Venezuela verschärft Regelungen für Bitcoin-Geschäfte

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Venezuela verschärft weiter die Regulierungen für Kryptowährungen. Demnach soll es künftig zum einen ein Oberlimit für Geschäfte mit Bitcoin & Co. geben. Zum anderen will die Regierung künftig ihren Teil vom Kuchen abhaben.

Während die Krise zwischen Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó Venezuela und die internationale Politik nach wie vor spaltet, versucht sich die Regierung an der venezolanischen Bitcoin-Community zu bereichern.

Krypto-Taskforce gibt neue Richtlinien heraus

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So berichtet das lateinamerikanische Krypto-Magazin Criptonoticias, dass die venezolanische Krypto-Taskforce neue Richtlinien für Geschäfte mit Kryptowährungen herausgegeben hat. So erhebt die Behörde eine Gebühr auf alle Transaktionen, die im Zusammenhang mit Kryptowährungen gemacht werden. Dementsprechend entfalle auf jede Transaktion eine minimale Grundgebühr von mindestens 0,25 Euro. Je nach Höhe der Transaktion sei diese jedoch flexibel. Demnach könne sie im Extremfall bis zu 15 Prozent der transferierten Assets betragen.

Außer der Grundgebühr auf alle Krypto-Transaktionen verhängt Venezuela zudem einen Höchstbetrag, den die monatliche Höhe an Transaktionen nicht übersteigen darf. Dieser Betrag, so Criptonoticias weiter, sei auf zehn Petros (PTR) festgesetzt. Dabei handelt es sich um die staatseigene Kryptowährung, die angeblich von einem Fass Öl pro Token gedeckt sein soll. Der Maximalbetrag ist also auf insgesamt 600 US-Dollar im Monat begrenzt. Jede Transaktion, die diesen Betrag übersteige, benötige letztlich die Genehmigung durch die venezolanische Krypto-Taskforce SUNACRIP. Diese sei dazu berechtigt, den erlaubten Betrag auf insgesamt 50 Petros bzw. 3.000 US-Dollar anzuheben.

Bitcoin in Venezuela

Bitcoin spielt im krisengeschüttelten Venezuela bereits seit Jahren eine nicht unbedeutende Rolle. Aufgrund der Hyperinflation greifen viele Einwohner zu Kryptowährungen, um deren Wertspeicherfunktion zu nutzen. Indem sie etwa von Gehalt und/oder Erspartem Bitcoin kaufen, können sie sich vor der Inflation schützen. Letztere ist so stark, dass das am Morgen erhaltene Gehalt am Abend nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Betrages Wert ist.

Der aktuelle Erlass folgt einem kürzlichen Beschluss der Regierung Venezuelas. Darin rief sie die SUNACRIP ins Leben und verordnete, das fortan  jede Entität in Verbindung mit Kryptowährung unter der Aufsicht der Behörde steht.

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