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Blockchain: Bitcoin-Technologie soll bis 2023 Potential entfalten

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Bitcoin Blockchain Potential

Quelle: Shutterstock

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Das Beratungsunternehmen Gartner hat das aktuelle Blockchain Spectrum veröffentlicht. Laut dem Analysemodell befindet sich die Blockchain derzeit noch in einem Übergangsstadium. Elementare Bestandteile seien zwar bereits in die Technologie eingebunden. Jedoch klaffe noch eine Lücke zwischen Utopie und Realität. Das birgt sowohl Chancen als auch Risiken für die weitere Entwicklung. Wohin geht die Blockchain-Reise?

Gestern, am 24. Oktober, hat Gartner das neue Blockchain Spectrum vorgestellt, das die Blockchain-Entwicklung in vier Phasen beschreibt. Aktuell befände sich die Blockchain in Phase zwei: Wesentliche blockchainbasierte Anwendungen seien bereits entwickelt, während es noch an der Einbindung entscheidender Technologien fehle.

Gartner entwickelt das Blockchain Spectrum, um die schrittweise Entwicklung der Blockchain in einem Modell festzuhalten. An dem Schema orientieren sich Unternehmen, um ihre Strukturen an der Blockchain-Entwicklung auszurichten. Das Analysemodell beschreibt vier Abschnitte, die die Blockchain bis zur vollständigen Entwicklung 2030 durchläuft. Jede der Phasen birgt sowohl Chancen als auch Risiken.

Laut Gartner setzt die voll entwickelte Blockchain fünf entscheidende Elemente zusammen: Verteilung, Verschlüsselung, Unveränderlichkeit, Tokenisierung und Dezentralisierung. Erst in der dritten Phase seien alle fünf Elemente voll eingebunden. Dies werde frühestens ab 2023 erwartet.


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David Furlonger, Vice President of Research bei Gartner, teilte mit:

Neben operativen Verbesserungen und Effizienzsteigerungen werden es ausgereifte Blockchain-Komplettlösungen Unternehmen ermöglichen, Geschäftsbeziehungen neuzugestalten, illiquide Vermögenswerte zu monetarisieren und Daten- und Wertströme neuzuverteilen, um erfolgreicher mit der digitalen Welt umzugehen. Das ist das eigentliche Geschäft der Blockchain.

Gartner: Die vier Phasen

Die vier Phasen geben eine Orientierung über den derzeitigen Stand und die zukünftige Entwicklung der Blockchain. Die Phasen lauten:

Inbetriebnahme: Die Blockchain befindet sich in einem frühen Entwicklungsstadium, das bereits die grundlegenden Technologien einbaut: Kryptographie, Distributed Ledger, Peer-to-Peer-Netzwerk und Messaging. Die Phase ist seit 2012 abgeschlossen.

Inspiration: Die aktuelle Phase, in der bestimmte Innovationen insbesondere im Bereich der Finanzdienstleistungen erforscht und teilweise angewendet werden (Proof of Concept, PoC). Die derzeitigen Lösungen nutzt grundlegende Technologien, baut aber nur drei der fünf Elemente mit ein – Verteilung, Verschlüsselung und Unveränderlichkeit. Einige Blockchain-Lösungen nutzen die Tokenisierung zwar bereits. Diese seien jedoch bislang nicht ausreichend dezentralisiert. Diese Phase wird bis Anfang der 2020er-Jahre dauern.

Vervollständigung: Der Beginn der Phase wird erst ab 2023 erwartet, wenn alle fünf Elemente eingebunden sind: Verteilung, Verschlüsselung, Unveränderlichkeit, Tokenisierung und Dezentralisierung. Die voll entwickelte Blockchain ermöglicht Tokenisierung durch Smart Contracts und Dezentralisierung, zwei Komponenten, die in der vorherigen Phase fehlten.

Weiterentwicklung: Die letzte Phase ist für 2025 angesetzt, wenn das Internet of Things (IoT) und das Konzept der Self-Sovereign Identity (SSI), also die Selbstverwaltung personenbezogener Daten, über eine Blockchain zusammenlaufen. Nach 2025 werden Technologien wie das Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Self-Sovereign Identity zusammenwachsen und in Blockchain-Netzwerke integriert.

Das Gartner-Modell zeigt, dass noch einige Jahre vergehen, bis die Bitcoin-Technologie ausgereift ist und alle Anwendungsmöglichkeiten implementiert hat. Zwar sind die Grundlagen geschaffen, aber die kommenden Jahre werden zeigen, welche innovativen Ansätze sich durchsetzen und welche nicht.

Vor allem zeigt das Modell aber eines: Wir befinden uns erst am Anfang eines langen Wegs.


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