User Activated Soft Fork (UASF) – welche Rolle das BIP148 spielt

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: Shutterstock.com - Sprint

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Im August wird ein Teil der Bitcoin-Nodes das BIP148 realisieren. Was ist das und was kann das für Bitcoin bedeuten?

Das Skalierungsproblem des Bitcoin-Netzwerks ist ein Dauerbrenner in der Szene: erst vor kurzem haben Tausende von Transaktionen auf Bestätigungen warten müssen. Diese Bestätigungen sind Garant für die Unabänderlichkeit einer Transaktion, da damit die Transaktion, in einem Block mit anderen Transaktionen zusammengefasst, Teil der Blockchain wird.

Das Bitcoin-Protokoll lässt Blöcke mit einer Größe von 1 MB zu, eine Grenze, die heutzutage schnell erreicht ist, weshalb viele Transaktionen deutlich länger als erhofft auf die Bestätigung warten müssen. Außerdem ist mit variablen Transaktionsgebühren ein eigener Markt für Transaktionsbestätigungen entstanden.

Verschiedene Lösungen wurden dafür vorgeschlagen. Insgesamt hat sich ein Endlosthema entwickelt, über das wir mehrfach berichtet haben. Diese Debatten, wie auch die Sorgen um die Stabilität von Bitcoin, waren von Begriffen wie BIP148 und UASF beziehungsweise User Activated Soft Fork geprägt. Was hat es nun damit auf sich?

Bitcoin Improvement Proposal 148 – die Ultima Ratio für Segwit


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BIP148 ist ein Bitcoin Improvement Proposal, das ein Update des Bitcoin Core darstellt. Nodes, die BIP148 unterstützen, akzeptieren ab ersten August keine Blöcke von Minern, die Segregated Witness nicht unterstützen. Das würde jenen Minern das Wasser abgraben: Sie müssten sich entscheiden, ob sie Segregated Witness akzeptieren oder bei jeder Suche nach einem neuen Block leer ausgehen.

Was ist der Hintergrund zu dieser Pistole auf die Brust? Letztlich ist nicht einfach die Skalierungsdebatte der Grund; Hauptmotivation ist eine Sicherheitslücke namens CVE-2017-9230, die auch im Rahmen des ASIC-BOOST zur Beschleunigung des Mining-Prozesses genutzt wurde. Kritiker vom ASIC-BOOST sehen nicht nur die Gefahr, dass die Dezentralisierung von Bitcoin ins Wanken geraten würde, sondern auch das Proof-of-Work-Verfahren.

Der UASF ist also ein Software-Update des Bitcoin Core Clients, welches die Forderung nach Segregated Witness an die Miner von Blöcken stellt und so ASIC BOOST verhindert. Prinzipiell bleibt die Blockchain erhalten, es wird nur für zukünftige Blöcke das Regelwerk geändert. Etwas, was durchaus schon vorgekommen ist, und das ohne größere Schwierigkeiten.

Chaos im Netzwerk?

“Ohne größere Schwierigkeiten” ist natürlich, selbst wenn alle Nodes sich für BIP148 entscheiden würden, leicht dahergesagt: Wenn jene Miner, die SegWit nicht unterstützen (was aktuell 55% sind), durch BIP148 zensiert werden, wird das der Hashrate des Netzwerks nicht gerade gut tun.

Aber was passiert, wenn einige, aber nicht alle Nodes diese Meinung teilen? Es würde die paradoxe Situation auftreten, dass zwei Blockchains nebeneinander existieren würden: Die BIP148 unterstützenden Nodes würden bestimmte Blöcke nicht akzeptieren, die von den “normalen” Nodes akzeptiert werden würden. Aus der Soft Fork hätte sich eine Hard Fork entwickelt, bei der neben dem normalen Bitcoin noch ein weiterer Coin existieren würde.

Wie man sich auf BIP148 vorbereitet

Natürlich kann alles auch gut laufen, doch was kann man tun, um sich abzusichern?

Grundsätzlich gilt, wie eigentlich auch sonst, dass man im Besitz der Private Keys sein sollte. Mit diesen wird man, spätestens wenn der Rauch sich verzieht und oben genannte Schwierigkeiten im Bitcoin-Netzwerk behoben wurden, wieder Kontrolle über sein Geld haben.

Verschiedene Seiten haben Unternehmen aufgelistet, die auf BIP148 vorbereitet sind. Trezor und Ledger Wallet gehören beispielsweise dazu. Möchte man hingegen auf Nummer sicher gehen, dann bietet es sich mithilfe von zwei Full Nodes an sich selbständig zu machen: Mit jeweils einer BIP148 unterstützenden und einer “normalen” Node würde man für alle weiteren Entwicklungen vorbereitet sein.

Eine bestehende Node wird BIP148-tauglich, indem in der Datei bitcoin.conf (zu finden bzw. anzulegen im Application Folder von Bitcoin) folgendes einträgt:

uacomment=UASF-SegWit-BIP148

Trader sollten, sofern sie um den ersten August herum Bitcoin nutzen wollen, eine Börse finden, die BIP148 unterstützt. Im Idealfall sollte die Börse sowohl die BIP148-Chain als auch die normale Blockchain unterstützen – so wird man (Ethereum und Ethereum Classic lassen grüßen) die Coins von einer auf die andere Chain bekommen. Bitfinex wäre hier als bekanntester Exchange zu nennen.

Als wichtigstes gilt: Ruhe bewahren – im Fachjargon auch HODL genannt. Langzeitinvestoren können die Tumulte einfach aussitzen, bis sich der Sturm gelegt hat. Wer sich dennoch Sorgen macht, sollte seine Assets diversifizieren. In verschiedenen Quellen haben Leute Kryptowährungen wie DASH oder Litecoin als Hedge gegen ein Preisbeben im Bitcoin-Ökosystem entdeckt.

Wer sich weiter über den UASF informieren will, kann sich auf verschiedenen Seiten weiter einarbeiten.

BTC-ECHO


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