Warum sprechen alle vom „The Flippening“?

Warum sprechen alle vom „The Flippening“?

In den letzten Wochen schaffte es Ethereum immer stärker in den Fokus zu rücken und in Sachen Marktkapitalisierung und Transaktionsvolumen massiv gegenüber Bitcoin aufzuholen – ein Begriff, der in diesem Kontext nicht fehlen darf ist: Flippening.



Das Phänomen The Flippening bezeichnet den sich anbahnenden Thronwechsel zwischen Bitcoin und Ethereum. Erst kürzlich schaffte es Ethereum ein höheres Transaktionsvolumen zu generieren als Bitcoin – es findet ein tägliches Kopf an Kopf rennen statt.

Auch bei der Marktkapitalisierung konnte Ethereum ein gutes Stück zu legen, diese und noch andere Werte im Bitcoin-/Ether-Vergleich kann man auf der extra eingerichteten Seite flippening.watch sehen:

In einigen Punkten hat es Ether bereits geschafft Bitcoin zu überholen. So besitzt das Ethereum-Netzwerk fünfmal so viele Nodes wie das Bitcoin-Netzwerk. Konkret heißt das, dass deutlich mehr Rechner für Ethereum bereitgestellt werden als für Bitcoin. Auch die Mining-Erträge sind, wie auf den Schaubild oben zu erkennen, mehr als doppelt so hoch wie bei Bitcoin.

Inwiefern Ether es schaffen wird Bitcoin als Nr.1 Kryptowährung abzulösen ist natürlich reine Spekulation – es gibt gute Gründe dafür und gute Gründe dagegen. Dabei sollte immer eines beachtet werden: ursprünglich wurde Ethereum nicht als Konkurrenz zu Bitcoin geschaffen. Bitcoin ist in erster Linie ein Äquivalent zu Fiatwährungen, während Ether im eigentlichen Sinne nur dafür da ist Rechenleistung für Anwendungen auf der Ethereum-Blockchain zu erwerben. Entsprechend macht es mehr Sinn von einer Koexistenz zwischen Bitcoin und Ethereum zu sprechen als von einer Konkurrenz.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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