Bitcoin-Mining lohnt sich immer weniger

Fabian Kaul

von Fabian Kaul

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Fabian Kaul

Fabian Kaul hat Neuere Deutsche Literatur in Göttingen studiert. Seit März 2018 schreibt er als freier Redakteur für BTC-ECHO. Sein Hauptinteresse gilt den Chancen und Risiken, die sich aus dem Themenkomplex Blockchains und Kryptowährungen für die Gesellschaft ergeben.

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Quelle: Dirty hands of a worker man after hard work via Shutterstock

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Laut Wall-Street-Analyst Tom Lee, Mitgründer der Agentur Fundstrat, zahlt sich Bitcoin-Mining zurzeit kaum noch aus. In einem Modell beziffert Lee die Kosten zum Schürfen von einem Bitcoin auf 8.038 US-Dollar (ca. 6.500 Euro). Bleibt der Preis länger unter dieser Grenze, drohen Minern gar Verluste.

In seiner Modell-Rechnung geht Lee von einem durchschnittlichen Preis von 0,06 US-Dollar für eine Kilowattstunde Strom aus. Neben dem Strom werden zudem die Kosten für Hardware und Kühlmechanismen berücksichtigt. Da beim Strompreis mit einem Durchschnittswert gerechnet wird, ist in der Praxis von regionalen Unterschieden bei den Kosten für das Mining auszugehen. Während Mining im US-Bundesstaat New York zukünftig besonders teuer wird, liegen die Strompreise in China teilweise bei unter 0,4 US-Dollar pro Kilowattstunde. Der größte Kostenfaktor beim Mining sei jedoch zu ersetzende Ausrüstung, so Sam Doctor von der Agentur Fundstrat.

Neben den seit Jahresbeginn fallenden Bitcoin-Preisen sind auch die sinkenden Transaktionsgebühren ein Grund dafür, dass Mining weniger lukrativ ist. Während eine 226-Byte-Transaktion im Dezember vergangenen Jahres noch 30 – 40 US-Dollar gekostet hat, liegt der Preis aktuell bei etwa einem Dollar pro Transaktion. Das mag für Bezahlvorgänge erfreulich sein, senkt jedoch auch die Einnahmen der Miner.

Wirkt sich das auf den Preis aus?

Sam Doctor geht davon aus, dass Bitcoin-Miner ihre Arbeit einstellen könnten, wenn der Bitcoin-Preis auf 3.000 bis 4.000 US-Dollar fällt. Allerdings hätte Mining auch im Januar 2015 kostendeckend stattgefunden, als der Bitcoin noch bei einem Preis zwischen 200 und 300 US-Dollar lag, ergänzt Doctor.

Dass das Bitcoin-Netzwerk zusammenbricht, ist jedoch auch bei weiter fallenden Preisen unwahrscheinlich. Zum einen können die Transaktionsgebühren wieder angehoben und das Mining auf diese Weise attraktiver gemacht werden. Zum anderen ist auch das Abwandern der Miner zu anderen Währungen unwahrscheinlich, da deren Preise sich zurzeit ähnlich wie der des Bitcoin entwickeln. Auch die Spekulation auf steigende Preise kann dazu beitragen, weiter Mining zu betreiben. Zuletzt gibt es verschiedene Start-ups, die das Mining für neue Geschäftsmodelle nutzen und auf diese Weise Kosten einsparen. Wir berichteten dazu über die Krypto-Heizung und die Kryptomaten.

BTC-ECHO


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