Corona Marktupdate Bitcoin dreht ins Plus: Ruhe vor dem Sturm?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die USA werden zum neuen Corona-Krisenherd. Das Land meldet bereits die meisten Infizierten weltweit und steht dabei erst am Anfang der Pandemie. Die Sorge vor weiteren wirtschaftlichen Einbrüchen ist an den klassischen Märkten deutlich spürbar. Aktuell zeigt der Krypto-Markt jedoch leichte Erholungstendenzen.

Coronavirus und die internationale Lage

Die Corona-Fallzahlen steigen global rasant an. Beinahe eine Million Menschen sind laut John Hopkins Universität weltweit mittlerweile mit dem Virus infiziert. In Deutschland sind dem RKI nach bereits über 73.000 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden. Das Kontaktverbot scheint die Ausbreitung aber allmählich zu verlangsamen, so zeigt sich eine leichte Rückläufigkeit der Zahl Neuinfizierter. Bund und Länder haben sich dennoch auf eine Verlängerung des Verbots bis zum 19. April geeinigt

Die USA werden derweil zum neuen Epizentrum des Virus. Mit über 216.000 bestätigten Fällen melden die USA inzwischen mit Abstand die meisten Infizierten weltweit. Und die Tendenz neu Erkrankter steigt. Präsident Donald Trump hat auf einer Pressekonferenz erklärt, dass selbst bei Einhaltung der Social-Distancing-Maßnahmen mit 100.000 bis 240.000 Todesopfern zu rechnen sei. Besonders hart trifft das Virus aktuell New York, wo die Kapazitäten des Gesundheitssystems schon völlig überlastet sind.

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) hat gemeinsam mit einem Team bestehend aus 130 Mitgliedern aus sieben europäischen Ländern ein Tracking-Tool entwickelt, das die Ausbreitung des Virus nachzeichnet und die Menschen vor potenziell Infizierten warnt. Laut Pressemitteilung soll das Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing-System (PEPP-PT) „zwischen Ländern über einen anonymen, länderübergreifenden Austauschmechanismus verwendet werden“. Per Bluetooth registriert die freiwillige App ob man sich in räumlicher Nähe zu potenziell Corona-Infizierten befindet oder befunden hat. Die Nutzer erhalten Warnungen, wenn sich positiv getestete Personen im Umkreis bewegen. Die App steht laut HHI im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und speichert keine Standortinformationen.

Verunsicherung an den klassischen Märkten


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An den Aktienmärkten herrscht nach wie vor große Verunsicherung. Vor allem die Einzelwerte der Auto- und Luftfahrtbranche haben deutlich Federn gelassen. Zudem bestehen große Sorgen über die künftige Entwicklung der Corona-Krise in den USA, die sich auch am deutschen Aktienmarkt auswirken. So knickte der DAX während des gestrigen Handelsverlaufs um -3,94 Prozent ein und schloss mit einem Verlust von 391,09 Punkten bei 9.544,75 Zählern. Bei Börsenöffnung kommt der deutsche Leitindex jedoch zögerlich aus der Deckung und startet mit einem leichten Plus von 0,56 Prozent bei 9.598,01 Punkten.

Neben dem rasanten Anstieg der Fallzahlen und der Ankündigung weiterer Maßnahmen wie landesinneren Flugverboten hat vor allem die drohende Entlassungswelle in den USA den amerikanischen Börsen schwer zugesetzt. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen auf 3,3 Millionen und erreichten damit einen Rekordwert. Dementsprechend brachen die US-Indizes am gestrigen Handelstag ein. Der Dow Jones ist um -4,44 Prozent auf 20.943,51 Punkte gerutscht. Auch der marktbreite S&P 500 schloss verlustreich und fiel um -4,41 Prozent auf 2.470,50 Zähler. Zum Handelsbeginn können beide Indizes aber wieder zulegen. Der Dow Jones startet mit einem Plus von 1,36 Prozent bei 21.227,30 Punkten, während der S&P 500 um 1,31 Prozent auf  2.502,88 Zähler klettert.

Krypto-Markt: Bitcoin und Co. im Plus

Seit nunmehr 4 Wochen wird der Krypto-Markt von den Auswirkungen des Corona-Krise erfasst. Zwar konnte sich der Krypto-Markt zwischenzeitlich immer wieder erholen, von längerfristigen Tendenzen kann jedoch aufgrund der aktuell ungewissen Gesamtentwicklung der Pandemie keine Rede sein. Vor allem die Entwicklung der Corona-Ausbreitung in den USA könnte in kommender Zeit weitere Abverkauswellen auslösen und den Krypto-Markt erneut nach unten reißen. Zumindest aktuell kann der Markt aber wieder ins Plus drehen.

