China und das Bitcoin-Mining-Verbot: FUD von gestern

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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China, Bitcoin
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Es ist nicht neu, dass die chinesische Regierung Kryptowährungen gegenüber skeptisch eingestellt ist. Meldungen aus dem Reich der Mitte sorgen regelmäßig für FUD (Fear Uncertainty and Doubt) im Kryptoversum. Doch bisher hat Bitcoin alle Schreckensmeldungen aus China überlebt. So wird es sich auch mit der neuesten Iteration von FUD aus chinesischer Manufaktur verhalten: dem angeblich geplanten Verbot von Bitcoin Mining. 

Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat am 8. April den Entwurf eines „Katalogs mit Leitlinien für die Anpassung der Industriestruktur“ veröffentlicht. Dieser enthält unter anderem eine Auflistung mit Wirtschaftssektoren, die „eliminiert“ werden sollen. So heißt es in der Bekanntmachung des Entwurfs, dass „Technologien, Geräte und Produkte, die […] Ressourcen ernsthaft verschwenden [und] die Umwelt verschmutzen“ beseitigt werden müssten.


Etwas konkreter wird es dann in der langen Liste mit aus chinesischer Sicht verbannungswürdigen Technologien:

Aktivitäten im Bereich „Mining“ von virtueller Währung (Produktionsprozess von virtueller Währung wie Bitcoin)

wird da in einer Reihe mit „Trockensteinaufbereitung (einschließlich Edelsteinaufbereitung) Technologien ohne Entstaubungsanlagen“ genannt. Soviel zur Bandbreite des Entwurfs, der insgesamt vor allem eine umweltfreundliche Agenda darstellt. Unternehmen und Bürgern steht nun die Möglichkeit offen, bis zum 7. Mai ihre Kommentare abzugeben.

Worst Case: Mehr Dezentralisierung

Vorerst ist also noch nichts spruchreif. Auch der Bitcoin-Kurs gibt sich gänzlich unbeeindruckt von den Nachrichten aus China. Und das zu Recht. Zwar ist China das Land, das momentan noch die meiste Rechenpower für das Bitcoin Mining auf sich vereint. Die meisten der Mining Pools befinden sich noch im Reich der Mitte, wie etwa ViaBTC, F2Pool und allen voran: AntPool. Dieser Umstand stößt schon seit geraumer Zeit auf Kritik im Krypto-Space, der sich vor allem über das Ideal der Dezentralität definiert. Sollte die chinesische Regierung tatsächlich ein Verbot von Bitcoin Mining durchsetzen, kann sie mit einem ähnlichen Exodus rechnen wie ihn auch die Bitcoin-Börsen vollzogen. Auf eine Anfrage von BTC-ECHO antwortete AntPool bislang nicht.

Miner sind nicht Bitcoin

Darüber hinaus spielen Miner im Bitcoin-Netzwerk zwar eine wichtige Rolle, aber eben nicht die Hauptrolle. Damit Bitcoin funktioniert, braucht es Full Nodes – je mehr, desto besser. Lediglich 3,3 Prozent von den derzeit 9.538 Nodes stehen in China. Dagegen befindet sich jede vierte Full Node in den USA. In Deutschland stehen derzeit rund 20 Prozent der Bitcoin Full Nodes – das macht die BRD zum Vizeweltmeister. Auch wenn sich die chinesische Volkskammer für ein Verbot von Bitcoin Mining entscheiden sollte, wird das Bitcoin-Netzwerk nach wie vor stark sein – und weiter wachsen. Wie immer lautet die Parole: Besonnenheit statt FUD.

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