Binance, Binance: Der Aufstieg des BNB-Token und der Initial Exchange Offerings – das nächste große Ding?
Binance, Binance: Der Aufstieg des BNB-Token und der Initial Exchange Offerings – das nächste große Ding?

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Binance: Der Aufstieg des BNB-Token und der Initial Exchange Offerings – das nächste große Ding?

Der BNB-Kurs performte in den letzten Monaten vergleichsweise gut. Die Zukunftsaussichten des Token lassen eine weitere gute Entwicklung erhoffen. Denn mit dem Binance Launchpad ermöglicht die größte Bitcoin-Börse der Welt sogenannte Initial Exchange Offerings, mit denen der BNB-Token direkt verbunden ist. Diese sollen die neue Form der ICOs sein, mit einigen Absicherungen allerdings. Während sich hier für Trader gute Möglichkeiten eröffnen, rückt die Grundidee hinter Bitcoin indes weit in den Hintergrund: Dezentralisierung. Von Binance, BNB-Token und Initial Exchange Offerings.

Der Binance BNB Token hat in den letzten Wochen vergleichsweise gut performt. So konnte der Token aus dem Hause der weltweit größten Bitcoin-Börse gute 45 Prozent zulegen. Aktuell notiert er bei knapp 15 US-Dollar und belegt im Ranking mit den größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung inzwischen Platz 7, direkt nach Bitcoin Cash. Zum Vergleich: Der Bitcoin-Kurs legte in den letzten 30 Tagen um 3,5 Prozent zu und hält sich aktuell relativ stabil bei knapp 4.000 US-Dollar. Doch was hat den Anstieg des BNB Token verursacht? Was bedeutet er für das Krypto-Ökosystem? Und welche Auswirkungen kann die Verbreitung des Token in Zukunft haben? Was sind Initial Exchange Offerings? Ein Einblick in das Binance-Ökosystem.

Der BNB-Token im Ökosystem der Bitcoin-Börse

Der Binance-Token ist auf 200 Millionen Token limitiert. Laut White Paper gab Binance beim ICO insgesamt 50 Prozent davon aus, die andere Hälfte teilt sich das Binance-Founding-Team (40 Prozent) und Angel Investoren (10 Prozent). Der Token hat seinen Platz auf der Ethereum-Plattform und ist damit ein ERC20-Token. Letztlich dient der BNB-Token als Utility Token für die Binance-Plattformen. Man verwendet ihn beispielsweise für die Bezahlung neuer Token-Listings sowie für das Bezahlen anderer Gebühren. Für die kommende DEX soll er auch als Grundlage dienen. Allen voran dem Binance Launch Pad.

Dort werden alle Projekte mit dem Token bezahlt. Damit steigert das Unternehmen letztlich die Nachfrage nach den Token, man kann nur damit in neue Projekte investieren. Auch der BitTorrent-Launch wurde auf dem Binance-Launchpad herausgegeben. Als einer der ersten Initial Exchange Offerings (später mehr dazu) schoss er direkt durch die Decke. Wie wir berichteten, legte der Token zwischenzeitlich um satte 850 Prozent zu.


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Das Binance Launchpad bildet wiederum die Grundlage für neue Projekte. Wer hier mit BNB bezahlt, erhält dabei einen Rabatt. Im ersten Jahr lag dieser bei 50 Prozent, im zweiten bei 25 Prozent und nimmt weiterhin kontinuierlich zur Hälfte ab, ab dem fünften Jahr gibt es hier keinen Discount mehr.

Weiterhin gibt das Unternehmen an, dass vierteljährlich Token verbrannt werden. Das soll so lange gehen, bis 50 Prozent aller Token verbrannt sind. Die zurückgehaltenen Token haben jeweils eine bestimmte Funktion. Laut White Paper fließen 35 Prozent der „Funds“ in die Binance-Plattform sowie mit ihr verbundene Upgrades, ebenso ins Personal. Weitere 50 Prozent fließen ins Marketing und damit verwandten Aktivitäten. 15 Prozent sollen zurückgehalten werden, falls es „irgendwelche Notfälle oder unerwartete Situationen gibt“.

Der BNB-Token-Burn

Wie man dem Smart Contract wiederum entnehmen kann, gibt es bei dem Burn keinen Gegenwert für die Token. Vielmehr werden die Token direkt verbrannt, was letztlich bedeutet, dass die gesamte verfügbare Menge an BNB-Token sinkt. Das Geld bzw. der Gegenwert bleibt jedoch im Umlauf — bei gleichbleibendem Kurs steigt der „Wert“ aller Token.

Wie Binance-CEO in unterem Video eröffnet, verbrennt Binance die Token der Nutzer. Sie kaufen sie zurück und „löschen“ sie dann anschließend von der Blockchain.

Das Binance Launch Pad und Initial Exchange Offerings

Zurück zum Binance Launchpad: Dieses dient also als Grundlage für neue Projekte, die im Rahmen eines Initial Exchange Offering entstehen. Sie sollen eine neue, sichere Alternative zu ICOs bieten. Da sie bereits auf einer Börse stattfinden, so das Kalkül, gewähren sie eine gewisse Sicherheit für Investoren. Doch was sind Initial Exchange Offerings?

Initial Exchange Offerings sind zunächst limitiert. Lediglich Nutzer einer Börse können an der Herausgabe der Token teilhaben. Dazu dient im vorliegenden Fall das Binance Lauchpad. Nutzer können hier mit dem BNB-Token neue Token von Projekten erwerben.

Hier bestimmt allerdings Binance über die Zulassung neuer Projekte und legt nach einer Analyse ein Startdatum fest. Wenn der Token Sale vorbei ist, kann der neue Token auch direkt auf der Börse gehandelt werden. Binance dient hier als zentraler Anlaufpunkt: der Intermediär, der dem Ideal der Dezentralität widerspricht. Sie verschafft sich dadurch einen immensen Vorteil gegenüber anderen Exchanges.

Binance und die Listinggebühren

Um auf Binance gelistet zu werden, muss man Gebühren zahlen. Wie hoch die Listinggebühren allerdings sind und welche Bedingungen gelten, verrät Binance indes nicht. Auf die Frage, ob es bei Binance Listing-Gebühren gebe, antwortet CEO Changpeng Zhao:

Wir tun es [Listing-Gebühren verlangen]. Was wir tun: Wir verhandeln nicht. Und wir schlagen keinen Preis vor. [Das betreffende Team] sagt uns, was sie bezahlen möchten.

Das war im Jahr 2018. Einige Zeit später kündigte Binance eine Wohltätigkeitsorganisation an. Die Binance Charity sollte folglich alle Listing-Gebühren als „Spenden“ erhalten.

Binance breitet sich aus

Zwischenzeitlich tauchten mehrere Use Cases auf, mit denen Binance ihren Token verbreitet. So kündigte Changpeng Zhao am 10. März etwa die Auktion eines Hauses an, das mit Bitcoin oder BNB erworben werden kann:

Wie wird der BNB-Token performen?

Da sich der BNB-Token momentan so stark verbreitet, kann man hier Parallelen zur ICO-Welle im Jahr 2017 sehen, die auf die Erschaffung des ERC20-Standards folgte. Hier war Ether die Grundwährung, Investoren haben sich den Token gesichert und vom Kursanstieg profitiert. Der BNB-Token und das mit ihm verbundene Initial Exchange Offering bietet einen großen Anreiz für neue Projekte, schließlich bekommen Unternehmen direkten Zugriff auf zehn Millionen Nutzer.

Wenn auch Binance der größte Anbieter ist, gibt es auch andere Exchanges, die IEOs anbieten. So zum Beispiel GBE, OKCoin, Bittrex, EXMO oder Huobi.

Ein bitterer Beigeschmack: Das Kreuz mit der Zentralisierung

Für Investoren kann sich hier eine gute Möglichkeit bieten, von einem möglichen Kursanstieg des BNB-Token zu profitieren. Davon kann man aufgrund des abnehmenden Supplies ausgehen; auch die aufgezeigte Verbreitung lässt auf eine gute Performance des Token hoffen.

Ein Beigeschmack bleibt jedoch beim BNB-Token und dem Ökosystem, das sich Binance aufbaut. Es ist ein stark zentralisiertes System und widerspricht etwa dem Grundgedanken hinter Bitcoin. Mit einer zunehmenden Zentralisierung auf einen großen Player passiert schließlich genau das, was Satoshi Nakamoto mit seinem Bitcoin White Paper abschaffen wollte.

Auch die Frage nach den Listing-Gebühren bleibt indes offen. Allerdings hat Binance angekündigt, diese offenzulegen. Sie sollen außerdem alle in die Binance Charity Organisation fließen. Dass es sich dabei um ein mehr als fragwürdiges Unterfangen handelt, ist eine ganz andere Geschichte.

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