Der Bitcoin-Kurs hat in den letzten 24 Stunden 4,5 Prozent zugelegt und notiert gegenwärtig bei 6.616,26 US-Dollar. Der Ether-Kurs (ETH) liegt mit einem Zuwachs von 3,3 Prozent bei 136,74 US-Dollar, während Ripples XRP mit einem Plus von 1,7 Prozent im Tagesvergleich bei aktuell 0,176 US-Dollar gehandelt wird. Der IOTA-Kurs (MIOTA) kann knapp 2,6 Prozent zulegen und steht somit bei 0,146 US-Dollar. 

Die Krise als Chance für die Blockchain-Industrie

Der Arbeitsmarkt leidet schwer unter den Belastungen der Corona-Krise. Auch die Blockchain-Industrie mit ihren zahlreichen Start-ups bekommt die Auswirkungen zu spüren. Dennoch bieten sich gerade der Blockchain-Technologie momentan viele Chancen. Die Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten der dezentralisierten Technologie erlangen in Bereichen des Daten-Trackings und der dringenden Digitalisierung von Verwaltungsprozessen neue Bedeutung. So könnte die Krise der Branche nachhaltig neuen Aufschub verleihen.

Diese Meinung teilt auch Patrick Hansen Bereichsleiter für Blockchain beim Digitalverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien). Gegenüber BTC-ECHO kommentiert Hansen die aktuelle Marktlage:

Die gesamte Blockchain-Branche hält derzeit die Luft an – Start-ups fürchten um ihre Zukunft, Corporate-Blockchain-Projekte, meistens noch Pilotprojekte und PoCs [Proof of Concepts], stehen auf dem Prüfstand, und auch der Krypto-Markt hat noch mit den kürzlichen, drastischen Verlusten zu kämpfen. Jeder Euro wird jetzt zweimal umgedreht – das ist für die junge Technologie natürlich ein harter Schlag. Zumal die Abhängigkeiten groß sind – Start-ups sind für die Technologie-Entwicklung entscheidend, die Reife der Technologie für Corporate-Adoption, und diese wiederum für die Zukunft des Blockchain- und Krypto-Sektor allgemein. Andererseits können die aktuelle Krise und damit zusammenhängende Finanzspritzen der Notenbanken auch dazu führen, dass z.B. Bitcoin als Wertspeicher und Blockchain als alternatives, vertrauenswürdiges Transaktionssystem im Finanzwesen an Fahrt gewinnen. Zudem bietet sich Entwicklung von bestimmten Blockchain-Use-Cases in der Corona-Krise förmlich an: Blockchain zum Tracking, zur Verwaltung, und zum sicheren Austausch von Gesundheitsdaten, Blockchain zur Umsetzung von geldpolitischen Maßnahmen (Gutscheine, Helikoptergeld), Blockchain für mehr Transparenz in der Lieferkette von Medizingeräten und Arzneimitteln, Blockchain als sichere Identitätsbestätigung etc. Die aktuelle Situation könnte dazu führen, dass der Post-Hype-Trend nochmals verstärkt wird und sich die Spreu noch weiter vom Weizen trennt – und sinnvolle Blockchain Geschäftsmodelle und Use Cases am Ende gestärkt daraus hervorgehen.

Bitcoin-Kurs: Die technische Analyse

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kurs von Chief Analyst Dr. Philipp Giese.

Die Seitwärtsphase scheint zum neuen Standard beim Bitcoin-Kurs zu werden. Seit Ende März pendelt der Bitcoin-Kurs in einem Band zwischen 5.800 US-Dollar und 6.700 US-Dollar hin und her. Entsprechend kommen wir trotz des positiven und weiterhin steigenden MACD zu einer neutralen Einschätzung und bleiben bei den Handelsempfehlungen der letzten Tage:

  • Long Position: Entry 7.139,00 US-Dollar, Target bei 7.988,78 US-Dollar, Stop Loss bei 6.726,47 US-Dollar.
  • Short Position: Entry bei Fall unter 5.593,03 US-Dollar, Target bei 5.016,53 US-Dollar, Stop Loss bei 5.918,71 US-Dollar.

Tages- und Stundenchart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt.

Die Aprilscherze im Stundenchart gingen weiter: Nachdem der Kurs zwischenzeitlich unter 6.200 US-Dollar fiel, konnte er über die Nachtstunden eine kleine Rallye hinter sich bringen, die den Kurs auf über 6.500 US-Dollar hob. Von den Indikatoren her sieht es zur Zeit nach einer leichten Konsolidierung aus: MACD positiv, aber nicht mehr steigend, RSI leicht fallend und Aroon-Up-Signal ebenso im Sinkflug. Wir kommen deshalb auch hier zu einer neutralen Einschätzung. Folgende Handelsstrategien bieten sich an:

  • Long Position: Entry bei 6.688,20 US-Dollar, Target bei 6.842,83 US-Dollar, Stop Loss bei 6.540,45 US-Dollar.
  • Short Position: Entry bei Fall unter 6.400,00 US-Dollar, Target bei 6.173,21 US-Dollar, Stop Loss bei 6.540,45 US-Dollar.

Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Charts am 02 .04.2020 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,91 Euro.


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