Weißrussland: Steuerfreiheit für Krypto-Firmen bis 2023

Weißrussland

Unternehmen, die sich in Weißrussland mit dem Mining, Smart Contracts, der Ausgabe eigener Token und dem Handel mit Kryptowährungen beschäftigen, sollen für die nächsten fünf Jahre keine Steuern bezahlen müssen. Außerdem werden Smart Contracts Bestandteil des dortigen Gesetzes und halten somit Einzug in die rechtssprechende Gewalt. Das ist ein absolutes Novum.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur BELTA vergangenen Freitag bekannt gab, soll Weißrussland die erste Nation überhaupt werden, die Smart Contracts zu einem Bestandteil ihrer Gesetze werden lässt. Präsident Alexander Lukaschenko hat diesbezüglich ein Dekret über die Entwicklung der digitalen Wirtschaft unterzeichnet. Lukaschenko formulierte seine Ziele auf einem Treffen mit führenden Vertretern von IT-Unternehmen des Landes. Der Mechanismus der Smart Contracts könne auch ohne einen auf Papier gedruckten Vertrag grundlegende Probleme der Menschheit lösen. Zwar sei die Software noch nicht perfekt, so Lukaschenko. Dennoch sei dies der Weg, den die Entwicklung in der ganzen Welt nehmen würde. Überall verstehe man immer besser, dass digitale Verträge auf lange Sicht alle herkömmlichen, die noch Papier als Grundlage benötigen, ablösen werden. Nachdem die US-Bundesstaaten Arizona und Nevada dieses Jahr Smart Contracts in ihre lokalen Gesetzestexte integriert haben, soll dies nun auf Bundesebene in Weißrussland geschehen. Möglicherweise gebe es künftig einen besseren Gesetzesentwurf, gab man bekannt. Doch die Regierung in Minsk wollte mit dem erlassenen Dekret schlichtweg weltweit die erste sein, die diese moderne Technologie in ihre Gesetze einbindet.

Steuerfreiheit bis Januar 2023

Weißrussland will seinen eigenen IT-Sektor stärken, weswegen Unternehmen, die sich unter anderem mit dem Mining, Smart Contracts, der Ausgabe eigener Token und dem Handel mit Kryptowährungen beschäftigen, für fünf Jahre steuerfreie Gewinne erzielen dürfen. Die neue Regelung soll im Januar 2023 wieder auslaufen. Die Regierung in Minsk will für derartige Geschäfte ein positives Umfeld schaffen, damit das Land als Standort attraktiver wird, wie es hieß.

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Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.