Meinungs-ECHO Bitcoin: Alles oder nichts

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Der Präsident des brasilianischen Bankenverband geht mit Kryptowährungen hart ins Gericht, während von anderer Seite der nächste Bull Run in Aussicht gestellt wird. Das Meinungs-ECHO.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 31. März 2020 06:03 Uhr von Mark Preuss

Schwere Zeiten für Hodler. Wem der Corona-Crash am Krypto-Markt schon nicht turbulent genug war, dem dürfte spätestens die nächste Schockmeldung durch Mark und Bein gehen. Allen, die sich im naiven Glauben befinden, dass es sich bei Kryptowährungen à la Bitcoin um – nun ja – Währungen handelt, hat der Chef des brasilianischen Bankenverbands eine bittere Pille verabreicht.

Kryptowährungen nichts als Schall und Rauch

Murilo Portugal, seines Zeichens Präsident des brasilianischen Bankenverbandes, hat während einer Debatte über die „Auswirkungen der digitalen Revolution auf das Finanzsystem“ der FHC Foundation deutliche Worte gefunden. Laut Portugal erfüllen „Kryptowährungen keine der klassischen Funktionen der Währung“. Im Grunde taugen Kryptowährungen für keine der grundlegenden Eigenschaften wie Rechnungseinheit, Tauschmittel oder Wertaufbewahrungsmittel:

Sie werden eigentlich Münzen genannt, aber sie sind keine Münzen, weshalb es sich um eine Kryptowährung handelt. Kryptowährungen erfüllen keine der klassischen Funktionen der Währung, die als Rechnungseinheit dienen soll, in der Menschen Preise ausdrücken können. Sie dienen weder als Zahlungsmittel noch als Wertaufbewahrungsmittel, da die Volatilität sehr hoch ist.


Portugal ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Als ehemaliger Exekutivdirektor der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds hat sein Wort in der Finanzwelt Gewicht. Mit dieser Äußerung hat er sich aber offensichtlich aus dem Rennen als Anwärter für die Existenz Satoshi Nakamotos disqualifiziert.

… oder doch der nächste Bitcoin Bull Run?

Dass das Bitcoin-Investment doch nicht für die Katze sein muss, lässt sich der Prognose des Analysten Big Cheds entnehmen. Per Twitter teilte er mit, dass er in Kürze eine Wertsteigerung der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bei 7.600 US-Dollar erwarte :

Bitcoin in 4 Stunden – BBs (Bollinger Bänder) beginnen zu drücken, ich erwarte eine Volatilität. Macht schonmal das Popcorn klar.

Demnach haben Kleinanleger, die Bitcoin im Laufe des jüngsten Abwärtstrends angehäuft haben, diese nun in Cold Storages verlagert, was ein Indikator für die nächste Explosion am Krypto-Markt sein könnte. Dass Anleger ihre Bitcoin von den Börsen abziehen, könnte somit auf eine baldige Akkumulation des Markts hindeuten.

Die erwartete Kursexplosion ließ allerdings auf sich warten. Zwar könnte man noch für die Relativität von Zeit argumentieren. Aber zumindest nach offizieller Zeitrechnung dürften die vier Stunden mittlerweile abgelaufen und die Popcornreste in den unendlichen Weiten der Sofaritze verschwunden sein.


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