Warren Buffett: “Kryptowährungen werden böses Ende nehmen“

Warren Buffett: “Kryptowährungen werden böses Ende nehmen“

Der US-amerikanische Großinvestor Warren Buffett nutzte am gestrigen Mittwoch einen Auftritt beim Sender CNBC, um eindringlich vor jeglichen Kryptowährungen zu warnen. Der jetzige Hype werde nicht gut enden, wie er glaubt.

Der Milliardär Warren Buffett wurde gestern anlässlich der Umstellung der Geschäftsleitung seiner Investment-Firma Berkshire Hathaway beim US-amerikanischen Sender CNBC befragt. Er wisse nicht, wann die Blase von Bitcoin & Co. platzen werde. Es könne sich um wenige Stunden oder um einen längeren Zeitraum handeln. Nach eigenen Angaben spekuliert Buffett mit seiner Investmentfirma noch nicht auf fallende Kurse. Auch die Frage, ob er derzeit mit Bitcoin-Futures gegen Kryptowährungen wette, verneinte er beim gestrigen Interview.

Wenn es möglich wäre, würde er allerdings gerne mit langfristigen Optionsgeschäften über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf den Kursverfall egal welcher Kryptowährungen setzen. Doch das geht nicht, weil es noch keine Krypto-Fonds gibt. Trotz seiner düsteren Prognose gab der Investor zu, sich mit Kryptowährungen eigentlich gar nicht auszukennen. Was momentan geschieht, werde aber definitiv böse enden, prophezeite er gestern.

Auch Buffetts Ansichten sind volatil

Die Einschätzung des Investors ist aber nicht immer in Stein gemeißelt. So lehnte er es öffentlichkeitswirksam über viele Jahre hinweg ab, in Aktien von Technologieunternehmen zu investieren. Im Jahr 2016 stieg er dann mit einem eigenen Aktienpaket bei Apple ein. Nach letzten Schätzungen besitzt Buffet 134 Millionen Apple-Aktien im Wert von fast 20 Milliarden Euro. Privat nutzt er aber ein Smartphone des Konkurrenten Samsung. Apple-CEO Tim Cook habe zu Weihnachten erneut erfolglos versucht, ihm ein iPhone zu verkaufen.

Man wird sehen, ob sich Buffetts Skepsis in Bezug auf Digitaltalwährungen auf Dauer halten oder er eines Tages darin investieren wird. Noch bleibt dafür ein wenig Zeit. Er wird im August 88 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit, wie er gestern stolz erzählte.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen.

Ähnliche Artikel

Hard Fork für Monero: Beryllium Bullet jetzt verfügbar

Am 18. Oktober 2018 führt das Monero-Netzwerk eine weitere Hard Fork durch: Beryllium Bullet. Mit dem Protokoll-Update sollen Transaktionen weniger Speicherplatz verbrauchen und günstiger werden. Mittlerweile hat das Monero-Projekt die neuen Wallet-Versionen veröffentlicht (v0.13.xx.xx). Wer Monero hält, muss jetzt seine Software aktualisieren. Ein Überblick: Hard Forks sind für Monero ein alter Hut. Zweimal im Jahr […]

Breaking: Fidelity Investments plant Bitcoin-Trading-Desk

Das billionenschwere Finanzunternehmen Fidelity Investments kündigte in der Nacht zum Dienstag, dem 16. Oktober, einen Trading Desk für Bitcoin & Co. an. Die Firma plant die Gründung eines Tochterunternehmens, welches für die Verwaltung von digitalen Wertanlagen zuständig sein soll. Nach Goldman Sachs kündigt das nächste Wall-Street-Unternehmen ihren Eintritt in den Krypto-Sektor an. Berichten zufolge plant […]

Visa und MasterCard: Kryptowährungen und ICOs als „hochriskant“ klassifiziert

Die beiden Kreditkartenunternehmen Visa und MasterCard könnten zukünftig härter gegen Kryptowährungen und Initial Coin Offerings vorgehen. So wurden Assets aus dem Krypto-Sektor als „hochriskant“ eingeordnet. Damit sichern sich die beiden Unternehmen zu, auch im Nachhinein Krypto-Geschäfte rückabwickeln zu können. Wie das Magazin Finance Magnates unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, haben die beiden Kreditkartenanbieter Visa und […]

Bitcoin-Börse Bakkt erhält prominente Verstärkung

Es ist offiziell: Die New Yorker Krypto-Börse Bakkt bekommt einen neuen Chief Operating Officer (COO). Mit Adam White ist nun ein Coinbase-Veteran für das operative Geschäft von Bakkt verantwortlich. Bereits seit letzter Woche kursierten Wechselgerüchte um Adam White, den Vizepräsidenten der Bitcoin-Börse Coinbase. Nun ist es offiziell: White bringt seine Expertise ab November bei der […]