Kurs erheblich.

Das lässt indes zweierlei Schlüsse zu: Die Reputation von Coinbase ist hoch und das gleiche gilt für die Nachfragenach Staking-Lösungen.

Beides sind nicht die schlechtesten Vorraussetzungen für einen Börsengang. Trotzdem – und das betonen auch die Insider gegenüber Reuters – gilt: In Stein gemeißelt ist noch nichts.

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