Bitcoin SV Independence Day: Hebt das UFO bald ab?

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bitcoin SV, die mutmaßliche Inkarnation des White Papers von Satoshi Nakamoto, mit dem Anspruch, das „richtige“ BTC-Protokoll zu vertreten, ruft den Independence Day aus. Hebt das UFO bald ab?

Es war im Oktober 2008, als ein(e) Unbekannte(r) (oder mehrere davon) unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Schriftstück mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ veröffentlicht hat. Darin enthalten: Der Plan, ein Währungssystem zu schaffen, bei dem die Nutzer ihr Vertrauen in die Technologie setzen, statt auf Zentralbanken zu vertrauen. Im Jahr 2009 war es dann soweit – der erste Block erblickte das Licht der Blockchain.

Satoshi Nakamoto, BTC und seine vielen Nachfolger

Der Genesis-Block markierte darüber hinaus die Keimzelle einer Entwicklung, die sich in den letzten Jahren zusehends beschleunigt hat: Die Zahl der Altcoins geht in die Tausender, größtenteils mit fragwürdigen Use Cases, viele entstanden aus der Goldgräberstimmung rund um Initial Coin Offerings (ICO). ICOs  waren eine weitverbreitete Möglichkeit, neue Coins auf Basis der Ethereum Blockchain und in Form von ERC-20-Token zu schaffen. Doch gab es auch eine andere Option, um neue Coins zu schaffen: Forks, also Abspaltungen von Blockchains mit eigener Daseinsberechtigung.

So geschehen auch bei der Bitcoin Blockchain. Zunächst hat sich Bitcoin Cash abgespaltet, nach BTC Diamond, BTC Gold und ähnlichen Forks kam dann – vor ziemlich genau einem Jahr – Bitcoin SV. „Satoshis Vision“, so der Anspruch des Entwickler-Teams, vertritt die einzig wahre Vision des mysteriösen Bitcoin-Erfinders. Passenderweise steuert das BTC-SV-Raumschiff, mal mehr, mal weniger erfolgreich, Kapitän Craig Wright – und behauptet dabei nichts geringeres, als Satoshi höchstselbst zu sein.


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Vor diesem Hintergrund verkündet das Bitcoin-SV-Team am heutigen 15. November auch den „Independence Day“. So lässt Jimmy Nguyen, Vorsitzender der Bitcoin Association höchstselbst, verkünden:

Wir erklären den 15. November zum Bitcoin Independence Day, um dem Aufstieg des BSV zur Freiheit und dem Schutz des ursprünglichen Bitcoins zu gedenken. Wir haben in nur einem Jahr einen enormen Skalierungserfolg und eine enorme Anwendungsentwicklung auf BSV gesehen, was bestätigt, dass das ursprüngliche Design von Bitcoin immer funktionierte.

Offenbar gibt es allen Grund zur Freude – so wickelt die BSV-Blockchain laut Mitteilung bis zu 20 Millionen Transaktionen bei „tausenden Transaktionen in der Sekunde“ ab. Damit könne man, so das Team weiter, ohne größere (Skalierungs-)Probleme mit VISA mithalten. Mit einer erhöhten Blockgröße und mehr Transaktionen will BSV letzendlich den Krypto-Großvater BTC vom Thron stoßen. Man mag sich fragen: Hebt das Bitcoin-SV-Ufo bald ab?

Grund dafür sieht das BSV allemal. Schließlich sei man das „einzige Blockchain-Projekt, das massiv skaliere, um ein hohes Transaktionsvolumen zu unterstützen [und] die Gebühren super gering hält […]“. Ferner sei BSV mit gängigen Regularien und Regierungen kompatibel. Bis zum Februar kommendes Jahres will BSV „gänzlich zum Bitcoin-Protokoll zurückkehren“.

Wenn die Kryptowährung dann noch für Zahlungen verwendet wird, klappts auch mit dem Abflug.

Bitcoin SV Kurs

Der Bitcoin-SV-Kurs scheint sich auf den Abflug momentan noch gemächlich vorzubereiten – so reagierte er bislang kaum auf seinen Independence Day. Mit einem 24-Stunden-Plus von 0,32 Prozent legte er kaum merklich dazu. Aktuell notiert er bei 125,30 US-Dollar.

Übrigens: Mehr zu Satoshi Nakamoto und der Geschichte der Kryptowährungen erfahrt ihr auf der BTC-ACADEMY.


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