Autobauer testen Blockchain-Identität für PKWs

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Die Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) schreitet bei ihrer Zusammenarbeit mit großen Autobauern voran. Die Kooperation, der Unternehmen wie BMW, Ford und General Motors angehören, entwickelt blockchainbasierte Identitätssysteme für PKW. Zu diesem Zweck arbeiten die Beteiligten an einem Proof of Concept (PoC) für die „blockchain-based Vehicle Identity“ (VID), die in den USA erprobt werden sollen. Die Entwickler streben dabei nichts Geringeres als „eine neue Mobilitätsökonomie mit Blockchain“ an.

Einer Pressemitteilung vom 14. Oktober zufolge wird die Mobilitätsinitiative MOBI gemeinsam mit fünf führenden Autobauern ihr Blockchain-ID-System für Fahrzeuge ab nächstem Monat in den USA testen. Die Kooperation mit BMW, General Motors, Ford, Renault und Honda entwickelte das VID („blockchain-based Vehicle Identity“) zur Fahrzeugidentifikation sowie als Bezahlsystem.

Autobauer wollen neue Bezahlfunktionen entwickeln

Konkret werden Autos in Zukunft digitale IDs besitzen, die mit den Autobesitzern verknüpft sind. Sie enthalten Informationen zur Geräteherkunft und zur zugehörigen Wallet. Zu den neu geschaffenen Funktionen zählt unter anderem die Fähigkeit des Fahrzeugs, ohne spezielle Hardware automatisch Zahlungen vorzunehmen. Die Autobauer sehen ferner vor, dass die Zahlungen etwa für Autobahnnutzung oder Parkgebühren beispielsweise während des Ladens von Elektrofahrzeugen vorgenommen werden.

Das Erschaffen einer vertrauenswürdigen digitalen Identität für Fahrzeuge bietet Potentiale für Bezahl-Netzwerke in der Mobilität. Diese beinhalten dann V2V [Vehicle to Vehicle]/V2X-Transaktionen, elektronische Fahrzeug-zu-Stromnetz-Verbindungen, nutzerbasierte Anwendungen, Flottenmanagement, Überlastungspreisgestaltung, die Verwaltung des Co2-Fußabdrucks und vieles mehr,

erklärt MOBI CEO Chris Ballinger in der Pressemitteilung. Die Funktionen zielen folglich auf zukunftsorientierte Technologien ab, die Autobauer in ihren Systemen verankern wollen. V2V/V2X-Vernetzung meint beispielsweise die Kommunikation eines Fahrzeugs zu anderen Fahrzeugen [V2V] beziehungsweise zu weiteren interaktiven Elementen seiner Umwelt [V2X].

MOBI setzt auf Blockchain bei VID

Derweil setzen die Autobauer auf Distributed-Ledger-Technologie bei der technischen Umsetzung ihrer ambitionierten Ziele. Mithilfe der Blockchain vernetzen sich die Fahrzeuge im Rahmen der VID direkt miteinander. Sie müssen dabei nicht auf Accounts kommerzieller Anbieter als Zwischenebene zurückzugreifen. Die Smart Contracts ermöglichen auf diesem Wege außerdem kostengünstige Micro-Payments. MOBI möchte damit auch den Trend der Mobilität nach Verbrauch vorantreiben.

MOBI, kurz für Mobility Open Blockchain Initiative, ist eine Arbeitsgruppe größerer Autobauer, die seit Mai 2018 an Blockchain-Lösungen für die Automobilindustrie arbeitet. Ihr erklärtes Ziel bestand darin, die Blockchain-Technologie mit dem Ziel, Transportsysteme sicherer, bezahlbarer und zugänglicher zu machen, zu erforschen. Die VID ist unterdessen das Kernprojekt von MOBI. Sie ist die große Hoffnung der Konzerne, die Distributed-Ledger-Technologie für Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit einzusetzen.


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