Bitcoin ist das neue Gold und die Krypto-Gemeinde umgarnt Elon Musk – Das Meinungs-ECHO

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die vergangene Woche war nicht nur von der frohen Kunde, dass der Bitcoin-Kurs sein Jahreshöchststand erreicht hat, geprägt. Elon Musk sorgte wieder einmal für Aufsehen im Kryptoversum, als er aus dem Nichts „Ethereum“ twitterte – um kurz darauf von diversen Blockchain-Projekten umgarnt zu werden. Die Singapurische Zentralbank sieht bei sich keinen Use Case für Ripple, während Grayscale Bitcoin als „Gold 2.0″ bewirbt. Das Meinungs-ECHO.

Elon Musk kann es nicht lassen. Nachdem der Tesla-Chef die Krypto-Gemeinde bereits häufiger mit Anspielungen ob seiner Bitcoin-Affinität wuschig gemacht hatte, trollte er das Twitterversum vergangene Woche erneut. Ein kontextloses „Ethereum“ reichte aus, um eine Welle durch den Krypto-Space zu schicken, die sich sogar sichtlich auf den Ether-Kurs ausschlug.

Damit handelte sich der Tech-Unternehmer prompt eine Einladung zur Entwicklerkonferenz Devcon ein und zwar von Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin höchstselbst. Der war auch nicht um eine Antwort verlegen, als Elon Musk ihn danach fragte, was denn auf Ethereum entwickelt werden solle.

Innerhalb einer halben Stunde präsentierte Buterin Musk seine Lieblings-Use-Cases für Ethereum. Diese erstrecken sich von der Erschaffung eines global zugänglichen Finanzsystems über öffentliche Register und DAOs bis zur Belohung von Content-Erstellern via Krypto-Micropayment. Vermutlich wäre der Thread kürzer ausgefallen, hätte Musk Buterin danach gefragt, wofür sich Ethereum denn nicht eigne.


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Selbstverständlich kriegte auch die Ethereum-Konkurrenz Wind von der Konversation – und versuchten diese kurzerhand zu übernehmen. So versuchte Tron-Chef Justin Sun Musk auf gleich zwei seiner Projekte aufmerksam zu machen: Tron und Bittorent. Er stieß dabei auf wenig schmeichelhafte Reaktionen der Community.

Unterdessen scheint nur ein Twitterati wirklich schlau aus Musks spontanem Ethereum-Geshille geworden zu sein.

@MattEgelkraut hat den Musk-Code offenbar geknackt.

Zentralbank Singapur kann Ripple wenig abgewinnen

Zu jenen, die sich Musk anbiederten, zählt auch das Bankenkonsortium R3. Mit Corda verfügt R3 über eine DLT-Lösung für den Interbankenhandel, die das Konsortium aus Marketinggründen gerne „Blockchain“ nennt. Ähnlich verhält es sich mit Quorum von J.P. Morgan. Die Zentralbanken Kanadas und Singapurs haben in der vergangenen Woche bei einer Weltpremiere Regie geführt: Erstmals tauschten zwei Zentralbanken digitale Währungen untereinander aus.

Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr gerade im Interbankengeschäft ist bekanntermaßen auch das Steckenpferd des FinTech-Unternehmens Ripple. Unter anderem soll der hauseigene XRP-Token hier eine zentrale Rolle spielen. Dass es auch mit Ripple geht, hat der geglückte Pilotversuch der beiden Zentralbanken bewiesen. Wie Cointelegraph berichtet, zeigte der FinTech-Chef der singapurischen Zentralbank auf der Konferenz „Business of Blockchain“ des MIT wenig begeistert von XRP.

Wir sehen nicht viel in der digitalen Währung von Ripple, haben aber definitiv immer noch viel Hoffnung, dass wir eine Menge Ineffizienz beseitigen können, wenn es um grenzüberschreitende Zahlungen geht.

Grayscale: Bitcoin ist das neue Gold

Die Investmentfirma Grayscale sorgte mit einer TV-Kampagne, die Bitcoin als „Gold 2.0“ bewirbt, für Aufsehen.

Wer sich am Tag der Arbeit zum spontanen Bitcoin-Kauf hat hinreißen lassen, hat in der Tat ein gutes Timing an den Tag hingelegt. Schließlich erreichte der Bitcoin-Kurs am 3. Tag seinen Jahreshöchststand.

Binance-Chef Zhao: Gewohnt bullishe Töne

Wie es sich für den Chef einer Bitcoin-Börse gehört, hat auch Binance-CEO Changpeng Zhao den Bullen Futter gegeben.

In einigen Jahren wird es mehr Benutzer in #crypto geben, als es heute Benutzer für das Internet gibt.

Freilich ist Zhao dabei klug genug, seine gewagte Prognose nicht mit einem Zeitraum zu versehen.

Ergebnisse sind einfach vorherzusagen, das Timing ist sehr schwierig. Deshalb bin ich geduldig.

Erschreckend ist daran, dass Zhao offenbar nicht bewusst ist, das bereits der gesamte Krypto-Space weiß, wann die Mondreise losgeht. Ganz ohne Proof-of-Work und oder -Stake hat man sich längst auf soon™ geeinigt.

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