Update bei LocalBitcoins: Tschüss, Privatsphäre!

Quelle: Saying goodbye at the airport. Silhouette of the traveler waves his hand. via shutterstock

Update bei LocalBitcoins: Tschüss, Privatsphäre!

Die Handelsplattform LocalBitcoins führt ab dem 25. Mai neue Regeln ein. Um künftig auf der Plattform zu handeln, muss man die Know-Your-Customer-Regeln befolgen und in bestimmten Fällen seine Identität nachweisen. Zudem veröffentlichten sie Änderungen in Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen.

Nachdem die Änderungen der Richtlinien bereits vergangenen Monat für Aufruhr gesorgt hatten, macht es LocalBitcoins nun offiziell. Das Unternehmen beugte sich nun dem regulatorischen Druck und veröffentlichte am 9. Mai neue Richtlinien zu Nutzungsbedingungen und Datenschutz. Laut offizieller Ankündigung fühlt sich das Unternehmen aus Helsinki gezwungen, ihre Kunden-Richtlinien in Sachen Privatsphäre zu überarbeiten.

Wie LocalBitcoins verlauten lässt, stehen die Änderungen in den Nutzungsbedingungen in Übereinstimmung mit anstehenden Richtlinien der EU. Demnach müssen Nutzer künftig über 16 Jahre alt sein und dürfen nur einen Account pro Person haben. In gewissen Fällen müsse man sich auch mit seinem Ausweis identifizieren. Zum Beispiel beim Handeln über einem bestimmten Volumen, beim Verdacht auf Missbrauch des Accounts, bei Nachforschungen durch Behörden bezüglich Betrugsverdacht und um den Account im Verlustfall wiederherstellen zu können.

Auch Datenschutzbedingungen werden frisiert

Außer den Nutzungsbedingungen bekamen auch die Datenschutzbestimmungen eine Überarbeitung. Hier räumt sich LocalBitcoins vor allem das Recht ein, die Daten an Partnerfirmen weiterzugeben. Dazu gehören unter anderem Jumio Netverify (Verifikation von Ausweisdaten), Mixpanel (Daten-Tracking bei Trades), Sentry.io (Beheben von Fehlern) und Google Analytics (Informationen darüber sammeln, wie Services genutzt werden). Außerdem arbeiten sie noch mit einigen weiteren Unternehmen, um ihre Services in puncto Kommunikation zu verbessern.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist das Löschen von Accounts. Wie man der Homepage von LocalBitcoins entnehmen kann, ist das ab dem 25. Mai nur noch möglich, wenn man den Account nicht für Bitcoin-Transaktionen genutzt hat. Ansonsten behält sich das Unternehmen vor, die Daten bis zu fünf Jahre lang zu speichern. Falls man den Änderungen nicht zustimmen sollte, empfiehlt LocalBitcoins Folgendes:

„Wenn du jetzt schon weißt, dass du den Änderungen nicht zustimmen wirst, empfehlen wir, sämtliche Bitcoins von deiner Wallet abzuziehen und – nach dem 25. Mai – deinen Account zu löschen.“

Die hier aufgeführten Punkte sind lediglich ein Auszug, die gesamten Änderungen kann man hier, hier und hier nachlesen.

BTC-ECHO

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

US-Regulierungsbehörde OFAC nimmt sich Bitcoin an
US-Regulierungsbehörde OFAC nimmt sich Bitcoin an
Politik

Das U.S. Department of the Treasury‘s Office of Foreign Assets Control (OFAC) zeigt offenkundig größeres Interesse an einer Krypto-Regulierung. Die Finanzbehörde, welche zu den drei wichtigsten Regulierungsinstanzen dieser Art in den Vereinigten Staaten gehört, macht Bitcoin & Co. zur Top-Priorität. Der Kurswechsel der Außenwirtschaftsbehörde deutet auf ein generelles Umdenken im US-Finanzministerium hin.

