OTC-Geschäfte Coinbase krempelt mit Tesla und MicroStrategy den Bitcoin-Markt um

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

Coinbase-Logo hinter Bitcoin-Münze

Quelle: Shutterstock

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Für Großinvestoren stellt Coinbase das Einfallstor zum Krypto-Markt dar. Zum Kundenkreis der Bitcoin-Börse zählt nicht nur MicroStrategy. Auch Tesla soll vom OTC-Desk der Börse Gebrauch gemacht haben. Der Coinbase-Börsengang nimmt derweil Konturen an.

Große Bitcoin-Bestellungen institutioneller Investoren wollen einen Lieferanten finden. Als solcher hat sich die größte US-Krypto-Börse Coinbase positioniert. Neben MicroStrategy, das wie kein zweites Unternehmen für die Etablierung des Bitcoin-Standards steht, soll auch Tesla vom OTC-Desk der Börse Gebrauch gemacht haben. Das will das Krypto-Medium The Block aus internen Kreisen erfahren haben.

OTC-Handel wächst


Durch die massive Bitcoin-Allokation institutioneller Investoren nimmt der Over-the-counter-Handel (OTC) eine immer gewichtigere Stellung am Krypto-Markt ein. OTC-Geschäfte sind außerbörsliche Direktverkäufe, die zwischen Großlieferanten und -abnehmern koordiniert werden. Insbesondere Mining-Farmen, aber auch Hedgefonds und Zahlungsdienstleister nutzen OTC-Plattformen, um ihre Bestände an Käufer zu bringen.

Dabei vereinbaren die Handelspartner zuvor feste Konditionen – beim hochvolatilen Krypto-Markt ein entscheidendes Kriterium für Investoren. Da OTC-Geschäfte nicht über Börsen abgewickelt werden und somit auch nicht in den Orderbüchern registriert werden, haben sie auch keinen direkten Einfluss auf die Kursentwicklung. Die Annahme, dass Vermögensverwalter wie Grayscale oder Unternehmen wie MicroStrategy den Kurs durch große Zukäufe – zumindest auf direktem Wege – beeinflussen, ist daher falsch. Indirekt wirken sich OTC-Geschäft aber durchaus auf die Performance von Kryptowährungen aus, tragen sie schließlich zur Angebotsverknappung bei. Zudem haben entsprechende Pressemeldungen von Investoren à la MicroStrategy eine große Signalwirkung auf Kleinanleger.

Knotenpunkt: Coinbase

Der Schatten von OTC-Geschäften reicht daher weit. Zahlungsdienstleister Circle hat das über den außerbörslichen Direkthandel abgewickelte Handelsvolumen auf das Zwei- bis Dreifache gegenüber dem Börsenhandel geschätzt.

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Während es aufgrund der privaten Natur des OTC-Marktes keine offiziellen Zahlen gibt, deuten historische Daten darauf hin, dass der Krypto-OTC-Markt regelmäßig 2x bis 3x die Menge an Handelsvolumen sieht, die Krypto-Börsen täglich verarbeiten.

Für US-Kunden nimmt Coinbase dabei eine zentrale Stellung ein. In einem Blogeintrag gab die Börse bekannt, dass MicroStrategy seinen BTC-Kauf in Höhe von 425 Millionen US-Dollar über den an Coinbase Custody, ein Krypto-Verwahrservice für Institutionelle, angeschlossene OTC Desk abgewickelt hat. Dabei wurde eine große Order in viele kleine Teile gestückelt, die über mehrere Handelsplätze ausgeführt wurden.

Diese Art des intelligenten Order-Routings minimiert die Auswirkungen des Handels auf den Markt und hilft, die Gesamtgröße des Handels zu verschleiern. Durch den Einsatz unserer Technologie konnte das Handelsteam einen durchschnittlichen Ausführungspreis erzielen, der unter dem Preis lag, zu dem der Kauf begann.

Dadurch habe MicroStrategy rund 4,25 Millionen US-Dollar eingespart. Allein aus diesem Grund erklärt sich die Nachfrage nach OTC-Geschäften für Großinvestoren.

Auch Tesla soll sich über Coinbase mit Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar eingedeckt haben. Das berichtet The Block unter Berufung auf interne Quellen. Die Vermutung hatte zuvor bereits Ki Young Ju, CEO der On-chain-Datenplattform Cryptoquant, angestellt. Ki hatte den Tesla-Kauf mit Abflüssen aus den Coinbase Pro Wallets in Verbindung gebracht.

Coinbase IPO nimmt Gestalt an

Derweil konkretisieren sich bei Coinbase die Pläne eines Börsengangs. Wie BTC-ECHO berichtete, hat die Krypto-Börse einen IPO-Antrag bei der SEC bereits im Dezember eingereicht. Obwohl ein offizieller Termin noch nicht bekannt ist, deutet alles auf einen Börsengang mit Knall hin.

So berichtet Coindesk, dass die Unternehmensbewertung basierend auf dem Handel der privat gehaltenen Aktien des Unternehmens am Nasdaq Private Market bereits auf 77 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Der Stückpreis pro Aktie lag demnach am Sekundärmarkt zuletzt bei 303 US-Dollar bei einem geschätzten Ausgabevolumen von 254 Millionen. Dies bestätigten Händler gegenüber Coindesk, die Einblicke in das anonyme Orderbuch vor der öffentlichen Notierung haben.

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