Metaplanet baut sein Bitcoin-Geschäft in den USA aus und steigt dafür beim Nasdaq-Unternehmen Super League Entertainment ein. Im Rahmen der Transaktion investiert das japanische Unternehmen 2.100 Bitcoin sowie 2,5 Millionen US-Dollar in bar. Nach Abschluss des Deals soll Metaplanet rund 95,7 Prozent der ausstehenden Stammaktien halten. Die Beteiligung soll künftig als US-amerikanische Bitcoin Treasury-Plattform des Unternehmens dienen.
Die 2.100 eingebrachten Coins entsprechen knapp fünf Prozent der insgesamt 43.000 BTC, die Metaplanet derzeit hält. Im Gegenzug erhält das Unternehmen unter anderem 44,9 Millionen neue Super-League-Aktien zu einem Preis von jeweils drei US-Dollar sowie Vorzugsaktien und Optionsscheine. An der Börse sorgte die Ankündigung für einen deutlichen Kurssprung: Die Super-League-Aktie legte zeitweise um bis zu 80 Prozent zu, bevor ein Teil der Gewinne wieder abgegeben wurde.
Bitcoin wird zum Kern der US-Expansion
Nach dem geplanten Abschluss der Transaktion im vierten Quartal soll Super League in Superplanet Inc. umbenannt werden und künftig unter dem Börsenkürzel SUPA handeln. Das bisherige Gaming-Mediengeschäft soll erhalten bleiben, parallel dazu entsteht eine Bitcoin-Treasury-Plattform für den US-Markt.
Metaplanet will dabei nicht nur Bitcoin in der Bilanz von Superplanet halten. Die Kryptowährung könnte auch als Sicherheit für künftige Vorzugsaktien dienen. Das Modell erinnert an Strategy, das mit Produkten wie STRC ebenfalls versucht, seinen Bitcoin-Bestand mit neuen Finanzierungsinstrumenten zu verbinden.
Für Metaplanet ist der Schritt Teil einer größeren Neuausrichtung. Das Unternehmen hält mit 43.000 BTC bereits einen der größten Bitcoin-Bestände unter börsennotierten Firmen. CEO Simon Gerovich will das Geschäftsmodell jedoch über das reine Ansammeln der Kryptowährung hinaus erweitern und stärker auf eine Bitcoin-basierte Finanzinfrastruktur setzen.
Dazu passt auch die Übernahme des japanischen Brokerhauses Siiibo Securities. Über das Unternehmen möchte Metaplanet BTC-gedeckte festverzinsliche Wertpapiere entwickeln, die als “Bitbonds” bezeichnet werden.
