Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain

Quelle: Shutterstock

Supply Chain Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain

Die Staaten des afrikanischen Kontinents werden im Allgemeinen zu den Verlierern der Globalisierung gezählt. Die Armutsrate ist hoch und westliche Konzerne betrachten den Kontinent oftmals als ein plünderbares Rohstoffdepot. Dieser Trend setzt sich im Wesentlichen ungebrochen fort. Allerdings werden zumindest punktuell Ansätze eines Umdenkens erkennbar. Umso erfreulicher, dass auch der Blockchain-Technologie hierbei eine Rolle zukommt.

Die belgische Brauereigruppe Ab InBev hat angekündigt, ihren afrikanischen Zulieferern mithilfe der Blockchain-Technologie helfen zu wollen. Eine Kooperation mit den Blokchain-Entwicklern von BanQu soll diesen Kleinbauern verlässliche Einkommensnachweise liefern. Dadurch hätten sie Zugang zum Bankenwesen. Die Spitze des Budweiser-Mutterkonzerns präsentierte das Projekt als Teil eines umfassenderen Paradigmenwechsels.

Laut Yahoo! Finance ging dem Blockchain-Projekt von Ab InBev die Entscheidung vorweg, Malz und Gerste nicht länger in riesigen Mengen in afrikanische Staaten zu importieren. Stattdessen möchte der Konzern die für die Bierproduktion notwendigen Zutaten von lokalen Bauern beziehen. Allerdings sind deren Bauernhöfe oftmals so klein, dass sie ihr eigenes Einkommen gegenüber einer Bank nicht durch Papiere nachweisen können. Die geringe Größe der Farmen macht überdies den Rückgriff auf Mittelsmänner erforderlich. Auch hier sei es nach Angaben des Konzernchefs Carlos Brito schwierig, die Weitergabe von Zahlungen an die eigentlichen Produzenten zu gewährleisten. Ein Tracking der Lieferkette per Blockchain verspricht hingegen, beide dieser Probleme zu lösen.

Blockchain verbindet Lokales und Globales

Ab InBev entwickelte das Tracking-System gemeinsam mit BanQu. Das Tech-Unternehmen mit Sitz in den USA wurde von einem Migranten aus Somalia gegründet. Erklärtes Ziel ist die Bekämpfung von globaler Armut mithilfe der Blockchain, es kommt bereits in Staaten wie Uganda und Indien zum Einsatz.


Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Während der Vorstellung des Projekts vor dem Weltwirtschaftsforum am 21. Januar betonte Brito in erster Linie, dass Banken den blockchainbasierten Einkommensnachweisen vertrauen könnten. Für den Ab InBev CEO ergibt sich daraus Folgendes:

Und jetzt hat diese Bäuerin, die nie bankfähig war – weil sie kein Einkommen aus irgendeiner Quelle nachweisen konnte, keine Berichte, kein Material und keinen Papierkram hatte – jetzt hat sie in einem Flip-Telefon auf der Blockchain den Beweis, dass sie ein Lieferant von AB InBev, einem globalen Unternehmen, ist. Und jetzt ist sie bankfähig. Jetzt kann sie ein Bankkonto eröffnen. Und jetzt kann sie vielleicht einen Kreditrahmen bekommen, um das Geschäft zu entwickeln.

Das Projekt zielt somit langfristig darauf ab, den bislang nur für die eigene Existenz produzierenden Bauern einen Einstieg in den Markt zu ermöglichen. Es sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass Ab InBev derartige Projekte zur Förderung der Lokalwirtschaft auch an eine Forderung knüpft. Denn als Gegenleistung verpflichten sich die betroffenen Staaten zu Steuerbefreiungen für die Budweiser-Mutter.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Südkoreanische Zentralbank arbeitet an Blockchain-System für Anleihen
Blockchain

Zentralbanken und Blockchain. Das scheint immer besser zusammenzugehen. Auch die Bank von Korea forscht fleißig an Anwendungsmöglichkeiten.

