Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern

Quelle: Shutterstock

China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern

Es ist nicht neu, dass die chinesische Regierung Kryptowährungen gegenüber skeptisch eingestellt ist. Meldungen aus dem Reich der Mitte sorgen regelmäßig für FUD (Fear Uncertainty and Doubt) im Kryptoversum. Doch bisher hat Bitcoin alle Schreckensmeldungen aus China überlebt. So wird es sich auch mit der neuesten Iteration von FUD aus chinesischer Manufaktur verhalten: dem angeblich geplanten Verbot von Bitcoin Mining. 

Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat am 8. April den Entwurf eines „Katalogs mit Leitlinien für die Anpassung der Industriestruktur“ veröffentlicht. Dieser enthält unter anderem eine Auflistung mit Wirtschaftssektoren, die „eliminiert“ werden sollen. So heißt es in der Bekanntmachung des Entwurfs, dass „Technologien, Geräte und Produkte, die […] Ressourcen ernsthaft verschwenden [und] die Umwelt verschmutzen“ beseitigt werden müssten.

Etwas konkreter wird es dann in der langen Liste mit aus chinesischer Sicht verbannungswürdigen Technologien:

Aktivitäten im Bereich „Mining“ von virtueller Währung (Produktionsprozess von virtueller Währung wie Bitcoin)

wird da in einer Reihe mit „Trockensteinaufbereitung (einschließlich Edelsteinaufbereitung) Technologien ohne Entstaubungsanlagen“ genannt. Soviel zur Bandbreite des Entwurfs, der insgesamt vor allem eine umweltfreundliche Agenda darstellt. Unternehmen und Bürgern steht nun die Möglichkeit offen, bis zum 7. Mai ihre Kommentare abzugeben.

Worst Case: Mehr Dezentralisierung


Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Vorerst ist also noch nichts spruchreif. Auch der Bitcoin-Kurs gibt sich gänzlich unbeeindruckt von den Nachrichten aus China. Und das zu Recht. Zwar ist China das Land, das momentan noch die meiste Rechenpower für das Bitcoin Mining auf sich vereint. Die meisten der Mining Pools befinden sich noch im Reich der Mitte, wie etwa ViaBTC, F2Pool und allen voran: AntPool. Dieser Umstand stößt schon seit geraumer Zeit auf Kritik im Krypto-Space, der sich vor allem über das Ideal der Dezentralität definiert. Sollte die chinesische Regierung tatsächlich ein Verbot von Bitcoin Mining durchsetzen, kann sie mit einem ähnlichen Exodus rechnen wie ihn auch die Bitcoin-Börsen vollzogen. Auf eine Anfrage von BTC-ECHO antwortete AntPool bislang nicht.

Miner sind nicht Bitcoin

Darüber hinaus spielen Miner im Bitcoin-Netzwerk zwar eine wichtige Rolle, aber eben nicht die Hauptrolle. Damit Bitcoin funktioniert, braucht es Full Nodes – je mehr, desto besser. Lediglich 3,3 Prozent von den derzeit 9.538 Nodes stehen in China. Dagegen befindet sich jede vierte Full Node in den USA. In Deutschland stehen derzeit rund 20 Prozent der Bitcoin Full Nodes – das macht die BRD zum Vizeweltmeister. Auch wenn sich die chinesische Volkskammer für ein Verbot von Bitcoin Mining entscheiden sollte, wird das Bitcoin-Netzwerk nach wie vor stark sein – und weiter wachsen. Wie immer lautet die Parole: Besonnenheit statt FUD.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence
Regulierung

Die Geschäftslizenz für Kryptowährungen – die BitLicence – wurde seit der Einführung 2015 nicht mehr von der New Yorker Finanzaufsicht überarbeitet. Das soll sich nun ändern. Insbesondere die Richtlinien für Listings werden aktualisiert.

Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen
Regulierung

Japan hat ein Geldwäsche-Problem. Abhilfe könnte JPMorgans Interbank Information Network schaffen, das Banken weltweit vernetzt und die Verfolgung von Geldwäscheaktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit Behörden erleichtert. Das Blockchain-Netzwerk soll daher ab kommendem Jahr von japanischen Banken genutzt werden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
Diese 5 Coins haben 2019 am besten performt
Kolumne

Altcoin Hodler aufgepasst! Trotz Bitcoins unangefochtener Dominanz in Sachen Marktkapitalisierung (zur Stunde sind es 67 Prozent) konnten Trader 2019 durch geschicktes Coin Picking Bitcoins Performance schlagen. Aufs Jahr gerechnet legte die Kryptowährung Nr. 1 zwar um sagenhafte 110 Prozent zu. Doch damit belegt BTC lediglich Platz vier in der Performance-Rangliste 2019.

Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
DGLD Token ab sofort verfügbar
Blockchain

Stable Coins stehen, wie auch ihr Name schon verrät, für Stabilität und Beständigkeit. Der neue DGLD Token bringt dieses Prinzip indessen auf die nächste Stufe. Schließlich ist er nicht an launenhaftes Papiergeld gebunden, sondern an ein Edelmetall.

Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
Green Bonds kommen auf die Blockchain
Invest

Am 12. Dezember lancierte ein schwedisches FinTech-Unternehmen mit deutscher Unterstützung die „Green Assets Wallet“. Die Plattform sammelt Daten, die für ökologisch nachhaltige Investitionen genutzt werden.

Bitcoin Mining, China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern
Fiat Chrysler tritt IBM geführtem Blockchain-Rohstoff-Netzwerk bei
Unternehmen

Der Nutzen der Blockchain endet nicht mit Bitcoin. Diese Binsenweisheit ist zumindest an der Industrie nicht vorbeigegangen, die schon seit Jahren an Nutzungsmöglichkeiten forscht. Hervorzuheben sind hierbei jene Verwendungsweisen, die neben der üblichen Effizienzsteigerung auch mit dem Versprechen von Gemeinnützigkeit aufwarten. So nutzen insbesondere Automobilhersteller vermehrt die Vorteile der Blockchain für die Nachverfolgung von Rohstofflieferketten. Damit wollen sie auch menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen entgegenwirken.

Angesagt

Bitcoin-Kurs gefangen im Abwärtstrend
Kursanalyse

Das Adam-und-Eva-Pattern konnte sich nicht wie erhofft auflösen, sodass die Einschätzung beim Bitcoin-Kurs ins Bearishe zurückfiel. Dennoch sind die Long-Positionen beim Wertepaar BTC/USD auf einem Allzeithoch. Immerhin ist das steigende Interesse der institutionellen Investoren ein Hoffnungsschimmer.

65 Prozent der Hash Rate steht in China – kein Grund zur Panik
Bitcoin

CoinShares verortet 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate in China – davon 54 Prozent alleine in der Provinz Sichuan. Wieso das kein Grund zur Sorge ist.

Warum der Zusammenschluss der deutschen Blockchain-Szene zur richtigen Zeit kommt
Kommentar

Teamplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges beziehungsweise einer Branche. Die Fähigkeit, sinnvolle Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie es die Blockchain-Branche in Deutschland mit Kooperationen hält und warum uns die Verbandsarbeit in Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und China sichern kann. Ein Kommentar.

„govdigital“ will den öffentlichen Sektor auf Blockchain stellen
Unternehmen

Über die neu gegründete Genossenschaft govdigital wollen IT-Dienstleister gemeinsam mit Vertretern aus der Politik die Blockchain-Technologie nutzen, um öffentliche IT-Infrastrukturen für Behörden zu entwickeln. Das Netzwerk könnte der Umsetzung blockchainbasierter Anwendungen im öffentlichen Sektor neue Impulse verleihen.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: