Krypto-Heizung: Start-up will mit Mining-Computern Wohnungen heizen

Fabian Kaul

von Fabian Kaul

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Fabian Kaul

Fabian Kaul hat Neuere Deutsche Literatur in Göttingen studiert. Seit März 2018 schreibt er als freier Redakteur für BTC-ECHO. Sein Hauptinteresse gilt den Chancen und Risiken, die sich aus dem Themenkomplex Blockchains und Kryptowährungen für die Gesellschaft ergeben.

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Das französische Start-up Qarnot bringt eine Heizung auf den Markt, die ihre Wärme durch das Minen von Kryptowährungen produziert. Die Krypto-Heizung mit dem Namen QC-1 enthält zwei Grafikkarten und eine CPU. Damit könnte Qarnot das Mining energieeffizienter gestalten.

Zu den meistgenannten Kritikpunkten am Bitcoin und einigen weiteren Kryptowährungen zählt der hohe Energieverbrauch durch das Mining. Dass der Stromverbrauch durch Bitcoin-Mining mittlerweile den Stromverbrauch einiger Staaten übertrifft, stellt tatsächlich ein Problem für die Umwelt da. Deutlich wird das vor allem in China, wo einerseits die größten Mining-Pools sitzen und andererseits noch etwa 60 % des Stroms durch die Verbrennung von Kohle gewonnen wird.

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Die Idee, die beim Mining anfallende Wärme vom ungewollten Nebenprodukt in ein Feature zu verwandeln, ist eine interessante Antwort auf die Kritik am Stromverbrauch. Zwar verbraucht das Mining so weiterhin sehr viel Energie, diese wird aber zumindest effizienter genutzt und ermöglicht Einsparungen bei den Heizkosten.

Die Krypto-Heizung QC-1 ist nicht das erste derartige Projekt von Qarnot. Das Unternehmen baut bereits seit 2010 Computer-Heizungen und verkauft diese an Bauunternehmen. Mit dem Heizen von Gebäuden erschafft Qarnot gleichzeitig ein energieeffizientes und dezentrales Servernetzwerk, dessen Rechenleistung vermietet wird.

Leistung des QC-1

Die Mining-Heizung besteht aus einem Heizkörper, bestückt mit zwei Nitro+ Radeon-RX580-Grafikkarten mit jeweils acht Gigabyte RAM, einer CPU und einem Netzteil. Das Gerät wiegt 27 Kilogramm, misst 65 x 62,5 x 15 Zentimeter und soll 2.900 Euro kosten. Die QC-1 ist auf das Minen von Ether voreingestellt, andere Kryptowährungen können aber ebenfalls geschürft werden. Um mit dem Mining zu beginnen, muss der Nutzer das Gerät lediglich über ein Ethernet-Kabel mit dem Internet verbinden und über eine App die Adresse seiner Wallet eingeben. Sollten die Grafikkarten an kalten Tagen nicht genug Wärme erzeugen, verfügt die Mining-Heizung außerdem über einen Boost-Modus.

Beim gegenwärtigen Ether-Preis können laut techcrunch durch das Mining etwa 100 Euro im Monat verdient werden. Die Stromkosten sind dabei jedoch noch nicht mit eingerechnet. Der Gedanke, im Winter mit dem Heizen Geld zu verdienen, ist sicherlich verlockend. Im Sommer könnte die Krypto-Heizung dagegen schnell ungemütlich werden. Aber ausschalten kommt bei dem Anschaffungspreis vermutlich auch nicht für jeden in Frage.

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