Bitcoin Mining: Farming Fonds für professionelle Investoren

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Bitcoin Mining: Farming Fonds für professionelle Investoren

Bitcoin Mining bekommt einen Private Equity Fonds. Wagnisfinanzierungsgesellschaften bzw. Venture-Capital-Gesellschaften bekommen damit künftig die Möglichkeit, in Bitcoin-Mining-Farmen zu investieren. Die geplanten Farmen sollen zudem grünen Strom beziehen – werden das Mining aber auch zentralisieren.

Der Einstieg ins Bitcoin Mining wird für institutionelle Investoren künftig einfacher – und im besten Fall auch lukrativer. Während dem Schürfen der größten aller Kryptowährungen ein massenmediales Grab geschaufelt wird, lässt sich die scheinbar gebeutelte Industrie davon nicht weiter beeindrucken. Denn laut einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, hat die XOLARIS Service KVAG einen Spezial-AIF für professionelle Investoren aufgelegt. Der Private Equity Fonds investiert demnach über eine Liechtensteiner Zielgesellschaft in die zur Produktion von Bitcoins notwendige Infrastruktur. Damit soll eine bereits bestehende operative Mining Farm in Schweden finanziell gefördert werden.

Private Equity Fonds: Außerbörsliche Anlagemöglichkeiten für Venture-Capital-Gesellschaften

Mit Private Equity Fonds investiert man in aussichtsreiche Unternehmen, um deren Entwicklungs- und Wachstumsziele zu fördern und erreichbar zu machen. Nach Erreichen der Ziele, können die erworbenen Anteile gewinnbringend verkauft werden oder das Unternehmen an der Börse platziert werden. Oft geht die Betreuung der Unternehmen über die finanzielle Unterstützung hinaus und ergänzt sich durch unternehmerische Beratung.

Private Anleger profitieren dabei sowohl während der Anlagenlaufzeit wie auch nach dem abschließenden Gewinn durch den Anteilsverkauf oder eben die Börsenplatzierung. Da es sich dabei auf eine Anlageform für Investoren mit vergleichsweise hohem Kapital handelt, ist sie gerade für institutionelle Investoren attraktiv. Im Fokus stehen dabei Unternehmen, die bereits über die Gründungs- bzw. Entwicklungsphase hinausgehen.

Private Equity bzw. außerbörsliches Eigenkapital oder privates Beteiligungskapital ist damit eine Form des sogenannten Beteiligungskapitals, bei der die Beteiligung nicht an geregelten Märkten bzw. Börsen handelbar ist. Geldgeber sind häufig Kapitalbeteilungsgesellschaften, die man auch Private-Equity-Gesellschaften nennt. Bei risikobehafteten Jungunternehmen spricht man hier von Venture Capital, zu deutsch: Risikokapital oder Wagniskapital. Die Anleger heißen dementsprechend Wagnisfinanzierungsgesellschaften oder Venture-Capital-Gesellschaften. (Quelle: Finanztreff.de)

Lies auch:  Bitcoin statt Cannabis: Australische Polizei verwechselt Mining-Farm mit Growroom

Private Equity Fonds für Bitcoin Mining

Um professionellen Investoren Bitcoin Mining nun in einem solchen regulierten Rahmen schmackhaft zu machen, gibt es nun den Private Equity Fonds “Bitcoin Farming”. Auch ein erstes Investitionsobjekt gibt es bereits. Dieses steht in Schweden mit circa 2.000 Hochleistungsrechnern. Aufgrund des aktuellen Bitcoin-Kurses liege das Schürfen aktuell zwar noch unter dem Marktkurs. Aufgrund der im Bitcoin-Protokoll festgelegten Gesamtmenge und damit einhergehender Deflation erwartet das Unternehmen jedoch mittel- bis langfristig steigende Kurse.

Was mit der Konzentration der Bitcoin-Mining-Farmen auf Großinvestoren und Institutionelle jedoch einhergeht, ist eine zunehmende Zentralisierung von Bitcoin Mining, wie sie bereits bei Bitmain immer wieder kritisiert wird. Diese Konzentration der Mining-Prozesse ist es letztlich, von denen sich das Unternehmen erhöhte Konkurrenzfähigkeit erhofft. So heißt es in der Pressemitteilung:

„Aufgrund der immer komplexeren notwendigen Rechenschritte zur Produktion eines Bitcoin, wird immer speziellere Hochleistungstechnologie erforderlich. Daher ist es für uns von allergrößter Wichtigkeit, dass wir über unser Netzwerk sichergestellt haben, dass wir jederzeit Zugriff auf die neuesten Mining Rigs in großer Stückzahl haben. Die Produktion neuer Bitcoin wird sich zukünftig auf immer weniger, dafür immer größere Marktteilnehmer verteilen. Der Fonds ist so angelegt, dass wir unsere Rechenleistung stetig an den Bedarf anpassen und damit dauerhaft konkurrenzfähig bleiben“,

erläutert Marc Stehr, der Initiator des Fonds.

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Und die Umwelt?

Auch der Frage des oft kritisierten Stromverbrauch will sich das Unternehmen stellen. Dementsprechend heißt es vonseiten Xolaris, dass durch den Standort in Schweden die notwendige Kühlleistung reduziert werde. Darüber hinaus werde der Strom aus Wasserkraft bezogen. Bestrebungen, Bitcoin Mining grün zu färben, gibt es unter anderem bereits von Intel. Der Chiphersteller hatte am 27. November ein Patent für energieeffizientes Schürfen von Kryptowährungen erhalten.

Wer investieren will, muss dem Finanzierungsmodell gemäß ein bisschen mehr Geld in die Hände nehmen. Investoren können den Fonds ab einer Mindestbeteiligungssumme von 250.000 Euro und bis zu einem Emissionsvolumen von 30 Millionen Euro zeichnen.

Mit ihrem Vorstoß macht das Unternehmen den Mining-Prozess letztlich für institutionelle Investoren attraktiv. Das Narrativ der institutionellen Investoren und Großanleger gilt häufig als Heilsversprechen in der Krypto-Community. Welche Rolle die „Erzählung der Big Player“ bei der Bewertung von Kryptowährungen spielen kann, erfahrt ihr in unserem Kryptokompass-Spezial „House of Nakamoto“. (Erste Ausgabe kostenlos, hier geht’s zur Bestellung).

BTC-ECHO

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