Bitcoin vs. MasterCard & Visa – Transaktionsvolumen

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Egal ob Kaugummi im Tante-Emma-Laden, das Wiener Schnitzel im Wirtshaus, der Flug im Internet oder das Haus auf Mallorca – all diese Dinge können wir mit Kreditkarten bezahlen. Kann man das mit Bitcoin auch?

Mit dem wachsenden Interesse an Bitcoin haben sich nicht nur Anhänger, sondern auch Skeptiker zu Wort gemeldet. Ein häufig gehörtes Argument aus deren Lager betrifft das Transaktionsvolumen. In dieser sogenannten Skalierungsdebatte gilt es, zwei Dinge auseinander zu halten: erstens die Anzahl der durchgeführten Transaktionen und zweitens der dahinterstehende Geldfluss.

Runde 1: Quantität

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Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Jede Transaktion benötigt Speicherplatz. Jede Transaktion wird in einem Block gespeichert. Jeder Block hat nur begrenzten Platz. Alle zehn Minuten wird ein neuer Block berechnet. Das heißt im Klartext, dass es ein Limit von Transaktionen pro Zeiteinheit gibt. Dieses liegt theoretisch bei sieben pro Sekunde, praktisch am heutigen Tag bei 3,2. Hier liefern die klassischen Kreditkartenanbieter deutlich höhere Werte. Visa, der größere der beiden Dienstleister, spricht von einer theoretischen Leistung von 24.000 Transaktionen pro Sekunde. Tatsächlich leistet das Unternehmen etwa 2.000 Transaktionen pro Sekunde. Damit eignet sich eine Kreditkarte für alltägliche Kleinbeträge offenbar besser.

Runde 2: Qualität

Ob sich Bitcoin für die Bezahlung von Kleinbeträgen durchsetzen wird, ist noch ungewiss. In Sachen Geldfluss ist der Unterschied jedoch überschaubar. Hier stehen Bitcoins berechnete 2,3 Billionen US-Dollar (21.12.17 – 20.12.18) Visas 11 Billionen US-Dollar (2017) gegenüber. Folglich steht hinter einer durchschnittlichen Zahlung mit Bitcoin ein deutlich höherer Geldfluss. Dieser Unterschied wird in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach weiter schrumpfen – vielleicht gibt es nach dem geplatzten Bitcoin-Ethereum-Flippening ja schon bald ein Bitcoin-Visa-Flippening!

Bitcoin mit Lightning Network schlägt Visa

Was die Transaktionen pro Zeiteinheit angeht verspricht das Lightning Network von Bitcoin eine Lösung zu sein. Anstatt Transaktionen direkt auf der Blockchain zu speichern (= on-Chain), werden viele Transaktionen off-Chain gebündelt und erst das Endergebnis als einzelne Transaktion in einem Block vermerkt. Das Lightning Network funktioniert umso besser, je mehr Menschen daran teilnehmen, ähnlich wie die Sicherheit mit wachsender Nutzerzahl zunimmt. Man kann das Lightning Network als eine zweite Schicht verstehen, die auf der Blockchain liegt. Der bildhafte Vergleich zum SegWit-Update liegt hier nahe. Mit dieser technischen Neuerung könnte Bitcoin quasi unbegrenzt skalieren.

Fazit

Reflektiert man über das Entwicklungspotenzial von Bitcoin im Vergleich zu dem von klassischen Kreditkartenanbietern, so scheinen die Dinge recht klar zu liegen: jungfräulicher Stier trifft auf grauhaarigen Esel. Kurz gesagt: Auch wenn die Zahlen aktuell noch für Visa und MasterCard sprechen, könnte sich im Zahlungsdienstsektor schon bald eine Trendwende abzeichnen.

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