Coinbase Bitcoin-Börse kooperiert mit US Secret Service

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Schutz- und Wachdienst-Offizier (SPP, rumänische Version des US-Geheimdienstes), der während des Ausbruchs von Covid-19 während eines öffentlichen Besuchs eines Würdenträgers eine Maske trägt.

Quelle: Shutterstock

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Coinbase stellt dem US Secret Service seine Blockchain-Analyse-Tools zur Verfügung. Die Schlinge für Bitcoin-Kriminelle zieht sich zu.

Strafverfolgung auf der Bitcoin Blockchain

Kriminelle irrten in der Vergangenheit wiederholt in der Annahme, dass es sich bei der Bitcoin Blockchain um ein anonymes Netzwerk handeln könnte. Vielmehr hat man es hier mit einer pseudonymen Kette von Datenblöcken zu tun. Jeweilige Sender und Empfänger von Transaktionen sind alphanumerisch gekennzeichnet.


So lässt sich auf den ersten Blick von jedem überprüfen, welche Adresse zu welchem Zeitpunkt wieviel Bitcoin (oder Bruchstücke davon von) versendet hat. Mit dem nötigen technischen Know How lassen sich die Adressen dann auch einzelnen Computern beziehungsweise IP-Adressen zuordnen. Kurz um: Bitcoin ist nicht anonym.

Diese Tatsache machen sich auch immer mehr Strafverfolgungsbehörden zu nutze. Der spektakulärste Fall ereignete sich in jüngster Vergangenheit, als internationale Behörden im vergangenen Jahr den bis dato größten Ring für Kinderpornographie sprengten. Die Kriminellen hatten unter anderem Bitcoin benutzt, um sich gegenseitig zu bezahlen.

Coinbase und der US Secret Service

Wie es momentan aussieht, könnte diese Art der Blockchain-Strafverfolgung bald weit über das Bitcoin-Netzwerk hinaus ausgebreitet werden. Wie man offiziellen Dokumenten entnehmen kann, arbeitet Coinbase künftig mit dem US Secret Service zusammen. Die Bitcoin-Börse und die US-amerikanische Strafverfolgungsbehörde haben einen Vertrag bis 2024 geschloßen. Darin kommen sie überein, dass die Behörde künftig die Analyse-Software „Coinbase Analytics“ nutzen darf. Dabei handelt es sich um ein Analyse-Tool, dass das Durchforsten der Blockchain erleichtern soll.

Wie Coinbase gegenüber dem Krypto-Magazin TheBlock jedoch betont, seien die Informationen, die Coinbase Analytics zur Verfügung stellt, von internen Informationen der Bitcoin-Börse getrennt. Vielmehr beziehe das Tool seine Informationen lediglich aus öffentlich zugänglichen Informationen und seien daher nicht mit privaten Daten von Nutzern der Börse zu verwechseln. Dementsprechend handle es sich bei Coinbase Analytics um ein Tool, das die Krypto-Exchange nutze, um intern Daten auszuwerten. Coinbase nutze es, um die regulatorischen Voraussetzungen zu erfüllen und die Einlagen der Nutzer zu schützen.

US Secret Service soll Bitcoin-Kriminelle ausfindig machen

Zuletzt wurde im Februar bekannt, dass US Präsident Donald Trump im neuen Haushaltsplan die Verlagerung des Secret Service in das US-Finanzministerium vorgeschlagen hatte. Dem Plan zufolge sollte das unter anderem die Strafverfolgung im Krypto-Bereich erleichtern.

Die technologischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte, wie z. B. die Kryptowährungen und die zunehmende Vernetzung des internationalen Finanzmarkts, haben […] stärkere Verbindungen zwischen Finanz- und Cyberkriminalität und der Finanzierung von Terroristen und Schurkenstaaten aufgedeckt. Der Haushalt schlägt ein Gesetz zur Rückführung des US-Geheimdienstes in das Finanzministerium vor, um neue Effizienz bei der Untersuchung dieser Verbrechen zu schaffen und die Nation auf die Bedrohungen von morgen vorzubereiten,

heißt es in dem Vorschlag. Auch die Blockchain-Daten-Plattform Chainalysis hat vor Kurzem angekündigt, noch enger mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten zu wollen.

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