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Blockchain und Solarstrom: Die Dezentralisierung des Energiesektors
Blockchain

Die jüngst abgeschlossene Feldphase des Projekts „Quartierstrom“ untersuchte, wie dezentrale Stromversorgung in der Schweiz funktionieren kann. Im Modellversuch speisten 37 Haushalte ein Jahr lang ihren überschüssigen Solarstrom in ein lokales Stromnetz ein und verkauften ihn über eine Online-Plattform. Ein blockchainbasiertes System bildete die technologische Grundlage für den Stromhandel zwischen den Projektteilnehmern.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
1.300 US-Dollar für einen Bitcoin
Szene

Es gibt frischen Wind im Fall der ehemaligen Bitcoin-Börse Mt.Gox. Denn der Hedgefonds Fortress unterbreitete Anspruchshaltern ein weiteres Angebot.

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
PayPal-Gründer will 30 Prozent der BTC Hash Rate kontrollieren
Mining

Das Bitcoin-Mining-Unternehmen Layer1 plant, 30 Prozent der Hash Rate im BTC-Netzwerk einzunehmen. Die ambitionierten Pläne des Unternehmens werden bereits von Geldgebern unterstützt.

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Erneute Klatsche für Libra
Altcoins

Facebooks geplanter Stable Coin Libra steht erneut im Kreuzfeuer von Valdis Dombrovskis. Der EU-Kommissar für Wirtschaft und Kapitaldienstleistungen wirft der Libra Association mangelnde Auskunftsbereitschaft vor und rückt die Einführung der Facebook-Währung in weite Ferne.

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Bitcoin Trading beim japanischen Marktführer: bitFlyer erobert Europa und die USA
Sponsored

Obwohl der Krypto-Sektor und das Bitcoin-Netzwerk ein kontinuierliches Wachstum an den Tag legen, bilden digitale Anlagegüter noch immer einen verhältnismäßig geringen Teil des verfügbaren Weltkapitals ab. Das zeigt einerseits, dass Kryptowährungen und -Token noch ein riesiges Wachstumspotenzial haben, andererseits macht dieser Umstand deutlich, dass ein Großteil des Kapitals auf traditionellen und hochgradig regulierten Märkten bewegt wird.

Angesagt

Bitcoin zum Schleuderpreis: US-Auktion schuld?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in den letzten 24 Stunden um über vier Prozent gesunken. In den Abendstunden des 19. Februars hat der Kurs der Kryptowährung ruckartig fast 400 US-Dollar verloren. Den Ethereum-Kurs, Ripple-Kurs und IOTA-Kurs zieht es mit nach unten – fast der gesamte Markt ist vom Kurseinbruch betroffen. Auslöser könnte eine Auktion in den USA sein.

Südkoreanische Zentralbank arbeitet an Blockchain-System für Anleihen
Blockchain

Zentralbanken und Blockchain. Das scheint immer besser zusammenzugehen. Auch die Bank von Korea forscht fleißig an Anwendungsmöglichkeiten.

Europäische Weltraumbehörde schießt Blockchain in den Orbit
Forschung

Die Europäische Weltraumbehörde verwendet die Blockchain-Technologie künftig für die Erfassung topographischer Messdaten. Die in den Satelliten eingesetzte Blockchain-Lösung stammt vom schottischen Unternehmen Hypervine.

IOTA findet Sündenbock: MoonPay schuld an Trinity Hack
Altcoins

Die Achillesverse der Trinity Wallet lag nicht im Code der Wallet, sondern beim Bezahldienst MoonPay. Das geht aus einem Update der IOTA Foundation zum Trinity Hack hervor. Unterdessen hat die Foundation neue Desktop- und Mobilversionen veröffentlicht – ohne MoonPay-Integration. Nutzerinnen und Nutzer müssen vorerst dennoch auf der Hut bleiben – und das Tangle bleibt unterdessen eingefroren.

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Blockchain, Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain