Bitcoin ETF in Sicht? Kryptoin bereitet Antrag bei SEC vor

Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Brigitte Bernhardt

Brigitte Bernhardt hat Architektur studiert, PR und Redaktion gelernt und arbeitet als Fachautorin für verschiedene Medien. In die Kryptowelt ist sie 2017 eingetaucht und war vom ersten Moment fasziniert – von der Technik, von der Idee, den Menschen die Kontrolle über das eigene Geld zu geben und von den Möglichkeiten, die Kryptowährungen und Blockchain für unsere Welt bedeuten.

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Quelle: Shutterstock

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Das auf den Caymaninseln gemeldete Unternehmen Kryptoin hat am 15. Oktober einen Bitcoin-ETF-Antrag bei der US-amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC eingereicht. Bereits seit zwei Jahren arbeitet das Team an dem Bitcoin Fonds. Nun möchte Kryptoin als erste Antragsstellerin die SEC-Zulassung erhalten.

Sollte das Projekt Erfolg haben, wäre dies ein Meilenstein im Gerangel um Bitcoin ETFs. Denn bislang hat es noch kein Anbieter geschafft, die Kommissare der US-Börsenaufsichtsbehörde zu überzeugen. Zwar ist VanEck im September mit einer abgespeckten ETF-Version für ausgewählte Investoren an den Markt gegangen. Doch hat das Investment-Unternehmen den der SEC vorliegenden Antrag für den VanEck/Solid Bitcoin ETF inzwischen zurückgezogen.

Derweil bemüht sich ein weiteres Projekt um Zustimmung durch die SEC: Das US-Unternehmen Wilshire Phoenix hat einen überarbeiteten Vorschlag eingereicht, mit Coinbase als Verwalter der Bitcoin-Vermögenswerte. Dabei mussten Letztere die Verfügbarkeit der BTC garantieren.

Indes lehnte die US-Börsenaufsicht den Bitcoin ETF von Bitwise am 9. Oktober ab. Immerhin können die Antragsteller und auch andere Unternehmen der über 100 Seiten starken Begründung der SEC wertvolle Hinweise für künftige Anträge entnehmen. Somit ist davon auszugehen, dass mit jedem neuen Antrag die Aussicht auf Erfolg größer wird.


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Als Bedenken nannte die SEC in der Vergangenheit vor allem die starke Volatilität des Bitcoin-Kurses bzw. den Verdacht auf Kurs-Manipulation. Des Weiteren geht es um Sicherheitslücken, etwa bei der Verwahrung der Coins.

Hoffnung für baldigen Bitcoin ETF?

Hinter dem Kryptoin Bitcoin ETF Trust stehen der ehemalige CEO des World Gold Council und der Portfoliomanager von SPDR Gold Shares, den derzeit größten physisch gesicherten börsengehandelten Goldfonds weltweit. Diese sind seit 2007 an der Börse von NYSE Arca handelbar. Der nun vorgestellte Bitcoin ETF Trust soll ebenfalls an der NYSE Arca gehandelt werden. Das Anlageziel des Trusts beschreiben die Antragsteller folgendermaßen:

Der Kryptoin Bitcoin ETF Trust ist ein börsengehandelter Fonds, der Anteile ausgibt, die an der Börse von NYSE Arca, Inc. (der „Exchange“) gehandelt werden. Das Anlageziel des Trusts besteht darin, ein Engagement in Bitcoin zu einem Preis zu erzielen, der dem tatsächlichen Bitcoin-Markt entspricht, auf dem Anleger Bitcoin kaufen und verkaufen können, abzüglich der Kosten der Geschäftstätigkeit des Trusts.

Für die Bestimmung des Kurses will Kryptoin auf den Bitcoin-Referenzkurs der Chicago Mercantile Exchange Group zurückgreifen.

Zuversicht und ein langer Atem

Unterdessen blicken die Macher aufgrund der bisherigen kritischen Haltung der US-Börsenaufsicht gegenüber Bitcoin ETFs verhalten optimistisch in die Zukunft. So stellt sich Jason Toussaint, Leiter der Abteilung für börsengehandelte Produkte bei Kryptoin, auf einen längeren Prozess ein. In einem Interview mit dem Branchenmagazin Coindesk beschreibt er die Erwartungen des Unternehmens angesichts der jüngsten Kommentare im Rahmen des Bitwise-Bitcoin-ETF-Auftrags als „realistisch“.


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