Blockchain-Bank: Tencent erhält Lizenz für Hongkong

Quelle: Shutterstock

Blockchain-Bank: Tencent erhält Lizenz für Hongkong

Der chinesische Großkonzern Tencent baut sein Blockchain-Engagement weiter aus. Künftig darf der Internetriese in Hongokong blockchainbasiertes Banking anbieten.

Chinas größtes Internetunternehmen Tencent hat eine Lizenz für eine eigene Blockchain-Bank in Hongkong erhalten, teilte die chinesische Nachrichtenagentur Sina Finance mit.

Wie der Tencent-Blockchain-Chef Yige Cai auf dem zweiten Welt-Blockchain-Kongress in Wuzhen, China, sagte, habe die Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) eine Lizenz für eine virtuelle Bank erteilt. Tencent werde nun ein Team zusammenstellen, das die Blockchain-Bank aufbaue.

Die neuen Vorschriften und die Aufsicht über Transaktionen mit digitalen Assets in Hongkong bestätigen die Bedeutung der Blockchain-Technologie und der digitalen Assets. Das ist eine gute Nachricht für die gesamte Branche,

sagte Cai in seiner Rede auf dem Gipfel.

Die SFC hat bisher 12 Unternehmen Lizenzen für virtuelle Banken erteilt. Hongkong hat für Transaktionen von digitalen Werten Lizenzen eingeführt, die den Regularien für Wertpapierhändler entsprechen. Viele Unternehmen haben sich deshalb für Hongkong als Standort für virtuelle Banken entschieden.

So hatte Infinium, ein Digital Banking Joint Venture, bereits im Mai eine Banklizenz in Hongkong erhalten. Zum inzwischen in „Fusion Bank“ umgetauften Gemeinschaftsunternehmen gehören neben Tencent, ICBC Asia, Hong Kong Exchanges and Clearing sowie die Hillhouse Capital Group und New World.

Hongkong forciert unter anderem mit einer fortschrittlichen Krypto-Lizenzpolitik seine Bestrebungen, sich als Drehscheibe für Blockchain-Anwendungen zu positionieren.

Tencent setzt auf virtuelles Banking in Hongkong

In Hongkong soll virtuelles Banking ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts von Tencent werden. Im Zahlungsverkehrsbereich hat Tencent bereits ein finanzielles Ökosystem aufgebaut, das Vermögensmanagement, Wertpapiere, Banken und Blockchain umfasst.

So startete Tencent 2014 beispielsweise eine Vermögensverwaltungsplattform namens „Tencent Li Cai Tong“. Tencent verwaltet über die Plattform Fonds über 600 Milliarden Yuan (77,63 Milliarden Euro) für über 150 Millionen Nutzer.

Die Firmenzentrale von Tencent in Shenzhen, China, liegt nahe der innerchinesischen Grenze zur Sonderverwaltungszone Hongkong. Zu den breit gestreuten Aktivitäten von Tencent zählen bislang unter anderem Sofortnachrichtendienste, soziale Netzwerke, Onlinemedien, Onlinewerbung sowie Onlineshopping.

Tencent war zudem das erste Unternehmen, das das elektronische Rechnungswesen auf die Blockchain-Technologie umstellte. Inzwischen hat die Zahl der in Shenzhen ausgestellten Rechnungen die Millionengrenze überschritten und umfasst Transaktionen im Wert von über 1,5 Milliarden Yuan (190 Millionen Euro).

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an
Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an
Unternehmen

Saudi-Arabiens staatlicher Ölkonzern Saudi Aramco schließt sich der blockchainbasierten Handelsplattform VAKT an. Die größte Erdölgesellschaft der Welt investiert fünf Millionen US-Dollar in das Unternehmen und wird seinen Handel künftig über die Plattform abwickeln.

Ditto Music setzt auf Blockchain
Ditto Music setzt auf Blockchain
Blockchain

Die Online-Musikvertriebsfirma Ditto Music will den Umgang mit ihren Künstlern fairer gestalten. Die Blockchain-Technologie soll dabei helfen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an
Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an
Unternehmen

Saudi-Arabiens staatlicher Ölkonzern Saudi Aramco schließt sich der blockchainbasierten Handelsplattform VAKT an. Die größte Erdölgesellschaft der Welt investiert fünf Millionen US-Dollar in das Unternehmen und wird seinen Handel künftig über die Plattform abwickeln.

Bitcoin mit neuem Jahreshoch, bullishe Tendenz setzt sich fort
Bitcoin mit neuem Jahreshoch, bullishe Tendenz setzt sich fort
Kursanalyse

Der Gesamtmarkt nimmt wieder Fahrt auf. Die bullishe Bewegung bei Bitcoin sorgt gleichsam für eine Stabilisierung der Bitcoin-Dominanz.

Englisches Cricket-Team setzt gesamten Ticketverkauf auf Blockchain
Englisches Cricket-Team setzt gesamten Ticketverkauf auf Blockchain
Krypto

Die Blockchain-Technologie steht im Allgemeinen für Fälschungssicherheit und Vertrauen. Auch eine von Englands beliebtesten Sportarten könnte bald schon von diesen Vorzügen Gebrauch machen.

Bitcoin-Kurs mit Aufwind, IOTA explodiert – Rallye am Krypto-Markt
Bitcoin-Kurs mit Aufwind, IOTA explodiert – Rallye am Krypto-Markt
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs (BTC) hat die 9.000-US-Dollar-Marke erfolgreich hinter sich gelassen. Während der Krypto-Markt insgesamt gut performt, lässt IOTA alle hinter sich. Mit 16 Prozent Plus legt der Token für das Internet der Dinge eine der besten Performances der Top 30 hin.

Angesagt

Singapur führt Lizenzen für Krypto-Dienstleister ein
Regulierung

In Singapur tritt eine neue Gesetzgebung in Kraft, laut der Zahlungsdienstleister künftig eine Lizenz beantragen müssen. Die neue Regelung betrifft auch im Inselstaat ansässige Krypto-Unternehmen.

Asien bekommt seinen ersten Bitcoin-Indexfonds
Invest

Stack hat den ersten Bitcoin-Indexfonds im asiatischen Raum eingerichtet. Der Indexfonds ermöglicht Investoren die Integration von Bitcoin in ihr Anlageportfolio und stößt auf eine steigende Nachfrage an klassischen Finanzprodukten im Anlagebereich digitaler Assets.

Tron: Ex-Angestellte verklagen Justin Sun
Szene

Zwei Ex-Angestellte reichen ein 70-seitiges Gerichtsdokument beim kalifornischen Gericht ein. Die Vorwürfe? Belästigung, Sabotage, Drohung, Diskriminierung und willkürliche Kündigungen – um nur einige wenige zu nennen. Dies geht aus dem veröffentlichten Bericht hervor.

Ditto Music setzt auf Blockchain
Blockchain

Die Online-Musikvertriebsfirma Ditto Music will den Umgang mit ihren Künstlern fairer gestalten. Die Blockchain-Technologie soll dabei helfen.