MicroStrategys Landnahme Bitcoin 2020: Wieso diesmal alles anders ist

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Physische Repräsentanz einer Bitcoin-Münze auf güldenem Hintergrund.

Quelle: Shutterstock

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Das US-Börsenunternehmen MicroStrategy nimmt mal eben 0,1 Prozent des Bitcoin-Gesamtsupply vom Tisch. Ein mutiger Schritt der zeigt, wie weit die Kryptowährung Nr. 1 bereits gekommen ist.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 17. August 2020 11:08 Uhr von Mark Preuss

Als der größte börsennotierter Dienstleister für Geschäftsanalytik Anfang der Woche vermeldete über 21.000 BTC erstanden zu haben, war dann doch die Hölle los. Die Rede ist natürlich von MicroStrategy (Ticker: MSTR). Das US-Unternehmen, das es aktuell auf einen Börsenwert von 1,3 Milliarden US-Dollar bringt, gab am Montag, den 11. August bekannt,  21.454 BTC auf dem Markt erworben zu haben. Aus der Portokasse kam das Kapital dafür sicher nicht. Schließlich kostete der Deal alles in allem etwa 250 Millionen US-Dollar. Damit dürfte es der größte Bitcoin-Kauf eines börsennotierten Unternehmens überhaupt sein. Entsprechend groß fiel die mediale Reaktion aus.


Die Bitcoin-Szene feiert MicroStrategy wie einen Verbündeten. Und das nicht ganz zu unrecht. Schließlich liest sich die entsprechende Pressemitteilung wie ein Plädoyer auf die Kryptowährung Nr. 1.

Diese Investition spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Bitcoin als die am weitesten verbreitete Kryptowährung der Welt ein zuverlässiger Wertspeicher und ein attraktiver Investitionswert mit einem größeren langfristigen Wertsteigerungspotenzial als Fiatgeld ist. […]. Bitcoin bietet nicht nur eine vernünftige Absicherung gegen Inflation, sondern auch die Aussicht auf eine höhere Rendite als andere Investitionen

Michael Saylor, CEO MicroStrategy. Quelle: Pressemitteilung MicroStrategy.

Im Klartext fasst MicroStrategy hier mal eben die Bitcoin-Wertversprechen zusammen. Allerdings stammen die Worte eben nicht von Bitcoin Twitter, sondern eben aus den Federn eines Schwergewichts an der New Yorker Börse Nasdaq. Ein Paukenschlag.

Ein mutiger Schritt

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Dabei war das Unternehmen, wie Bitcoiner Michael Goldstein auf Twitter herausstellt, nicht immer Befürworter des digitalen Goldes. Eher im Gegenteil: 2013 schrieb CEO Michael Saylor, dass „Bitcoins Tage gezählt“ seien. Wieso also der Umschwung?

Es scheint ganz so, als werde aus dem Bitcoin-Narrativ von dezentraler, digitaler Knappheit langsam aber sicher Realität. Schließlich gibt das Unternehmen die Wertspeicher-Eigenschaften sowie das dadurch verbundene Rendite-Potenzial von BTC als Hauptgrund für den Ankauf an. Der Schritt kommt also einer Art Bitcoin Landgrab gleich. Mit dem Kauf kann das Unternehmen damit etwa 0,1 Prozent des Bitcoin-Gesamtsupply sein Eigen nennen. Bei der Konkurrenz dürfte das nicht lange unerkannt bleiben.

Nur 1.000 Unternehmen können BTC 21.000 BTC kaufen.
Denkt mal darüber nach.
Die große Landnahme hat gerade begonnen

Übersetzung des Tweets.

Auch die Börse honorierte die Nachricht mit grünen Kerzen. In der Stunde nach Vermeldung stieg der Aktienkurs um rund neun Prozent an und notiert aktuell bei 134 US-Dollar.

Börsenkurs MSTR seit Mai 2020. Quelle: macrotrends.net

Was das für den Bitcoin-Markt bedeutet

Im Kern dürfte der Schritt vor allem zweierlei Folgen haben. Zunächst könnte das eintreten, was Permabulle @BitcoinTina als „institutionelle FOMO“, also die Angst, eine Chance zu verpassen, bezeichnet. Der Kursausschlag der MSTR-Aktie ist ein weiteres Argument dafür, dass Diskussionen über BTC in den Führungsebenen von Börsenunternehmen alsbald alsbald zur Tagesordnung gehören.

Zudem beschert die Entscheidung der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung einen gehörigen Schritt in Richtung institutionelle Legitimation. Bitcoins Weg von „Magic Internet Money“ bis zu „oberstes Reserveasset“ ging dann doch erstaunlich schnell. Jetzt wird es spannend.

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