Bitcoin gegen Blüten: Europol nimmt Geldfälscher-Ring fest

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Bitcoin gegen Blüten: Europol nimmt Geldfälscher-Ring fest

Das europäische Polizeiamt (Europol) hat eine der größten Geldfälscher-Banden des Kontinents festgenommen. Sie verkaufte gefälschtes Geld gegen Bitcoin. 

Der portugiesischen Polizei gelang gemeinsam mit Europol ein Schlag gegen einen Geldfälscher-Ring, der Falschgeld gegen Bitcoin verkaufte. Nach Informationen von Sputniknews beschlagnahmte die Polizei neben Geräten für den Gelddruck circa 70.000 Euro an Falschgeld.

Laut dem Magazin schätzt Manuel Mourato von der portugiesischen Polizei die Qualität des Falschgeldes hoch ein:

Neben Hologrammen enthalten die Banknoten auch die Imitation von Tinte sowie Wasserzeichen. Die Banknoten haben viele Sicherheitsmerkmale. Es handelt sich um eine der qualitativ hochwertigsten Fälschungen, die in Europa beschlagnahmt wurden.

Die Polizei hat insgesamt fünf Personen festgenommen. Der Kopf der Gruppe wurde offenbar in Kolumbien gefunden und ausgeliefert. Wie Sputniknews weiter berichtet, steuerte er die Produktion der Blüten je nach Auftragslage. Kamen Bestellungen über einen Darknet-Marktplatz herein, produzierte der Rest des Teams das Geld dann in der portugiesischen Niederlassung.

Bitcoin: Der Fehler der Fälscher

Bei aller Qualität der „Blüten“ schienen die Fälscher in Sachen Darknet und Kryptowährungen jedoch weniger bewandert zu sein. So ließen sie sich offenbar in Bitcoin bezahlen. Dabei übersahen sie jedoch, dass die grundlegende Technologie der Währung transparent ist und lediglich für Pseudonymität sorgt. Anders gesagt: Über die Blockchain lassen sich Geldströme gut nachverfolgen – für Dinge, die im Verborgenen geschehen sollen, ist das Bitcoin-System eher ungeeignet.

Banknoten noch im Umlauf


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Dennoch schaffte es die Bande laut Presseinformationen, insgesamt über eine Million Euro zu produzieren. Im Umlauf waren diese schließlich in Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal. Trotz der Aufdeckung der Bande sei es wahrscheinlich, dass noch einige Noten im Umlauf sind:

Häufig werden sie nur bei der Einzahlung erkannt. Im Sinne des normalen Handels handelt es sich um Banknoten, die leicht untergehen. Diejenigen, die gefälschte Banknoten erkennen, seien gewarnt, nicht zu versuchen, sie an eine andere Person weiterzugeben, da dies ein Verbrechen ist. Man muss bei den Behörden Meldung erstatten […],

warnt der Koordinator der strafrechtlichen Ermittlungen Luís Ribeiro gegenüber Sputniknews.

Bitcoin & Co. in Portugal

Erst kürzlich machte die Nachricht die Runde, dass Bitcoin-Transaktionen sowie der Handel mit Kryptowährungen in dem europäischen Land steuerfrei sind. Selbiges gilt für das „Schürfen“ der Kryptowährung. Damit verfolgt Portugal eine krypto-freundliche Politik, mit der es sich von den meisten europäischen Ländern abhebt.

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