Zukunftsvision dezentrale Identität: Microsoft stellt das blockchainbasierte Open-Source-Projekt ION vor

Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Brigitte Bernhardt

Brigitte Bernhardt hat Architektur studiert, PR und Redaktion gelernt und arbeitet als Fachautorin für verschiedene Medien. In die Kryptowelt ist sie 2017 eingetaucht und war vom ersten Moment fasziniert – von der Technik, von der Idee, den Menschen die Kontrolle über das eigene Geld zu geben und von den Möglichkeiten, die Kryptowährungen und Blockchain für unsere Welt bedeuten.

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An einem Gebäude ist der Schriftzug Microsoft zu lesen

Quelle: Shutterstock

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Microsoft arbeitet an einem dezentralen Identitätsnetzwerk auf Basis der Bitcoin Blockchain. Das Open-Source-Projekt mit dem Namen ION soll es Milliarden von Menschen ermöglichen, sicher zu interagieren. Der Software-Riese will mit diesem Projekt den Weg für eine Zukunft mit dezentralen DIDs bereiten. ION soll unter anderem die dafür erforderliche Skalierung gewährleisten.

Microsoft beschreitet mit ION einen weiteren Schritt in Richtung dezentraler Identität. Hierbei ist der Kerngedanke, dass jeder Mensch eine dezentrale, digitale Identität besitzt und selbst kontrolliert. Diese DIDs (Decentralized Identifiers) sollen durch eigene Identifikatoren abgesichert sein. Somit will Microsoft die sichere Interaktionen zwischen Organisationen, Menschen und Geräten möglich machen.


Wie aus einem Blog-Beitrag vom 13. Mai hervorgeht, hat das Unternehmen dafür intensiv an der Entwicklung von Open-Source-Komponenten gearbeitet.

Sogenannte Identity Hubs sollen eine sichere, verschlüsselte Speicherung personenbezogener Daten gewährleisten. Das dafür entwickelte DID-Netzwerk mit dem Namen ION (Identity Overlay Network) basiert auf der Bitcoin Blockchain. Dieses neue Konzept soll den Durchsatz von DID-Systemen erheblich verbessern, um Zehntausende von Transaktionen pro Sekunde zu erzielen.

Synergien für die digitale Identität auf der Blockchain

Microsoft hat das Projekt gemeinsam mit Partnern der Decentralized Identity Foundation (DIF) entwickelt. In der DIF engagieren sich zahlreiche internationale Unternehmen und Organisationen, um ein offenes, für alle zugängliches Ökosystem dezentraler Identität zu schaffen.

Ein technischer Knackpunkt des Projekts ist indes die Erhöhung des Transaktionsvolumen, ohne die Eigenschaften der Dezentralisierung zu beeinträchtigen. Besonders die Zusammenarbeit mit DIF-Mitgliedern ConsenSys und Transmute spielte hierfür eine wichtige Rolle, so Daniel Buchner, leitender Programmmanager der Microsoft Identity Division. Microsoft nutzt nach eigenen Angaben vielfältige Synergien, um das Projekt voranzubringen. Daniel Buchner schreibt dazu in seinem Blogbeitrag:

Der Code für die ION-Referenz-Node befindet sich noch in einer rasanten Entwicklung, und es müssen noch viele Aspekte des Protokolls implementiert werden, bevor es auf dem Bitcoin-Hauptnetzwerk getestet werden kann. (…) Wie bei unseren vorherigen Ankündigungen teilen wir unsere Arbeit so früh wie möglich mit – mit all seinen Ecken und Kanten – um ein Gespräch mit der Community zu beginnen und die Zusammenarbeit zu fördern.

Firmen, die bereits an Bord sind, um ION Nodes zu betreiben, sind unter anderem: Equinix, Casa, Learning Machine, Civic und Cloudflare.

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