Intel: Grünes Licht für Bitcoin-Mining-Patent

Michele Troccolo

von Michele Troccolo

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Michele Troccolo

Michele Troccolo ist IT-Berater, organisiert seit 2017 Krypto-Meetups und unterstützt freiberuflich Unternehmen bei der Akzeptanz von Kryptowährungen als Bezahlmittel. Er interessiert sich insbesondere für Entwicklungen, die die Privatsphäre und Sicherheit von Blockchains gewährleisten.

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Der Chip-Gigant Intel hat am 27. November ein Patent für energieeffizientes Bitcoin-Mining erhalten. Laut Angaben des Unternehmens sollen damit die Stromkosten und die Größe der Chips um bis zu 15 Prozent reduziert werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Nachdem Intel schon im März dieses Jahres einen Antrag für ein Patent zur Optimierung des Bitcoin Minings eingereicht hatte, kann das Unternehmen nun einen weiteren Erfolg für sich verbuchen. Am 27. November hat das United States Patent and Trademark Office dem Chip-Hersteller grünes Licht für einen im Jahr 2016 eingereichten Patentantrag gegeben. Die Ausführungen im Patent zeigen auf, wie das Mining energieeffizienter gestaltet werden kann.

Erhöhte Effizienz durch Fixierung von Parametern

Der Mining-Prozess ist eine der Säulen, der Bitcoin seinen dezentralen Charakter verdankt und für Konsens innerhalb des Netzwerks sorgt. Dabei lösen die Miner in einem rechenintensiven Prozess ein Puzzle, bei dem der SHA-256 Hash eines Eingabewertes kleiner als ein bestimmter Zielwert sein muss. ASICs, dedizierte Bitcoin Mining Hardware, sind in der Lage, eine Vielzahl dieser Hashing-Vorgänge parallel auszuführen.


Die im Patent veröffentlichten Ausführungsformen teilen den Hashing-Prozess der ASICs nun in mehrere Stufen auf. Dadurch spart man sich die Prüfung der Hashes nach jeder Erhöhung der „Nonce“.  Auf diese Weise sollen Miner  früher bestimmen können, ob ein Eingabewert für die Lösung in Frage kommt. Dies hat laut Angaben von Intel den Vorteil, dass der Stromverbrauch und die Größe der Chips um schätzungsweise 15 Prozent reduziert werden können.

Die Miner haben Grund sich zu freuen

Entwicklungen wie diese sind vor allem in Zeiten zu begrüßen, in denen der Kurs von Bitcoin vergleichsweise niedrig ist. Ein niedriger Kurs übt nämlich großen Druck auf die Miner aus, da diese nicht mehr profitabel minen können. Laut einer Schätzung von Mao Shixing, dem Betreiber des chinesischen Mining Pools F2Pool, haben deshalb allein seit Mitte November ca. 600.000 bis 800.000 Miner aufgehört zu minen.

Das ist nachvollziehbar, wenn man die Schätzungen zu den realen Mining-Kosten aus dem kürzlich veröffentlichten Report von CoinShares Research betrachtet. Demnach liegen die Kosten für das Mining von einem Bitcoin bei ca. 6.000 Euro, ausgehend von Stromkosten in Höhe von 5 Cent pro KWh und einer Hardware-Lebensdauer von 18 Monaten. Das bedeutet, dass das Mining momentan nur unter ganz bestimmten Bedingungen, wie z. B. noch niedrigeren Strompreisen, profitabel ist. Deshalb ist es begrüßenswert, dass weitere Chip-Hersteller in den Markt treten und so der Markt für Mining Hardware nicht mehr in den Händen von wenigen Akteuren ist.

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