Shitcoin-Dämmerung: SEC nimmt Veritaseum (VERI) ins Visier
Shitcoin-Dämmerung: SEC nimmt Veritaseum (VERI) ins Visier
Regulierung

Das ICO Veritaseum (VERI) ist dem Kreuzzug der US-amerikanischen Securites and Exchange Commission zum Opfer gefallen. Anleger sollen zwischen 2017 und 2018 mit falschen Versprechungen zu einem Investment in den VERI Token bewogen worden sein. Die SEC hat nun vor Gericht ein Einfrieren des Veritaseum-Vermögens durchsetzen können.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Börse Coinbase will größte Krypto-Verwahrstelle der Welt sein
Bitcoin-Börse Coinbase will größte Krypto-Verwahrstelle der Welt sein
Bitcoin

Die Bitcoin-Börse Coinbase hat sich die Verwahrlösung für institutionelle Kunden von Xapo für 55 Millionen US-Dollar gekauft. Nach eigenen Angaben ist Coinbase damit der weltgrößte Krypto-Verwahrer.

coindex-CEO Kai Kuljurgis: „Eine Diversifizierung macht trotz hoher Bitcoin-Dominanz Sinn“
coindex-CEO Kai Kuljurgis: „Eine Diversifizierung macht trotz hoher Bitcoin-Dominanz Sinn“
Interview

Wir haben uns zum Interview mit Kai Kuljurgis, CEO von coindex getroffen, um mit ihm über die Lage am Krypto-Markt zu sprechen. Neben seiner Markteinschätzung geht es auch um die Frage, wie sich die Verschmelzung zwischen traditionellem Finanzsektor und Krypto-Sektor weiterentwickelt.

Die 5 großen Bitcoin-Erzählungen
Die 5 großen Bitcoin-Erzählungen
Bitcoin

Satoshi Nakamotos Bitcoin Whitepaper legt auf neun Seiten das Fundament für ein digitales Asset, das nach zehn Jahren bereits ein Multimilliarden-Ökosystem geschaffen hat. Woher Bitcoin seinen Wert bezieht, ist eine Frage, auf der es eine Vielzahl an Antworten gibt. Diese Woche betrachten wir fünf Innovationen, die Satoshi möglich gemacht hat.

Ripple unterstützt Coil mit einer Milliarde XRP
Ripple unterstützt Coil mit einer Milliarde XRP
Ripple

Ripple tätigte eine Großinvestition in das Krypto-Start-up Coil. Die Online-Content-Plattform erhielt eine Milliarde XRP, was etwa 260 Millionen US-Dollar entspricht. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit XRP in großem Umfang Projekte unterstützt. Bei der Unterstützung von Coil geht es Ripple vor allem um die einfachere Monetarisierung digitaler Inhalte.

Angesagt

Binance: Mutmaßlicher Bitcoin-Börsen-Hacker droht mit neuem Leak
Krypto

Der mutmaßliche Hacker der Bitcoin-Börse Binance droht mit weiteren Veröffentlichungen. Dabei tun sich jedoch viele Fragezeichen auf.

Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Altcoins

Noch dominiert Etherum die Smart-Contract-Welt. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Tezos versucht, einiges besser zu machen als die Kopfgeburt Vitalik Buterins. Die größte Bank Südamerikas hat Tezos als Plattform für Security Token Offerings gegenüber Ethereum bereits den Vorzug gegeben. Tezos – eine Gefahr für Ethereum?

Blockchain Week Berlin: Treffen der internationalen Tech-Elite
Blockchain

Nächste Woche beginnt die Blockchain Week Berlin. Vom 18. bis zum 29. August versammeln sich in der deutschen Hauptstadt Blockchain-Experten aus aller Welt. 

Blockchain-Lobbyismus zwischen Berlin, Brüssel und Washington – Warum jetzt ein anderer Wind weht
Kommentar

Mit dem Einzug von Konzernen in die Krypto-Wirtschaft ändert sich auch das politische Umfeld. Während die Start-up-Szene zu fragmentiert und mit sich selbst beschäftigt ist, haben Konzerne eine klare politische Agenda, die sie mit Lobbyisten effektiv an die Politik adressieren. Was der Automobilverband mit Blockchain-Lobbyismus zu tun hat, woran es aktuell noch bei den Krypto-Verbänden mangelt und warum Start-ups Gefahr laufen, von den Konzerninteressen ausgebootet zu werden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Neue Ausgabe: Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin-T-Shirt GRATIS!