Battle Royale Bitcoin versus Gold: Welcher Wertspeicher ist besser?

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 5 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Boxhandschuhe im Ring.

Quelle: Shutterstock

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Wie wahrscheinlich ist es, dass Bitcoin Gold eines Tages überholt? Wir werfen einen Blick auf die Eigenschaften der beiden Wertspeicher und zeigen, wo BTC dem Edelmetall bereits heute voraus ist.

Das Standard-Narrativ der Bitcoin-Szene kennt keinen Zweifel: Eines Tages ersetzt Bitcoin Gold als Wertspeicher Nr. 1. Schließlich sei BTC so designt, alle Eigenschaften, die Gold aus Investmentsicht so attraktiv machen, perfekt zu reproduzieren. Mehr noch: In einigen Belangen sei das digitale Gold seinem traditionellen Pendant bereits jetzt überlegen. Wie stichhaltig sind die Argumente der Bitcoiner?

Bitcoin ist fälschungssicher

Mindestens einige der 83 Tonnen Goldbarren, die als Sicherheit verwendet wurden, erwiesen sich als nichts anderes als vergoldetes Kupfer.

Dies schreibt Nikkei Asian Review Ende Juni. Die Rede ist von einem der größten Skandale in der Geschichte des Edelmetalls. Nach Inhalt des Artikels gewährte eine ganze Reihe chinesischer Banken Kredite an Wuhan Kingold Jewelry Inc., einem der größten Gold-Verarbeiter in der Region. Als Sicherheit haftete das Unternehmen mit seinen Goldreserven.

Als einer der Gläubiger seine Besicherung jedoch liquidieren wollte, flog der Schwindel auf. Anstatt Gold war lediglich vergoldetes Kupfer hinterlegt.


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Die Anekdote zeigt, dass das etablierte Finanzsystem um das Edelmetall nicht immer durchsichtig ist. Zwar hätten die Gläubiger ihre Goldbestände jederzeit begutachten können. Man zog es aber vor, dem Juwelier zu vertrauen – und war geprellt.

Dies steht diametral zum Bitcoin-Mantra „Don’t trust; verify“. Schließlich ist BTC darauf ausgelegt, trustless zu sein. Dass heißt, alle Teilnehmer können ohne großen Kostenaufwand verifizieren, ob es sich bei Satoshis auch wirklich um BTC handelt. Als Besicherung für Darlehen ist das digitale Gold also deutlich besser geeignet.

1 zu 0 für Bitcoin.

Knappheit

Als Hartgelder bedienen beide Güter ähnliche Marktnischen. Auch aus Portfoliosicht sind es ähnliche Investments. Nämlich solche, die keinen Cash Flow genieren, sondern lediglich als Wertspeicher und Portfoliodiversifikation dienen.

Ausschlaggebend für den Wert der beiden Assets ist daher seine Knappheit. Als monetäre Güter ist dabei aber nicht die absolute Knappheit relevant, sondern vielmehr seine relative. Also das Verhältnis zwischen bestehender Menge und der Inflation – auch als Stock-to-Flow-Rate bekannt.

Seit dem Halving im Mai dieses Jahres hat Bitcoin Gold in Sachen Knappheit fast schon eingeholt. Die S2F-Rate von Gold beträgt aktuell 62 und die der Kryptowährung etwa 56. Das heißt, mit dem aktuellen Geldmengenwachstum würde es 62 Jahre bei Gold und rund 56 Jahre bei BTC dauern, um den aktuellen Supply zu verdoppeln.

Während Gold mehrere Jahrtausende für die Akkumulation des Supplys gebraucht hat, hat BTC mit der sinkenden Inflationsrate bedingt durch die Halvings eine Abkürzung genommen. Bereits in vier Jahren verdoppelt sich die S2F-Rate von Bitcoin abermals; dann ist das digitale Gold das knappste Gut der Menschheit.

Bitcoins Geldmengenwachstum. Man erkennt die zunehmende Verknappung des Angebots. Quelle: „The Bullish Case for Bitcoin“.

Ein weiterer Vorteil spricht für BTC. Nämlich der, dass Bitcoins Geldmengenwachstum vorhersehbar ist. Zwar lassen sich auch bei Gold solide historische Durchschnittswerte berechnen (jedes Jahr werden etwa 3.500 Tonnen des Edelmetalls gefördert, das entspricht einem Marktwert von 212 Milliarden US-Dollar).

Neue Schürftechniken oder das sogenannte Asteroiden-Mining könnten Goldinvestoren indes kalt erwischen.

Wann welcher BTC ins System kommt, ist seit dem Genesis-Block klar. An Bitcoins Geldmengenwachstum lässt sich daher nicht rütteln und Investoren wissen zu jedem Zeitpunkt, wie viel Prozent sie vom Gesamtsupply ihr Eigen nennen.

Ein weiterer Punkt für die Kryptowährung Nr. 1.

Vertrauen

Neben der Knappheit speist sich der Wert monetärer Güter wie Gold, Fiatgeld oder Kryptowährungen aus Vertrauen. Nutzer müssen davon ausgehen können, dass das Gut relativ wertstabil ist und dass eine gewisse Akzeptanz vorhanden ist.

Hier macht eindeutig Gold das Rennen. Bitcoins Geschichte ist zu diesem Zeitpunkt viel zu skandalbehaftet und unberechenbar um das notwenige Vertrauen als Weltreservewährung zu gewinnen. Gold gilt derweil nach wie vor als krisensicher und gewinnt auch in der aktuellen Corona-Krise an Wert.

Allein in diesem Jahr stieg der Wert des gelben Edelmetalls um 23 Prozent an.

Gold-Kurs 2020. Quelle: Tradingview.

Übertragbarkeit

Bitcoins sind der übertragbarste Wertspeicher, der je vom Menschen geschaffen wurde. Private Keys, die Hunderte von Millionen von Dollar repräsentieren, können auf einem winzigen USB-Stick gespeichert und überallhin mitgenommen werden.

Das schreibt Bitcoiner Vijay Boyapati in seinem viel zitierten Medium-Beitrag „The Bullish Case for Bitcoin“. An der Übertragbarkeit zeigen sich die Unterschiede der beiden Assets am deutlichsten. Während man mit BTC Wert innerhalb von Minuten um die Welt schicken kann, gestaltet sich das Versenden von Gold schwierig – und passiert daher nicht sehr häufig. Vielmehr handelt man auf dem Weltmarkt eher mit Zertifikaten, sogenannten IOUs oder gleich mit Derivaten wie Futures. Das Gold sitzt dabei immer im gleichen Tresor und nur die Ansprüche darauf wechseln den Besitzer. Dass das schief gehen kann, zeigt die obige Story aus China.

Fazit

Bis Bitcoin die etablierte Geschichte sowie das Vertrauen, dass Investoren in das Edelmetall haben, imitieren kann, dürfte es noch ein Weile dauern. Stellt man die Eigenschaften beider Assets jedoch gegenüber, scheint die permabullishe Haltung der Bitcoiner langfristig nicht ganz unbegründet. Dennoch muss man sagen, dass objektive Vergleiche bei Wertgegenständen nicht immer das überzeugendste Argument sind. Schließlich muss es auch genügend Menschen geben, die diesen Wert sehen und bereit sind, einen hohen Preis zu zahlen. Das kann nur die Zeit zeigen.


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