Vitalik Buterin: 1.000-faches Wachstum ist nicht mehr drin

Quelle: PR/Flickr/TechCrunch

Vitalik Buterin: 1.000-faches Wachstum ist nicht mehr drin

Ethereum-Erschaffer Vitalik Buterin sieht für den Kryptospace keinen Raum mehr für vierstellige Wachstumszahlen. Das Wissen um die Blockchain sei dafür schon zu verbreitet. Jetzt gehe es darum, Krypto-Interessierte durch konkrete Anwendungen zu überzeugen.  

Vitalik Buterin bezweifelt, dass noch irgendeine Kryptowährung Kursanstiege von mehreren Tausend Prozent verbuchen können wird. Diese Einschätzung gab der 24-jährige Mitbegründer der Ethereum-Plattform am 8. September gegenüber Bloomberg. Anlass war der Ethereum Industry Summit in Hongkong.

„Der Blockchain-Raum kommt gerade an den Punkt, an dem eine Decke in Sicht ist“,

sagte der Programmierer und führte zur Begründung an, dass das Wort „Blockchain“ für immer weniger Menschen ein Fremdwort sei.

„Wenn man sich mittlerweile mit einer durchschnittlich gebildeten Person unterhält, hat diese wahrscheinlich zumindest schon einmal von der Blockchain gehört. Es gibt keine Möglichkeit mehr für ein weiteres 1.000-faches Wachstum.“

Das Wachstum von Bitcoin & Co. sei in den letzten Jahren vor allem von den Faktoren Marketing und Vergrößerung der Akzeptanz abhängig gewesen. Diese Strategie nähere sich einer Sackgasse, so Buterin.

Man müsse sich jetzt zum Ziel nehmen, Krypto-Interessierte noch stärker in die Technologie zu involvieren. Dazu brauche es lauffähige Anwendungen, die aus bloßem Interesse aktive Partizipation an der Krypto-Ökonomie machen.

Millionäre können auf sich warten lassen

Für Buterin ist die Entwicklung lauffähiger dApps (dezentraler Applikationen) wichtiger als die Spekulation über den Eintritt institutioneller Investoren in den Kryptospace. Diese haben momentan noch einen deutlichen Einfluss auf die Kursverläufe von Bit- und Altcoins. Erst vergangene Woche kam es nach einer Falschmeldung über Goldman Sachs’ vermeintliche Aufgabe ihrer Pläne zur Einrichtung eines Krypto-Trading-Desks zu massiven Kurseinbrüchen.

Buterin gibt wenig auf die Spekulationen über Bitcoin-ETFs und andere Investmentvehikel, die institutionellen Investoren die Tür zum Kryptoraum aufstoßen würden.

„Ich glaube wirklich nicht, dass dieses Zeug wichtig ist. Es gibt ehrlich gesagt einen Teil von mir, der glücklicher wäre, wenn der institutionelle Handel mit Kryptowährungen erst in fünf Jahren stattfinden würde“,

gesteht er. Und lässt am Ende noch einmal den Idealisten durchblitzen:

„Wenn Kryptowährungen nur noch etwas sind, das Millionäre sich gegenseitig verkaufen, was haben wir dann wirklich erreicht?“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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