Venezuela: Staatliche Kryptowährung „Petro“ soll Wirtschaftskrise mildern

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Quelle: Political red grapffiti of Hugo Chavez and Nicolas Maduro on a wall via Shutterstock

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Am gestrigen Sonntag gab Venezuelas Präsident Nicolás Maduro bekannt, dass demnächst die Kryptowährung „Petro“ eingeführt wird, um den Wirtschaftssanktionen der USA entgegenzuwirken. Der vom Erdöl gestützte Wert des Petro soll dabei helfen, die finanzielle Unabhängigkeit des Landes zu erlangen, die anhaltende Blockade der USA zu überwinden und wieder finanzielle Transaktionen durchführen zu können. Die Trump-Administration wirft Präsident Maduro vor, seine Diktatur systematisch auszubauen. Druck wird mittlerweile auch vermehrt von der Europäischen Union ausgeübt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kündigte Nicolás Maduro gestern im venezolanischen Fernsehen eine neue staatlich ausgegebene Kryptowährung an. Der Wert des Petro soll gestützt werden von den umfangreichen Öl-, Gas- und Diamant-Reserven des Landes.

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Mehrere Oppositionsführer haben die Ankündigung des Präsidenten bereits öffentlich in Zweifel gezogen. Ein solches Vorhaben benötige zwingend die Zustimmung des Kongresses. Sie glauben aufgrund der chaotischen Verhältnisse nicht einmal daran, dass der Petro jemals das Licht der Welt erblicken wird. Die offizielle Währung, der Bolívar, ist in den letzten Monaten aufgrund der US-Wirtschaftssanktionen immer wieder stark unter Druck geraten. Der Petro soll künftig finanzielle Transaktionen der Regierung erleichtern, um die landeseigenen Exporte von Öl und anderen Bodenschätzen anzukurbeln.

Auch der Bitcoin wurde in letzter Zeit vermehrt von technikbegeisterten Venezolanern dazu benutzt, um im Internet bestellte Waren zu bezahlen oder ihre Guthaben in eine andere Währung zu verlagern. Die gestrige Ankündigung wurde in Bitcoin-Kreisen mit Skepsis aufgenommen, weil Kryptowährungen normalerweise nicht von Regierungen oder Zentralbanken ausgegeben oder sogar kontrolliert werden.

Bleibt abzuwarten, ob der Petro tatsächlich die Antwort auf viele offene Fragen Venezuelas darstellt. Und natürlich auch, wie viel von einer möglichen positiven Entwicklung beim einfachen Volk ankommen wird, das in den letzten Monaten stark unter der Rezession und Inflation gelitten hat.

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