Fed, US-Zentralbank: Fed plant System für Überweisungen in Echtzeit

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US-Zentralbank: Fed plant System für Überweisungen in Echtzeit

Die US-amerikanische Zentralbank will mit FedNow Banken einen eigenen Service für Überweisungen in Echtzeit anbieten. Die Federal Reserve Bank will „FedNow“ im Jahr 2023 oder 2024 lancieren. US-Amerikaner haben nun 90 Tage Zeit, der Fed Feedback zu FedNow zu geben. Ein gewichtiger Vertreter aus dem Privatsektor hat dies bereits unternommen.

Die Federal Reserve Bank („Fed“) plant die Einführung eines eigenen Dienstes für die sofortige Abwicklung von Überweisungen. Die US-Zentralbank strebt dabei eine friedliche Koexistenz mit dem Privatsektor, etwa in Form von The Clearing House an. Bislang ist unklar, ob bei „FedNow“ – so der Name des geplanten Bezahldienstes – eine Distributed-Ledger-Technologie, wie beispielsweise eine Blockchain, zum Einsatz kommen wird.

Finanzielle Inklusion… von Banken

Ihr Vorhaben hat die Fed am 5. August in einer Pressemitteilung vorgestellt. Als Motivation hinter FedNow führt die US-amerikanische Zentralbank das hehre Ziel der finanziellen Inklusion an. Dabei hat die Bank jedoch weniger den Endverbraucher als die Banken im Sinn.

Jeder verdient die gleiche Berechtigung, Zahlungen sofort und sicher zu leisten und zu erhalten, und jede Bank verdient die gleiche Möglichkeit, diesen Service ihrer Gemeinde anzubieten. FedNow wird es Banken jeder Größe in jeder Gemeinde im ganzen Land ermöglichen, ihren Kunden Echtzeitzahlungen anzubieten,

erklärt Lael Brainard, Governor des Federal Reserve Board in der Fed-Mitteilung.

Fed strebt friedliche Koexistenz mit Privatsektor an


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Den Grundstein für FedNow legte eine Bürgerbefragung, die die US-Zentralbank im vergangenen Jahr durchgeführt hat. In über 350 eingereichten Kommentaren äußerte sich eine überwältigende Mehrheit der Teilnehmer für die Einführung einer Möglichkeit durch die Fed, Echtzeit-Überweisungen vornehmen zu können.

[…] über 90 Prozent befürworteten, dass die Federal Reserve neben den Dienstleistungen des Privatsektors einen rund um die Uhr verfügbaren Echtzeit-Zahlungs- und Abwicklungsdienst betreibt.

Nun haben US-Bürger erneut 90 Tage lang Gelegenheit, Kommentare bei der Fed einzureichen.

Konkurrent TCH hat bereits auf Fed-Ankündigung reagiert

Bislang dominiert in den USA das private Bankenkonsortium The Clearing House (TCH) den Sektor der Echtzeitüberweisungen. TCH gehören 24 Institutionen an, unter ihnen die größten Banken der USA. Das Konsortium hat es sich nicht nehmen lassen, noch am Tag der FedNow-Ankündung mit einer eigenen Pressemitteilung dagegen zu halten. Darin betont TCH, dass auch in ihrem Bezahlnetzwerk (RTP Network) grundsätzlich jede Depotbank unabhängig von ihrer Größe teilnehmen könne:

Das Netzwerk wurde für alle US-amerikanischen Depotbanken aufgebaut und steht ihnen unabhängig von ihrer Größe zu angemessenen Bedingungen zur Verfügung (keine Mengenrabatte oder Mindestvolumenanforderungen).

TCH wolle die Bemühungen der Fed hinsichtlich FedNow im Auge behalten, konzentriere sich jedoch weiterhin auf den Ausbau des RTP-Netzwerks, heißt es in der Replik weiter.

Wachsende Konkurrenz bei Echtzeit-Überweisungen

Der Vorstoß der Fed zeigt, dass die Zentralbank den wachsenden Druck im Sektor der Echtzeitüberweisungen nicht mehr ignorieren kann. Nicht nur sind Google und Apple längst als starke Player in den Markt eingetreten. Mit Libra zieht am Horizont ein globales alternatives Geldsystem aus privater Hand auf. Der Bankenriese J. P. Morgan erprobt mit dem JPM Coin bereits die Vorzüge der Distributed-Ledger-Technologie für Überweisungen zwischen Banken. Das kalifornische FinTech-Unternehmen Ripple zielt mit seinen Produkten ebenfalls dezidiert auf Banken.

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